22. Cafékonzert des Trommler- und Pfeiferkorps 1926 Übach-Palenberg e.V.

 

Beim 22. Café-Konzert gab es wieder hochkarätige musikalische Gäste.

 
 
Es gibt nur wenige Musikvereinigungen, die sich die Logistik für einen Konzertnachmittag bei dem viele Gastvereine auftreten aufbürden. Das Trommler- und Pfeiferkorps Übach-Palenberg gehört dazu, und auch bei der inzwischen 22. Auflage seines überaus beliebten Café-Konzertes war der Lohn der Arbeit ein begeistertes Publikum.

In der schönen historischen Lohnhalle des Carolus-Magnus-Centrums (CMC) begrüßte Vorsitzender und Moderator Manfred Weinmann nicht nur Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, sondern auch weitere gut 300 Besucher. Vier Gastvereine standen auf dem Programm, was nicht nur eine große Vielfalt an Bühnenspielen bedeutete, sondern natürlich auch eine Menge Arbeit hinter den Kulissen. Doch die lief reibungslos ab, denn Manfred Weinmann und „seine“ Mannschaft sind ein eingespieltes Team, wenn es um dieses außergewöhnliche Konzertangebot geht. „Ich freue mich, dass auch in diesem Jahr die Halle wieder so gut besetzt ist“, sagte er. Und der versprochene musikalische Reigen hielt tatsächlich, was das Label „Café-Konzert“ schon seit Jahrzehnten verspricht.

Der Auftakt gehörte in diesem Jahr dem Trommler- und Pfeiferkorps Kinzweiler. Sie spielten sich durch ein Repertoire, dass unbedarfte Gäste des Tages vielleicht so nicht von einem Korps erwartet hätten. Das bedeutete viel Applaus als verdiente Ehrerbietung ob solch guter Leistungen. Die hätte es ohne Zweifel übrigens auch bei der Feier zum 90-jährigen Bestehen des Trommler- und Pfeiferkorps Übach-Palenberg gegeben. Doch das akribisch geplante Open-Air-Festival auf dem Rathausplatz musste schließlich aufgrund der Wetterlage abgesagt werden. „Leider viel Arbeit für nichts, aber trotzdem möchte ich mich hier nochmals bei den vielen Helfern bedanken“, schloss Manfred Weinmann.

Den Dank durfte er danach weiterreichen an den „Fluit- en Tamboerkorps Excelsior“ aus Montfort/NL. Ein Verein, zu dem die Übach-Palenberger bislang kaum Verbindungen hatten, der sich aber mit einem gigantischen Aufwand – beispielsweise riesigen Xylophons – und einem herrlichen Klangbild sofort in die Herzen der Gäste spielte. So machten auch vielleicht längst überhörte Klassiker aus der Popmusik im neuen klanglichen Gewand von „Excelsior“ richtig viel Spaß.

Das Trommler- und Pfeiferkorps Loverich-Floverich dürfte den Dauergästen des Café-Konzerts schon in guter Erinnerung sein. Denn genau vor elf Jahren sorgten sie beim damals elften Konzert der jährlich einmal stattfindenden Reihe für viel gute Laune. Und das war auch dieses Mal so, da durften am Ende auch die Spielleute vom Spielmannszug Niederheid nicht fehlen. Die langjährige Freundschaft zwischen den Niederheidern und den Übach-Palenbergern wurde auch dieses Mal wieder klanglich hochleben lassen. Und auch wenn die 90-Jahr-Feier der Gastgeber dann am Ende nur ein wetterbedingter Ausfall war, dürfen sich die Musikfreunde schon jetzt auf die nächste Auflage des Café-Konzertes freuen. „Ich gehe davon aus, dass es im nächsten Jahr eine 23. Auflage geben wird“, schloss Manfred Weinmann, und damit handelte er sich den verdienten Beifall für so viel Arbeit und viel ehrenamtliches Engagement im Sinne der Musik ein.
 
Klanglich ohne Zweifel sehr beeindruckend war das erste Gastspiel des „Fluit- en Tamboerkorps Excelsior“ aus Montfort/NL beim inzwischen 22. Café-Konzert in Übach-Palenberg.
Foto: Stadt