Übach-Palenberg erhält den Startschuss für die Entwicklung einer riesigen Gewerbefläche

 
Rund um die Kreuzung an Waldhausen und McDonald’s soll künftig in allen vier Ecken Wirtschaft drin stecken.
Foto: Markus Bienwald
 
In der allgemeinen Krise sorgt eine kleine Mitteilung der Bezirksregierung Köln in der ehemaligen Zechengemeinde derzeit für beste Laune. Denn mit der so genannten 15. Änderung des Regionalplanes Köln wird die Tür zur Erweiterung des jetzt schon sehr erfolgreichen Gewerbegebietes Holthausen ganz weit aufgestoßen.
 
„Es geht hier um 35 Hektar Fläche, die bis zum Gut Drinhausen reichen wird“, berichtet Achim Engels von der Stadtverwaltung dazu. Gemeinsam mit dem bald aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Wirtschaftsförderer Hans-Peter Gatzen hat er das Ganze federführend begleitet.
 
Obwohl mit dem geänderten Regionalplan noch keine bauplanerische Umsetzung einhergeht, könnte in Zukunft aber zu allen Seiten der großen Kreuzung an der B 221 in Höhe von Waldhausen/McDonald‘s dann in allen vier Ecken Wirtschaft drin stecken. Da am Standort schon gigantische Betriebe wie die Schokoladen- und Brotfabrik für den Lidl-Konzern vorhanden sind, will die Stadtverwaltung nun eher auf mittelständische Unternehmen setzen. „Unsere Zielrichtung sind Flächen für mittelständische Betriebe“, führt Achim Engels weiter aus.
 
Wie aus Unternehmerkreisen vor Ort zu hören ist, liegen bei der Verwaltung schon einige Anfragen für größere Flächen vor. Genau dort könnte das künftig erweiterte Gewerbegebiet ansetzen und den Standort Übach-Palenberg ausbauen. „Aufgrund der guten Vermarktung von Gewerbeflächen in den letzten Jahren besteht bei Stadt Übach-Palenberg dringender Handlungsbedarf neue Flächen für Handwerk und Gewerbe auszuweisen. In spätestens fünf Jahren werden alle Flächenreserven für das Gewerbe ausgeschöpft sein“, so Engels weiter. Auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch freut sich über diesen ersten wichtigen Schritt in Richtung Ausbau des Gewerbestandortes, werden doch noch in diesem Jahr mit dem anstehenden Ausbau der B57n bessere Verkehrsanbindungen geschaffen. „Bis zur Autobahn haben wir von diesem Gewerbegebiet dann keine Ortsdurchfahrt mehr und Sie können in sieben Minuten an der Autobahn sein“, rechnet Engels vor.
 
Klar ist aber auch, dass dies nur der Beginn der Planungen für ein mittel- und langfristig zu entwickelndes Gewerbegebiet sein kann. „So hat die Bezirksregierung klar gesagt, dass wir nur abschnittsweise entwickeln dürfen“, schließt Engels. Damit werden die 35 Hektar wohl in den kommenden fünf bis zehn Jahren weiterentwickelt. „Das Verfahren wird sich aber noch mindestens ein Jahr hinziehen“, unterstreicht Engels.
 
Zwar können noch Auflagen gemacht werden, oder aber die gesamte Planung wegen wichtiger Gründe, die andere Behörden vortragen, ganz eingestellt werden. Dennoch ist der erste Schritt in die Planung allemal eine gute Perspektive für Übach-Palenberg. Denn gerade auch mit Blick auf die umliegenden Kommunen – in Herzogenrath wird derzeit das ehemalige Vetrotex-Gelände auch für handwerkliche und kleinere mittelständische Unternehmen weiterentwickelt – muss sich die frühere Zechengemeinde gut aufstellen.
 
Mit dazu beitragen könnte auch, dass das kleine Teilstück der Roermonder Straße zwischen der Kreuzung Waldhausen/McDonald’s und der Einmündung zur Jülicher Straße dann durch die zuständigen Behörden für eine andere Zufahrtsweise geöffnet wird. So ist bisher die direkte Zufahrt zu den entlang der Straße wie Perlen aufgereihten Gewerbebetrieben nicht möglich. Eine Änderung könnte hier dafür sorgen, dass Kunden dann nicht wie bisher über Stichstraßen, sondern über direkte Zufahrten auf den Firmengrundstücken gelangen können.