Neujahrskonzert der Bigband "Jazzliv(f)e"

 

Beim Neujahrskonzert der Kreismusikschule gab es die gute Laune gratis dazu.

 
 Mit dem zur schönen Tradition gewachsenen Neujahrskonzert begrüßte die Big Band der Kreismusikschule Heinsberg am Standort Marienberg das neue Jahr.
Foto: Stadt
 
Wenn das mal kein Service ist: Nicht nur, dass die Musiker der Big Band „Jazzliv(f)e“ am Sonntagvormittag einen musikalischen Neujahrsgruß sendeten. In der Aula der Musikschule an der Schulstraße in Marienberg gab es neben der guten Laune durch tolle Musik auch noch ein Update zum Stand der Dinge bei der Musikschule des Kreises Heinsberg, wie sie ganz offiziell heißt. Deren Vertreterin Gerda Mercks freute sich mit den Musikern um Leiter Rainer Tegtmeyer und Sängerin Aradhana Grunenberg nicht nur über das bestens absolvierte Programm im 25. Jahr des Big-Band-Bestehens.

Gerda Mercks zeigte auch die Bedeutung der Schule auf, die unter dem Dach des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) auf qualitativ hochwertigen Unterricht setzt. „Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aller Bevölkerungsschichten“, wie sie ergänzte, „damit übernehmen wir eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe“. Musikalische Bildung mit professionellen Lehrkräften sei Teil einer ganzheitlichen Bildung, betonte Mercks. Mit wöchentlich 770 Unterrichtsstunden von 53 Lehrkräften an 41 Unterrichtsstätten in Erkelenz, Hückelhoven, Übach-Palenberg, Wassenberg und Wegberg decke die Kreismusikschule ein breites Spektrum ab. „Wir begleiten unsere Schüler vom Elementarkurs bis zur Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule, vom Baby- bis zum Seniorenalter“, berichtete sie.

Umso mehr freute es Mercks und die rund 100 Anwesenden in der voll besetzten Aula, dass die Schule weiter in Übach-Palenberg bleibe. Dies geschehe zwar „in anderen Räumen, hauptsächlich in der Gemeinschaftsgrundschule Palenberg, aber mit dem gleichen qualifizierten Unterricht wie bisher“. Noch, so betonte sie, seien Big Band und Schlagzeugunterricht in Marienberg Zuhause, was sie zum Appell „Nichts nützt dem Staat so wie die Musik“ nach Molière ermunterte.

Dass die Musik an diesem Vormittag nicht nur in Worten die Hauptrolle spielte, bewiesen dann Rainer Tegtmeyer und die bestens aufgelegten Musiker. Sie ließen die „Good Times“ aufleben, entlockte Abba-Klassikern wie „Mamma Mia“ den Swing, und fuhren mit dem „Night Train“ von James Brown gekonnt durch die Gehörgänge der Gäste. Gesanglich exquisite Unterstützung gab es dabei von Aradhana Grunenberg, die sich gefühlvoll mit „Dance with my Father“ oder auch schwungvoll mit Terry Gilkysons unverwüstlicher Komposition „Versuchs mal mit Gemütlichkeit“ gab. Applaus ernteten die Musiker im Überfluss, schließlich setzten sie mit einem Beatles-Medley, dem Ohrwurm „Brazil“ und dem grandiosen „Sounds of Silence“ im glänzenden Big-Band-Gewand noch weitere Ausrufezeichen hinter ein prachtvolles Konzert.
 
 
 Sängerin Aradhana Grunenberg sorgte für beste stimmliche Unterstützung der Big Band.
Foto: Stadt