Das Maifeld weckt Bewegungsfreude
Am besten lassen sich die Weiten des Maifeldes auf zwei Rädern entdecken – am allerbesten auf solchen, die man ohne Zuhilfenahme von PS mit den eigenen Beinen bewegt.
Radwandern ist hier eine paradiesisch leichte Freude auch für wenig trainierte Freunde des Drahtesels, denn es gibt etliche gut ausgebaute Routen, die nur mit sanften Gefäll- und Steigungsstrecken den Körper in Schwung bringen. Zusammen mit ebenfalls leicht befahrbaren Wirtschaftswegen gibt es im Maifeld ein Netz von rund 100 Kilometern Streckenlänge, das Highlight wie das 40 Meter hohe Viadukt über das Nettetal oder zwei beleuchtete Tunnel von 250 und 500 Metern als besonderen Anreiz bietet. Familienfreundlichkeit ist hier Trumpf: Auf einer ausgedienten und fast ebenen Bahntrasse zwischen Münstermaifeld, Polch, Ochtendung und Mayen ist der Rad-Wanderweg Maifeld ein ungetrübter Spaß für Jung und Alt.
Für Schutz vor störenden Seitenwinden sorgt eine üppige Heckenbepflanzung, die zugleich Heimat für zahlreiche Singvögel geworden ist. Vor allem die kleinen Radsportler freuen sich über einen ganz besonderen Zwischenstopp auf der kleinen Reise, die zwischen Polch und Münstermaifeld hin und zurück die angenehme Distanz von 20 Kilometern bewältigt. Bei Mertloch ist ein liebevoll gestalteter Natur- und Abenteuerfreizeitplatz entstanden, nach den neuesten Erkenntnissen der Spielpädagogik. Hier können Eltern ihre Sprösslinge unbesorgt eine Weile sich selbst überlassen und Ruhe tanken, während die Kinder in Baumhäusern Verstecken spielen, sich im sauberen Sand beim Burgenbau vielleicht von der Ruine Wernerseck inspirieren lassen oder auf dem Waldlehrpfad ganz einfach neue Freunde und neue Interessen finden.
So wird nicht nur das Radfahren zum unbeschwerlichen Genuss pur, auch Inlineskater oder Nordic-Walker können sich dank der gut gepflegten glatten Oberfläche ohne jeglichen Stress bewegen und die Blicke in die Natur schweifen lassen. Doch an der Strecke gibt es nicht nur Augenschmaus. Für den Gaumen ist ebenfalls bestens gesorgt, denn Bewegung macht hungrig und durstig. Direkt am Radweg liegen gepflegte gastronomische Angebote, mal mit rustikalen Leckereien und mal mit moderner Landhausküche. Vor allem die Spezialität der Region, die Kartoffel, wird hier zu allerlei Köstlichem verwandelt: eine spezielle Eifelpizza, der Polcher Kartoffelstrudel oder das Eifeler Kartoffelschnitzel sind zur Berühmtheit bei Liebhabern der raffinierten Kochkunst gelangt. Wer ein wenig vom Radweg abkommen mag, der findet in der näheren Umgebung weitere delikate Zwischenstopps, die sich zur Stärkung und zur Erfrischung lohnen.
Die Hauptstrecke des Maifeld Radwanderweges berührt immer wieder einen Skulpturenweg: Das Open-Air-Museum "SkulpTOUR mit und ohne Rad" macht Lust auf Kunst zum Anfassen. Renommierte Künstler des in der Kunstszene berühmten Symposions „Lapidea“, das regelmäßig bei Mayen stattfindet, haben vor allem die vulkanischen Gesteine der Umgebung wie Basalt oder Tuff genutzt, um ihrer Fantasie handfesten Ausdruck zu geben. Die sind mal wuchtig wie beim „Stier“ oder beim „Bockspringer“, mal verspielt wie bei den „Schwingenden Rohren“. Immer aber machen sie neugierig und fügen sich als optische Herausforderung in die Landschaft ein.

