Die Privat-Musikkapelle Scherpenseel brachten die "Faszination Musik" auf die Bühne des PZ

 

Faszinierende Klänge in all ihren Schattierungen live eingespielt und nicht vom Band, das ist sicherlich ein Teil der „Faszination Musik“, mit der die Privat-Musikkapelle Scherpenseel (PMS) zu begeistern weiß.

 
Eindrucksvoll nicht nur mit ihren rund 60 Aktiven, sondern auch mit einem breiten musikalischen Programm zeigte sich das Konzert „Faszination Musik“ der Privat-Musikkapelle Scherpenseel.
Foto: Stadt
 
Auch im 112. Jahr des Bestehens ist das nicht anders, wie die eindrucksvolle Besucherkulisse im weiten Rund des Pädagogischen Zentrums (PZ) an der Otto-von-Hubach-Straße bewies. Bester Besuch war aber nur ein Garant für ein gelungenes Konzerterlebnis.
 
Ob einzeln oder als Teil des Ganzen: Die Musiker von der Privat-Musikkapelle Scherpenseel verstehen sich auf beste Unterhaltung und tolle Melodien.
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Denn um die auch beim Nachwuchs sehr lebendige Vereinsstruktur mit Lust an der Musik auch in den kommenden Jahren am Leben zu erhalten, kümmert sich die PMS auch um die Ausbildung. „Wie sie wissen, sind Instrumente sehr teuer, und nicht jede Familie hat die Möglichkeiten, ihren Kindern gleich zu Beginn Instrumente zu kaufen“, so Vereinsvorsitzender Bernhard Barwinski zu Beginn des Abends. Darum war das Jahreskonzert der PMS, dem umfangreiche Probenarbeiten vorausgingen, auch als Benefizkonzert für die Jugend des Vereins gedacht. Von dieser aufwändigen Ausbildung profitieren aber nicht nur die Gäste, die schon bei den ersten Takten vom „Einzugsmarsch“ aus dem „Zigeunerbaron“ von Johann Strauß freudig klatschten. Auch der musikalische Leiter Günter Preuth, der seine Musiker mitreißt, einbremst, ermutigt und auch mal zumindest klanglich zusammenfügen muss, zieht aus diesem Tun seinen Vorteil. Schließlich kann er so bei solch hervorragenden Konzertgenüssen wie der „Faszination Musik“ ohne Abstriche ein breites Repertoire toller Titel anbieten.
 
 Angesichts der tollen Leistungen „seiner“ Musiker hatte der musikalische Leiter Günter Preuth genug Grund zum Lächeln.
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Es reichte vom erwähnten Marsch über „Die Schlittschuhläufer“, einen wunderbaren Walzer von Emile Waldteufel bis hin zu modernen Titeln wie den „Songs of the Wizz“ von Komponist, Musiker und Produzent Quincy Jones. Damit die Gäste bei all dem klanglichen Spektakel und dem breit gespannten Programmbogen nicht den Überblick verloren, übernahm Clarissa Engels nicht nur den Part der Querflöte, sondern auch den der gewohnt charmanten Moderatorin. Sie durfte zugleich auch mit dem in Köln lebenden Sänger Jan Bleeker einen weiteren brillanten musikalischen Punkt ankündigen. Er sang sich souverän swingend und mit dem nötigen Schuss Nonchalance durch „Just the Way You are“ von Billy Joel, und machte auch bei „Perfect“ von Ed Sheeran die zum Titel passende stimmliche Figur. Dass die PMS ein Orchester für fast alle Gelegenheiten ist, bewies der überaus opulente Ritt durch die Musikgeschichte, der das Konzert wieder einmal auszeichnete. Da gab es Dinge wie „Die Parade der Zinnsoldaten“ von Léon Jessel, die schmissige „Berliner Luft“ von Paul Lincke, aber auch die Ohrwurmgarantie mit der „80er-Kult-Tour“, in der nach einem Arrangement von Thiemo Kraas die vor allem deutschen Hits der 1980er-Jahre mit all ihrem Glitter und Neuen-Deutschen-Wellenschlag zielsicher in den Gehörgängen der begeisterten Gäste landeten. Für solche Leistungen konnte es nur Bestnoten, viel Jubel und Applaus des Publikums geben.
 
Gewohnt charmant führte Clarissa Engels durch das Programm.
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