Impfung empfohlen

 

Sperrgebiet wegen Blauzungenkrankheit eingerichtet

 

 

Kreis Heinsberg (Meldung vom 18.01.2019). Die Städte Übach-Palenberg und Geilenkirchen sind zum Sperrgebiet erklärt worden. Grund dafür ist die amtliche Feststellung der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) in einem Rinderbestand im Landkreis Trier-Saarburg. Das ursprünglich eingerichtete Sperrgebiet im Süden von Rheinland-Pfalz wurde ausgeweitet, sodass nun Kommunen des Kreises Heinsberg sowie weitere Teile Nordrhein-Westfalens zum Sperrgebiet gehören.

Die für das Virus empfänglichen Tiere dürfen nur unter bestimmten Bedingungen aus dem Sperrgebiet in nicht gesperrte Gebiete verbracht werden. Dies gilt auch für Samen, Eizellen oder Embryonen. Eine Allgemeinverfügung wurde auf der Internetseite des Kreises Heinsberg (www.kreis-heinsberg.de) veröffentlicht. Hier stehen auch die notwendigen Vordrucke für das Verbringen von Tieren zum Download bereit.

Die Blauzungenkrankheit befällt vor allem Schafe und Rinder, aber auch Ziegen, Wildwiederkäuer und Kamelartige. Sie ist für den Menschen vollkommen ungefährlich. Auch die Produkte können weiterhin bedenkenlos verzehrt werden.

Bei den empfänglichen Tieren können folgende Krankheitssymptome auftreten: Fieber, Apathie, Blaufärbungen, Geschwüre in der Haut und Maulschleimhaut, an Lippen, Flotzmaul, Zitzen und Euter sowie an den Gliedmaßen. Bereits der Verdacht auf Vorliegen der Erkrankung ist sofort beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Heinsberg anzuzeigen.

Jeder, der im Sperrgebiet für das Virus der Blauzungenkrankheit empfängliche Tiere hält - also alle Wiederkäuerarten wie Rinder, Schafe, Ziegen, Neuweltkameliden wie Alpakas, Guanakos und Wildwiederkäuer in Gehegen, also Rot-, Dam- und Sikawild – hat dies unverzüglich dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Heinsberg mitzuteilen, sofern dies nicht schon in der Vergangenheit geschehen ist.

Das Veterinäramt empfiehlt die Impfung empfänglicher Tiere gegen die Blauzungenkrankheit durch den Hoftierarzt, da sie einen Schutz vor der Erkrankung bietet und den Transport von Tieren aus dem Sperrgebiet erleichtert. Die Kosten der Impfung trägt der Tierhalter.