„Tres con Barrena“ bewiesen ihre Ausnahmestellung im Schloss Zweibrüggen

 
Frank Ollertz am Flügel, Hermann-Josef Basten an der Querflöte, Friedrich Jouck an der Fiddle und Prof. Reinhold Bohrer an der Gitarre als „Tres con Barrena“ hatten bei ihrem Konzert im Schloss Zweibrüggen eine überragende Mischung bester Musik dabei.
Foto: Stadt
 
War es nun ein Wiedersehen mit alten Freunden, oder doch eher die Lust an der Entdeckung neuer Klänge? Eigentlich war das jüngste Konzert mit dem Quartett „Tres con Barrena“ im herrlichen Ambiente von Schloss Zweibrüggen beides.

Denn das Konzert im Rahmen des Kulturprogramms der Stadt Übach-Palenberg zeigte mit den Akteuren, die schon seit einigen Jahren immer wieder ausgezeichnete Konzerte im Schloss spielten, bekannte Gesichter. Denn Frank Ollertz am Flügel, Hermann-Josef Basten an der Querflöte, Friedrich Jouck an der Fiddle und der Kulturpreisträger der Stadt Übach-Palenberg, Prof. Reinhold Bohrer an der Gitarre, boten einen aufregend entspannten musikalischen Mix aus perfekter Instrumentierung und traditioneller Musik.

Schon das erste Stück – „Planxty Irwin – Managhan Jig“ öffnete mit dem einzigartigen Gitarrenspiel Prof. Bohrers, band wie selbstverständlich die weiteren musikalischen Akteure ein, ohne deren hervorragende Qualitäten als Solisten zu vernachlässigen. So breit wie die Bühne, so ausgefeilt wie die bis in die hintersten Winkel detaillierten Arrangements, so umfassend war auch das gespielte Programm. Nicht weniger als 22 Titel standen in zwei Partien auf dem Programmzettel. Den Gästen im ausverkauften Auditorium war das recht: Sie hatten sich schon weit vor Beginn die allerbesten Plätze im Erdgeschoss und auf der für manche Klangerlebnisse durchaus empfehlenswerten Empore gesichert. Dort ließen sich Pretiosen wie „Harp and Sky“, „Papillon“ oder „Highlander’s Farewell to Ireland“ in all ihrer natürlichen Pracht genießen.

In der Pause bei einem Kaltgetränk durften die Besucher das Erlebte noch einmal Revue passieren lassen. Und auch in Teil zwei, der nicht nur keltische Musik, sondern auch deutsche Traditionals wie „Das Ringelein“ und „Was wollen wir trinken“ locker einband, bewiesen die „Drei mit Bohrer“ wie der Ensemblename übersetzt heißt, dass sie ihre musikalischen Hausaufgaben gemacht hatten. Beeindruckend war vor allem immer wieder die Selbstverständlichkeit, mit der die Töne ihren Weg vom einzelnen Instrument über den Verbund in der Band bis zum Hörer beschritten. Das war ein perfektes Live-Erlebnis, mit Konserven ist so etwas nur mit immensem Aufwand machbar, wenn überhaupt möglich. Und so war auch das jüngste Gastspiel von „Tres con Barrena“ eine an Livehaftigkeit, gespielter Perfektion und überbordender Spielfreude kaum zu übertreffende Mischung. Die Ovationen der begeisterten Besucher waren da so sicher wie die aufkeimende Idee, das Kulturprogramm mit einem Gastspiel der Vier auch in Zukunft wieder zu bereichern.