Kostümsitzung der Frelenberger Esel

 

Die Kostümsitzung der Frelenberger Esel kam erst langsam, dann aber gewaltig.

 
Bei der großen Tanzgarde war die eigens angemietete Bühne in der Turnhalle gerade so groß genug.
Foto: Stadt
 
Das mit den Spannungsbögen an Sitzungsabenden ist eine Geschichte für sich bei Karnevalsveranstaltungen im Saal. Die Karnevalsgesellschaft (KG) „Frelenberger Esel“ zeigte bei ihrer Kostümsitzung am Samstagabend in der Turnhalle an der Annabergstraße, wie es wohl auch gehen kann. Denn schon der grandiose Einzug der KG zu den Klängen des Trommler- und Pfeiferkorps „Rheinklänge“ Frelenberg baute die Stimmung im ausverkauften Haus mächtig auf.

Vorneweg lief mit Zeremonienmeister Bernd Lorenczewski, wie schon seit mehr als drei Jahrzehnten als echte Stimmungskanone, vorweg und ebnete dem kleinen närrischen Lindwurm den Weg durch den Saal. Hinter ihm reihte sich auf, was später auf der Bühne für Spaß und Schwung gleichermaßen sorgen sollte.

Denn die KG zeigte sich nicht nur gewachsen, sondern durfte auch bei den Tanzgruppen einen Zugang vermelden. „Wir freuen uns, dass wir nach Jahren wieder einmal die Bambinis zeigen können“, freute sich Vorsitzender und Präsident Marcel Derichs. Und so tanzten sich die jungen Damen in der Besetzung Sharleen Dohmen, Ashley Niepce, Sharleen Niepce und Samantha Werres direkt in die Herzen der begeisterten Gäste. Vor allem Sharleen – erst vier Jahre jung – zeigte im weiteren Verlauf des Abends, dass sie sich dem Tanz eng verbunden fühlt, und machte auch bei Auftritten anderer Gruppen vor der Bühne mächtig mit. Mit der großen Tanzgarde, sowie den Tanzmariechen Alina Klemt und Svenja Röhrich ging danach die Party mit den eigenen Kräften richtig weiter. Zu Ehren der KG stattete auch die Föderation Europäischer Narren der Narrhalla in Frelenberg einen Besuch ab, und brachte neben dem eigenen Tanzpaar und Mariechen Fabienne auch die Garde von der TSG Blau-Weiß Raeren/B mit.
 
 
Sie durfte bei den neu entstandenen Bambinis der Frelenberger Esel auf Händen getragen werden: Die erst vierjährige Sharleen Dohmen war ein Star des Abends.
Foto: Stadt

Doch die erste jecke Rakete des Abends gehörte den „Moonlights“. Die Truppe aus Geilenkirchen wusste mit ihrem militärisch angelegten, choreographisch und tanzsportlich umwerfenden Programm zu begeistern, sodass die Damen noch eine Zugabe drauflegen mussten. Richtig viel Zeit zum Durchschnaufen blieb danach aber nicht, denn mit dem Übach-Palenberger Stadtprinzen Thomas I. (de Jong) von der KG „Lustige Marienberger Jekken“ hatte sich schon der nächste Hochkaräter im Programm angekündigt. Und wie schon bei seinen vorhergegangenen Auftritten begeisterte der Regent mit einer tollen Mischung aus Rhythmik dank der Heerlener Sambaband „Animoso“ und dem eigenen Gesang. „Es wird schräg, aber lustig“, versprach er, und hielt mit seinem eigens eingesungenen Prinzenlied auch Wort, wobei er sich auf tatkräftige Unterstützung der Tänzerinnen seiner KG verlassen durfte. Mit Sänger Florian legten die Frelenberger Esel stimmungsmäßig noch ein paar Holzscheite nach, auch die KG „Rübezahl Silesia“ Aachen ließ danach keine Langeweile aufkommen.
 
 Die Ladys von der Showtanzgruppe „Moonlights“ hatten sich mit ihrer genialen Mischung aus Show und Choreographie die erste Rakete des Abends mehr als verdient.
Foto: Stadt

Und so nahm der Stimmungsbogen, der von Beginn an gut gespannt war, weiter Fahrt auf, denn die vom Herzen kölschen Töne der Band „Op Kölsch“ ließen wohl kaum einen Gast noch auf seinem Platz verharren. Gleiches galt für das brillante Gastspiel der Stadtgarde „Oecher Penn“, die wie immer „mit alle Mann“ der eigens von der KG angemieteten Bühne einem nachdrücklichen Stabilitätstest unterzogen. Stimmungssänger „MänP.“ und zum Schluss noch die „Tiroler Teufel“ mit ihrer angesagten Mischung aus bayrischen Stimmungshits und Karnevalsklängen brachten schließlich nochmal richtig Partylaune mit und ließen so manchen Gast noch lange, nachdem dem letzten Ton verklungen war, in Erinnerungen an eine tolle Sitzung mit vielen Höhepunkten schwelgen.