36. Internationaler Schwimmer-Fünfkampf der Schwimmabteilung des VfR Übach-Palenberg

 

Zwei Tage, rund 300 Schwimmer und unzählige Starts beim Schwimmer-Fünfkampf in Übach-Palenberg

 
Foto:Herbert Lataster

Herbert Lataster dürfte sich am Wochenende zumindest am frühen Morgen und am späteren Abend jeweils ein paar Stunden gegönnt haben, in denen er seine sonore Stimme nicht nutzte. Schließlich hatte er am Samstag und am Sonntag als „The Voice“ des inzwischen 36. Internationalen Schwimmer-Fünfkampfes der Schwimmabteilung des VfR Übach-Palenberg richtig viel damit zu tun, alle Starter, alle Sieger, Ehrungen und auch Mitteilungen über die Lautsprecheranlage des Ü-Bades an der Dammstraße zu schicken. Lataster war damit aber nur einer von rund 50 Ehrenamtlern, die den Mega-Schwimmevent überhaupt erst möglich machten. „Ohne unsere Vereinsmitglieder und auch die Vertreter vom Verband Swimpool NRW wäre das Ganze gar nicht möglich gewesen“, weiß Vereinsvorsitzender Tim Böven. Er zeigte sich sichtlich entspannt ob der geballten Kompetenz in Sachen Schwimmveranstaltung, die sich am Wochenende wieder am Becken mit den insgesamt fünf 25-Meter-Bahnen versammelte. „Wir haben viel Erfahrung, da weiß man zum einen, was einen an diesen beiden Tagen erwartet, und zum anderen können wir auch mit Schwierigkeiten bestens umgehen“, so Böven, der vor seiner Zeit als Vorsitzender schon als Fachwart für Veranstaltungen bei den VfR-Schwimmern tiefgreifende Erfahrungen sammeln konnte.

 

Er war wieder einmal „The Voice“, die Stimme der Veranstaltung: Herbert Lataster.
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Neben den zahllosen Starts, die sich bei rund 300 Aktiven aus neun Vereinen beim Angebot, alle Schwimmdisziplinen zu absolvieren, zu vierstelligen Zahl summierten, gab es aber auch die vielen sportlichen Aspekte, die bei der von der EWV Energie- und Wasser-Versorgung aus Stolberg gesponserten Großveranstaltung eine Rolle spielten. So wurde dem eigentlichen Wettkampfgeschehen noch der sogenannte „DMS-Test“ vorgeschaltet, bei dem sich die besten Schwimmer aus allen angetretenen Vereinen noch für die im Februar anstehenden Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) im Schwimmen qualifizieren konnten. Die DMS sind von besonderer Bedeutung für die Schwimmer, schließlich wird dort an einem Tag mit nur einem Rennen festgelegt, in welcher Klasse ganze Schwimmteams an den Start gehen. Umso verständlicher, dass sich Fachleute wie VfR-Trainerlegende Manfred „Fredl“ Rothärmel da ganz genau „ihre“ Aktiven und deren Form ansehen.

 

Wie hier bei den männlichen Schwimmern des Jahrgangs 2008 mit Sieger Jan Faulwetter (M., VfR Übach-Palenberg), dem Zweitplatzierten Ben Henßen (l., Jülicher Wassersportverein) und Daniel Hennig (2.v.r., Stolberger SV), gratulierten Josef Schulteis (2.v.l.) vom Sponsor EWV und der Abteilungsvorsitzende Tim Böven (r.).
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Unterm Strich konnte Rothärmel nach den gezeigten Leistungen ein durchaus positives Fazit ziehen. „Wenn die Motivation stimmte, dann sprangen auch gute Ergebnisse heraus“, sagte er. Für die passende Wettkampfatmosphäre hatte das Team aus VfR-Vertretern und vom „Ü-Bad“ ohnehin gesorgt. Von der Ausstattung der Bahnen über die Möglichkeiten zum Einschwimmen und Warmmachen bis hin zur Zeitnahme und den Wettkampfrichtern fand sich hier ein durchweg professionell eingespieltes Ensemble zusammen. Und auch wenn es für die Außenstehenden wie EWV-Vertreter Josef Schulteis, der am Sonntagnachmittag die Siegerehrungen übernahm, eher wie ein organisiertes Durcheinander in einer mit gellenden Anfeuerungsrufen und –pfiffen gefüllten Schwimmhalle aussah, war es am Ende eine durchweg tolle und bestens organisierte Veranstaltung für Ausrichter wie Teilnehmer.

 

Mehr als 300 Aktive sorgten bei der jüngsten Auflage des Internationalen Schwimmer-Fünfkampfes für eine vierstellige Anzahl an Starts im Ü-Bad.

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„Wir sind sehr zufrieden“, sagte am Ende von zwei langen Wettkampftagen, die natürlich auch eine umfassende Vorbereitung bedeuteten, ein sichtlich glücklicher Tim Böven. „Wir freuen uns, dass wir beim größten Schwimmverein im Bezirk Aachen eine solch hochklassige Veranstaltung präsentieren dürfen“, schloss Josef Schulteis. Und für Herbert Lataster, der seiner Stimme sicherlich ein Extra-Mentholbonbon gönnte, war es noch eine tolle Werbung für den Schwimmsport. „Wir bieten schließlich eine Sportart an, bei der die Aktiven immer die gleichen Temperaturen am Beckenrand und im Wasser erwarten“, sagte er mit einem Augenzwinkern.

 

Spannenden Schwimmsport in allen Disziplinen bot die inzwischen 36. Auflage des Internationalen Schwimmer-Fünfkampfes in Übach-Palenberg.
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Hier ein kleiner Überblick über die sportlichen Ergebnisse:


In der Mannschaftswertung setzten sich die Gastgeber relativ deutlich mit 688 Punkten an die Spitze, vor dem Aachener SV (648), Brander SV (567), dem Jülicher Wassersportverein (315), dem SC Hardtberg (250), der SG Erkelenz-Hückelhoven (177), dem Stolberger SV (170), der SG Euregio Swim Team (154) und dem Würselener Schwimm-Club mit 70 Zählern.


Die beste Einzelleistung erreichte VfR-Schwimmerin Stephanie Pietschmann (Jahrgang 1991) mit 723 Punkten aus dem Wettkampf 100 Meter Rücken, die sie in 1:05,47 Minuten absolvierte. Bei den Herren durfte sich Mateus Naves Brigido (Jahrgang 1996) vom Aachener SV diesen Titel mit 754 Punkten aus dem Wettkampf 100 Meter Freistil an die Brust heften, die er in 0:51,68 Minuten absolvierte. Beide Schwimmer lagen damit weit vor ihren zweitplatzierten Konkurrenten. Mehr Ergebnisse und alle Platzierungen gibt es auf der Homepage der VfR-Schwimmer unter www.vfr-schwimmen.de.