Rosenmontagszug 2018

 

Kaiserwetter lockte beim zentralen Rosenmontagszug tausende Jecke an die Straßen.

 
Es war ein Rosenmontag, wie man sich ihn als Jeck nur wünschen kann: Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, beste Stimmung und Wagenladungen voll mit Kamelle gab es beim zentralen Rosenmontagszug in Übach-Palenberg.

Die Dimensionen des närrischen Lindwurms, der vom Palenberger Bahnhof über die Kirchstraße, Maastrichter Straße und Carolus-Magnus-Straße bis hin zum Rathausplatz zog, zeigten sich schon in der Aufbauzeit. Denn eine gute Stunde, bevor sich der bunte Zug durch die Stadt mit den zwei Herzen in Bewegung setzte, standen die Organisatoren des Festausschusses Übach-Palenberger Karnevalsvereine schon bereit, um alle 38 teilnehmenden Gruppen einzuweisen.

„Es ist grandios, wir bewegen heute alleine schon 850 Zugteilnehmer“, freute sich Wolfgang Dressel von der Zugleitung. Und Ingo Grolla, der am Zugrand fleißig Spenden für die teilnehmenden Karnevalsgesellschaften sammelte, ergänzte noch: „Der ganze Zugweg ist voll von Menschen, das ist echt super!“. Ein Ausrufezeichen hinter dem in allen Belangen mehr als gelungenen großen Zug durch die Stadt setzte sicherlich auch die Vielfalt bei den zu bestaunenden Kostümen. So setzte die Johanniter-Kita beispielsweise auf den Spruch „Die Affen sind los“, was sich in großen wie kleinen Urwaldbewohnern und viel Spaß äußerte. Wirklich märchenhaft gingen die beiden Kitas der Arbeiterwohlfahrt (AWO) aus Übach und Boscheln zu Werke. Denn hier trafen traumhafte Kostüme auf bestens gelaunte große wie kleine Menschen.
 
 
„Alaaaaaaaaaaaaaaaaaaf!“: Das war auch bei den jüngsten schon der „Kampfruf“.
Foto: Stadt

Konfetti, Kamelle und jede Menge Bützchen späte trafen auch die jecken Bienen vom Verein „FUNtasie“ auf die Narren am Zugrand. Die hatten sich übrigens in diesem Jahr ein wenig verteilt. Dennoch durften die Anwohner des Rathausplatzes und der angrenzenden Straßen sich mit vollem Recht wieder einmal als Epizentrum der Narretei fühlen. Denn hier versammelten sich schon eine gute halbe Stunde vor Eintreffen des Zuges die Jecken, um ihren ganz persönlichen Beitrag zum Straßenkarneval zu liefern. Dass der Rosenmontag unbestritten einer der höchsten Feiertage im Rheinland ist, merkte man aber nicht nur an der besten Feierlaune. Die Menschen kamen nicht nur einfach mit Tüten und Taschen, um ganze Wagenladungen an Kamelle und anderem Wurfmaterial mit nach Hause zu nehmen. Sie drückten ihre Wertschätzung für die durchweg tollen Zugteilnehmer auch in eigenen, teils sehr phantasievollen Kostümen aus. So räkelte sich beispielsweise ein Stoffäffchen an einer schicken Dame, in der Menge war auch ein aufgeblasener Dinosaurier zu erkennen, viele Clowns, Harlekins und andere Spaßmacher machten den Rosenmontagszug in Übach-Palenberg zu einem bunt durchmischten Kaleidoskop des Karnevals.
 
 
Leckeren Inhalt versprachen die Scherpenseeler „Pappnasen“, die sich als Haribos durch die Gegend bewegten.
Foto: Stadt

Schon mit ihren Kostümen hatten übrigens die „Pappnasen“ aus Scherpenseel in Sachen Beliebtheit die Nase ganz weit vorn. Denn als „Haribo“ war bei ihnen der tütenweise Genuss garantiert. Dass sich aber nicht nur ehemals organisierte Karnevalisten immer wieder zu wagenbauerischen und kostümmäßigen Höchstleistungen anspornen lassen, zeigten die vielen jungen Menschen, die gruppenweise dabei waren. So eroberten beispielsweise die Aliens und Astronauten ihr „ABIversium“, die „Deppstreetboys“ zeigten, wie die fünfte Jahreszeit in Hawaii gefeiert wird und die Jungs und Mädels der Kaiser-Karl-Stube waren als „Karls Knackis“ die wohl besten Bankräuber und Kreditberater des gesamten Zuges. Bob Marley, mehrere Horden bananensüchtiger Minions, die grandios kostümierten „Opas und Omas“ um Tanja Stör, Legosteine, Steinzeitbewohner und noch vieles mehr gab es zu bestaunen und zu beklatschen.
 
 Eine von den vielen bananenhungrigen Minions-Gruppen im Zuggeschehen.
Foto: Stadt

Dank der Musik von der Privat-Musikkapelle Scherpenseel und dem Trommler- und Pfeiferkorps Übach-Palenberg stimmte auch die musikalische Begleitung. Und mit seinem Hofstaat machte Stadtprinz Thomas I. (de Jong), der für seine Amtszeit viele Lorbeeren einfuhr von der KG „Lustige Marienberger Jekken“ auch am Zugende eine Top-Figur. Da gab es auch viel Applaus von den KG-Kollegen der Übach-Palenberger Karnevalsgesellschaft (ÜPKG), der KG „Frelenberger Esel“ und der Karnevalsvereinigung „Wurmtal-Funken“, die natürlich auch am schönsten Tag im Karneval nicht fehlen durften.
 
 
Beste Stimmung gab es natürlich auch oben auf dem Prunkwagen der Übach-Palenberger Karnevalsgesellschaft (ÜPKG).
Foto: Stadt
 
Grandiose Kostüme bot diese Truppe teils erstaunlich junger Opas und Omas.
Foto: Stadt