Hausarztaktionsprogramm

 

Land Nordrhein-Westfalen fördert eine Tätigkeit in der hausärztlichen Versorgung in Übach-Palenberg mit bis zu 60.000 Euro

 

Foto: Aaron Amat

 
Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Förderlisten des Hausarztaktionsprogramms aktualisiert und Übach-Palenberg dabei erstmals als eine Kommune eingestuft, in der – aufgrund der Altersstruktur der Hausärzteschaft vor Ort – die Gefährdung der hausärztlichen Versorgung droht (Förderkategorie 1) Mit dem Hausarztaktionsprogramm ergänzt das Land Nordrhein-Westfalen die Sicherstellungsmaßnahmen der Kassenärztlichen Vereinigungen und leistet einen Beitrag zur dauerhaften Sicherstellung der wohnortnahen hausärztlichen Versorgung.

Konkret bedeutet die Einstufung in die Förderkategorie 1, dass die Niederlassung oder Anstellung eines Hausarztes / einer Hausärztin bzw. die Errichtung / Gründung einer Zweigpraxis in Übach-Palenberg ab sofort mit bis zu 60.000 Euro aus Landesmitteln finanziell gefördert werden kann. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht aber nicht. Die wichtigsten Informationen rund um das Hausarztaktionsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen – dazu gehören insbesondere die Förderrichtlinie und die beiden Listen der förderfähigen Kommunen – sind im Internet unter www.hausarzt.nrw.de abrufbar.

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch erklärte dazu: „Die wohnortnahe hausärztliche Versorgung ist in Übach-Palenberg aktuell ausreichend sichergestellt. Der rechnerische Versorgungsgrad im Sinne der ambulanten Bedarfsplanung liegt – Stand Januar 2019 – laut der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein bei 98 Prozent. Eine rechnerische Bedarfsdeckung wird bei einem Versorgungsgrad von (mindestens) 100 Prozent erreicht. Insofern steht Übach-Palenberg ganz gut da.“

Und weiter: „Von den 14 hier tätigen Hausärztinnen und Hausärzten sind aber sechs mindestens 60 Jahre alt bzw. älter als 60 Jahre. Wir müssen deshalb damit rechnen, dass diese sechs Hausärzte altersbedingt voraussichtlich in den kommenden fünf bis zehn Jahren in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen werden. Spätestens dann werden wir in Übach-Palenberg einen entsprechenden Nachbesetzungsbedarf an Hausärzten haben.“

Er hoffe, so Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, dass der nun vom Land deutlich erhöhte finanzielle Anreiz für eine hausärztliche Tätigkeit in Übach-Palenberg dazu beitragen werde, die Suche nach hausärztlichem Nachwuchs für die Stadt zu erleichtern. Im Rahmen des nächsten Runden Gesundheitstisches, der für die zweite Jahreshälfte 2019 angedacht sei, werde man die hausärztliche Versorgung wieder zum Thema machen.