Australische Kunst hat auch in Übach-Palenberg eine Plattform

 

Australische Kunst ist schon seit knapp zwei Jahrzehnten in unserer Stadt.

 

 Brit Hanstein, die schon seit knapp zwei Jahrzehnten australische Kunst nach Übach-Palenberg holt, freute sich mit Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch über den Besuch der australischen Künstler Sue Ryan und Greg Adams im Schloss Zweibrüggen.

Foto: Stadt

Bei Brit Hanstein, die früher in Marienberg, inzwischen in Frelenberg ihr Zuhause gefunden hat, spielte die Kunst vor allem der Ureinwohner immer eine Rolle. Mit dem Besuch der australischen Künstlerin Sue Ryan gelang ihr nun ein weiterer Meilenstein in dieser Geschichte. Zusammen mit ihrem Partner Greg Adams war sie in Übach-Palenberg zu Gast, und wurde natürlich auch vom hiesigen Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen und Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch gebührend empfangen.

"Leider konnten wir keine Kunstwerke mitbringen, aber immerhin haben wir ganz lebendige Eindrücke vom aktuellen Schaffen der Künstler der Lockhart River Art Gang dabei“, erzählte Brit Hanstein beim anberaumten Termin. Diese „Art Gang“ ist eine national und international bekannte Künstlergruppe, die von Sue Ryan und Greg Adams geleitet wird und von Queensland aus auch die Welt erobert. Die aktuellste Ausprägung ihrer Kunst hatten sie auch dabei: So werden von Einheimischen sogenannte „Geisternetze“ gesammelt, die verloren gegangen sind, oder auch absichtlich im Meer „entsorgt“ wurden. Diese aus Indonesien stammende Richtung des Wiederverwertens ließ findige Köpfe aber nicht nur auf die Idee kommen, brauchbare Alltagsgegenstände aus den noch gut nutzbaren Netzen zu machen. Auch atemberaubende Kunstobjekte sind daraus entstanden.

„Dabei spielt bei den Künstlern natürlich auch immer die Verbindung zwischen dem Meer als ursprünglichem Einsatzort und dem daraus entwickelten Objekt eine Rolle“, erläuterte Brit Hanstein. So brachte sie Bilder beispielsweise von großen tropischen Fischarten mit oder auch einen vornehmlich aus blauen und weißen Netzelementen geschaffenen Hai. „Das sind am Ende riesige Kunstwerke, die gut und gerne einige Meter lang sein können“, so Hanstein weiter, „das bringt man nicht mal eben mit dem Flugzeug aus Australien mit“. So blieb es bei den beeindruckenden Bildern der Netzkunst, die es schafft, einen Bezug zwischen dem ursprünglich als Beutefänger gedachten Netz und dem später aus ihm entstandenen Kunstwerk zu machen. „Uns ist es wichtig, auf die Zusammenhänge aufmerksam zu machen“, fand auch Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Denn schließlich sei das Ökosystem Wasser in seiner Ganzheitlichkeit ein großes System, egal, ob es nun die Wurm in Übach-Palenberg ist, oder die Weltmeere sind. „Alles hängt eben zusammen“, so Jungnitsch. Und er freute sich natürlich auch darüber, dass die australische Kunst, die laut Brit Hanstein noch immer einen schwereren Stand habe, zumindest in Diaprojektionen zu Gast im Schloss Zweibrüggen sein durfte:

 

Beeindruckende Kunstwerke aus sogenannten „Geisternetzen“ sind ein aktueller Trend in der australischen Kunst.

Foto: Brit Hanstein