Karnevalistenempfang 2018

 

Der Karnevalsempfang gehört zum Jaheskalender einfach dazu.

 

Ein tolles Bild gaben die versammelten Karnevalisten beim Karnevalsempfang der Stadt Übach-Palenberg im Schloss Zweibrüggen ab.

Foto: Stadt

Zum Glück für die Offiziellen der Stadt gibt es das Schloss Zweibrüggen. Wo sonst ließen sich gekrönte Häupter in prachtvollen Kostümen besser empfangen, und wo sonst passen die prächtigen Kappenzierden manches Karnevalisten in die lichte Raumhöhe, ohne gleich anzuecken? So war das Schloss auch der geeignete Ort, um seitens der Stadt zum Karnevalistenempfang zu laden.


Dabei waren nicht nur die insgesamt vier unter dem Dach des Festausschusses Übach-Palenberger Karnevalsvereine organisierten Karnevalsgesellschaften (KGs) vertreten. Neben der Übach-Palenberger Karnevalsgesellschaft (ÜPKG), der KG Frelenberger Esel, der Lustigen Marienberger Jekken und der Karnevalsvereinigung Wurmtal-Funken, gab es mit den Besuchern aus Landgraaf/NL und der „Jecken Bürgerwehr“ aus Boscheln noch zwei weitere Abteilungen, die ihre Obersten schickten. Das freute natürlich nicht nur Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, der sich bei dieser Veranstaltung wieder einmal auf die perfekte Vorbereitung durch Jutta Gündling und ihr Team verlassen durfte.


„Der Karneval gehört zu Übach-Palenberg wie unser Wasserturm“, hob der Verwaltungschef an. „Diese Tradition gemeinsam zu feiern lassen wir uns von nichts und niemandem nehmen“, legte Jungnitsch noch nach. Da mit Humor bekanntlich alles besser gehe, sei die Pflege des rheinischen Brauchtums Karneval durch die in den KGs und Vereinigungen organisierten Bürger ein hohes Gut. „Die Narren sind das Herz des Karnevals, Jahr für Jahr schenken sie vielen Menschen zuverlässig ein paar unbeschwerte Stunden“, lobte Jungnitsch. Karneval trage zudem zur Integration in der Gesellschaft bei, von dieser Einstellung könnten ein paar Menschen auf der Welt eine große Scheibe abschneiden, sagte er. Mit einem Rückblick auf die bereits erlebten Sessionshöhepunkte und dem Ausblick auf den kommenden Straßenkarneval und die noch „fehlenden“ Veranstaltungen im Saalkarneval, machte Jungnitsch Platz für zwei weitere Redner des Abends.

 

Tanzmariechen Milena Seebald zeigte trotz des harten Steinbodens im Schloss Zweibrüggen eine tolle Leistung.

Foto: Stadt

 
So nahm Bürgermeister Raymond Vlecken aus der niederländischen Partnergemeinde Landgraaf als Motor des limburgischen Karnevals die Einladung gerne an, bei den deutschen Kollegen zu sprechen. Er hatte wie immer keine große Rede vorbereitet, sondern nahm sich einfach Jungnitschs Manuskript, und las die ersten Zeilen erneu vor. Die Lacher hatte er damit auf seiner Seite, aber auch seine ernsteren Töne, die von dem schönen Zusammenhalt über die Landesgrenze hinweg erzählten, fanden Applaus. Den durfte sich auch Wolfgang Dressel als Vorsitzender des Festausschusses Übach-Palenberger Karnevalsvereine abholen. Er strich seine Rede gleich einmal gut zusammen, hatte sein Dienstherr – Dressel arbeitet im Übach-Palenberger Rathaus – doch das meiste schon vorweggenommen. Eins jedoch ließ sich der zweite Wolfgang des Abends nicht nehmen. „Wir werden das Rathaus erobern“, sagte er über den anstehenden Sturm der Jecken auf das Rathaus am Fettdonnerstag. Stadtprinz Thomas I. (de Jong), seines Zeichens Referent des Bürgermeisters, hatte schon in der vergangenen Galasitzung seiner KG, den „Lustigen Marienberger Jekken“, angekündigt, sein Wissen um Hintertürchen und vergessene Zugänge ins Rathaus zu nutzen, um den Bürgermeister seines Amtes zu entheben. „Das war ein Fehler“, gab Jungnitsch zurück, der mit seiner Mannschaft aus Medizinern starke Gegenwehr gegen die anstürmenden Jecken ankündigte.


Neben diesen Ankündigungen gab es aber noch ein paar handfeste Dinge, die wie immer den Karnevalsempfang zu einer runden Sache machten. Neben dem Eintrag ins Gästebuch des Schlosses waren das der eigens zum Empfang verliehene Orden des Bürgermeisters, sowie der tänzerische Beitrag vom Marienberger Mariechen Melina Seebald, die auf dem steinernen Boden in der Eingangshalle des Schlosses ihr Bestes gab. Den fälligen Applaus für diese tolle Darbietung spendeten neben Stadtprinz Thomas I. auch Prinz Jürgen I. von der „Jecken Bürgerwehr“ Boscheln, sowie das Landgraafer Stadtprinzenpaar Claudia und Perry mit Jungprinz Wesley.

 

Regenten unter sich: Prinz Jürgen I. von der „Jecken Bürgerwehr“ Boscheln, Jungprinz Wesley aus Landgraaf, Übach-Palenbergs Stadtprinz Thomas I. und das Landgraafer Stadtprinzenpaar Claudia und Perry (v.l.).

Foto: Stadt