Ehrungen und Beförderungen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Übach-Palenberg

 

Schon vor der Tür der Eventlocation „Kupferschmiede“ in Palenberg war klar und deutlich zu sehen, wer dieses Mal zu Gast war. Denn vor der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Übach-Palenberg, parkten die ehrenamtlichen Helfer, die sich dem Vierklang „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ verschrieben haben, ihre Dienstfahrzeuge in eindrucksvoller Aufreihung in Rufweite des Versammlungsortes.

 

Ehrungen und Beförderungen gab es bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Übach-Palenberg, in deren Rahmen Stefan Peters (vorne links) zum Stadtbrandinspektor und stellvertretenden Wehrleiter befördert wurde.
Foto: Stadt

„Es liegt wieder ein arbeitsreiches Jahr hinter uns“, so Wehrleiter Detlef Mäntz, „gut 170 Einsätze waren es bis diese Woche“. In diese eindrucksvolle Zahl fließt im Gegensatz zum Vorjahr dieses Mal kein Unwetter ein. Dazu kamen für die Wehrleute, die ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen, noch eine Vielzahl an Ausbildungen, beispielsweise zum Drehleitermaschinisten, Gruppen- oder Zugführern oder – wie im Falle von Stefan Peters – zum Stadtbrandinspektor.

50 Kameraden aller Löschgruppen aus der ehemaligen Zechengemeinde haben an mindestens einer Ausbildung teilgenommen. „Da kommen insgesamt über 2000 Ausbildungsstunden zusammen“, rechnete Mäntz vor, „und das noch ohne die Übungsabende an den jeweiligen Standorten zu berücksichtigen.“

Bei den Anschaffungen sah der Wehrleiter die Truppe „voll im Plan“, so wurde die neue Drehleiter abgeholt, dazu kommt am 20. November noch das neue HLF 20 der Löschgruppe Scherpenseel. Damit nicht genug: Für Juli 2018 steht die Abholung des neuen LF 20 der Löschgruppe Boscheln an. „Wenn das erledigt ist, haben wir es geschafft, dass alle Löschgruppen so gut wie dieselbe Technik zur Verfügung haben“, schloss Mäntz. Da auch das Material überwiegend dasselbe sei, könne eigentlich jeder Kamerad der Wehr an jedem Löschgruppenfahrzeug arbeiten.

Nicht nur der Wehrleiter selbst, sondern auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch lobte gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Marie-Luise Hermanns den Einsatz der Wehrleute. „Die Freiwillige Feuerwehr ist für unsere Stadt unentbehrlich, für die Rettung und den Schutz der Bürger unseres Ortes“, so Jungnitsch im Beisein des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Claus Vaesen. „Wir wissen, wir können auf Sie vertrauen, und das gibt uns allen ein gutes, ein sicheres Gefühl“, sagte er vor den rund 60 Anwesenden. Er freute sich aber auch über die gelungen technischen Neuzugänge und die aktive Kampagne mit dem Titel „Du fehlst!“, mit der auch die Übach-Palenberger Feuerwehr auf einen drohenden Mangel an Wehrleuten reagiert. „Ich hoffe, dass sich viele junge Menschen, aber auch gestandene, ältere Mitbürger melden, denn nur so kann eine Freiwillige Feuerwehr langfristig existieren“, schloss Jungnitsch.

Ihre Jahreshauptversammlung nutzten die Wehrleute auch, um Ehrungen und Beförderungen für verdiente Kameraden auszusprechen. So wurde Thomas Fuchs zum Löschgruppenführer in Scherpenseel ernannt, Boris Schönen zum Brandinspektor und stellvertretenden Zugführer des ABC-Zuges ernannt, und Stefan Peters ist nun Standbrandinspektor und stellvertretender Wehrleiter. Die Beförderung zum Brandinspektor nahmen Marcel Karlowitz und Christoph Savoir entgegen, ab sofort sind Marcel Hentschel und Marcel Hölscher im Rang des Brandmeisters für die Feuerwehr im Einsatz. Mark Kals wurde für zehnjährige Zugehörigkeit zur Wehr ausgezeichnet, auf 15 Jahre blickte Andreas Willmes und Carsten Krieg feierte mit 25 Jahren sein silbernes Feuerwehrjubiläum.