Protokoll Auftaktveranstaltung Lokale Bündnisse in Übach-Palenberg

 

12.03.2008, Lohnhalle des CMC, 17.45 Uhr -ca. 21 Uhr

Anwesende:

Redner:

Begrüßung: Frau Eva Maria Piez, stellv.Bürgermeisterin
Herr Pfarrer Jens Sannig, Superintendent, Evangelische Kirchengemeinde Übach-Palenberg Frau Stefanie Peters, Geschäftsführerin der Firma Neuman & Esser, Übach-Palenberg


Moderatoren:

Herr Hans-Jürgen Oehlschläger, Leiter des Kreisjugendamtes Heinsberg Herr Ralf Kouchen, Leiter des Stadtentwicklungsamtes
Herr Volkhard Dörr, Leiter des Amtes für soziale Angelegenheiten und Personenstand


Verwaltung:

Herr Engelbert Piotrowski, Erster Stadtbeigeordneter Herr Michael Wirth, Abteilungsleiter Bürgerservice
Frau Maike Heinen, Amt für soziale Angelegenheiten und Personenstand


Gäste:

siehe Anwesenheitsliste


Zur Auftaktveranstaltung lokale Bündnisse für Familie in Übach-Palenberg am 12.03.2008 in der Lohnhalle des CMC wurden knapp 250 mögliche Akteure aus den verschiedensten Bereichen eingeladen. Im Vorfeld hat es etwa 90 Rückmeldungen per Telefon, Fax oder Email gegeben, davon etwa 65 Zusagen und 22 Absagen. In die Anwesenheitslisten, die in den Workshops verteilt wurden, haben sich am Abend des Planungstreffens insgesamt 59 Personen eingetragen. Zu Beginn des Abends waren etwa 80 Personen anwesend. Einige haben die Veranstaltung vorzeitig verlassen oder nicht an den Workshops teilgenommen.

Auffallend war, dass kaum Vertreter aus den Bereichen der Sportvereine und der Unternehmen teilgenommen haben. Überwiegend kamen die Teilnehmer aus den Bereichen Kindergärten, Politik und Kirche.

Zur Begrüßung wurden Getränke und Canapees gereicht. Um 18.15 Uhr ergriff Eva Maria Piez, die den erkrankten Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll vertrat, das Wort. Sie begrüßte die Anwesenden, stellte kurz die Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" vor und bedankte sich bei den Rednern, Moderatoren und beim Geschäftsführer des CMC.

Anschließend erläuterte Pfarrer Jens Sannig die Familiengerechtigkeit als Schlüssel für die Ordnung des gesellschaftlichen Lebens. Frau Stefanie Peters referierte hiernach über Unternehmen und Familienfreundlichkeit. Die Beiträge von Herrn Sannig und Frau Peters sind dieser Niederschrift als Anlage beigefügt.

Die Anwesenden verteilten sich dann auf die Arbeitsgruppen, die in drei verschiedenen Besprechungsräumen ihre Ergebnisse erarbeiteten.

 

Workshop A (Kinderbetreuung/Familie und Arbeitswelt, Moderator: Hans-Jürgen Oehlschläger) bestand aus 23 Teilnehmern und hat folgendes erarbeitet:

  • Der Informationsfluss muss besser werden. Oft sind Angebote nur unzureichend bekannt. Möglichst sollte es einen zentralen Ansprechpartner geben.
  • Bei der Kinderbetreuung und - erziehung können öffentliche und kirchliche Institutionen nur ergänzend tätig werden. Die Großfamilie mit Eltern und Großeltern leistet die wichtigste Arbeit bei der Erziehung und Kinderbetreuung und muss deshalb gestärkt werden.
  • Es muss eine Änderung in der Denkweise geben. Hierbei muss jeder an seine persönliche Einstellung zu Familie appellieren: Ist Familie noch "in"?
  •  Vereine leisten einen wichtigen Beitrag zur Jugendarbeit. Deshalb sollten sie besser gefördert werden.
  • Aktionstage für Jugend und Familie sollten eingeführt werden.
  • Freizeitangebote von Sportvereinen für Jugend und Familie sollten ausgebaut werden
  • Es wird eine betriebsunterstützte Kinderbetreuung während der Arbeitszeit in der Nähe des Arbeitsplatzes mit einem Ganztagsangebot gewünscht
  • Es werden mehr Kita-Plätze für unter Dreijährige gewünscht
  • Eine finanzielle und personelle Unterstützung bei der Mittagsbetreuung in Kindergarten und Schule wird benötigt
  • Eine flächendeckende Einrichtung von Familienzentren sollte herbeigeführt werden. Hierbei sollte die Kindertagespflege ausgebaut werden
  • Nachbarschaften müssen gestärkt werden, um Ein-Eltern-Familien oder Familien ohne Verwandte zu unterstützen
  •  Netzwerke .Farnlllenpatenschaften" sollen aufgebaut werden 
  •  Patenschaften von Ärzten/Kinderärzten in Kindergärten und Schulen sollen gegründet werden
  • Vereine sollen kooperativ mit Familienzentren und Schulen zusammenarbeiten, um differenzierte, kindgerechte Bewegungsangebote für bewegungsinaktive Kinder sicherzustellen
  • Es muss finanzielle Unterstützung für Familien bei Ferienfahrten oder ähnlichem geben. Hier wird eine Ressourcenbündelung über das Bündnis gewünscht
  • Es sollte Angebote für Kinder und Jugendliche in allen Ferien geben
  • Bürgerschaftliches Engagement soll gefördert und in Betrieben und Behörden vorgestellt werden

 

Workshop B (Wohnumfeld/Lebensraum Stadt, Moderator: Ralf Kouchen) bestand aus 14 Teilnehmern und ist zu folgenden Ergebnissen gekommen:

  • Der Leerstand der Carolus-Magnus-Allee und im Ortsteil Palenberg soll behoben werden
  • Es soll bezahlbare Seniorenwohnungen geben Der ÖPNV soll verbessert werden
  • Die Wirtschaftswege sollen ausgebaut werden Ein Jugendforum soll eingerichtet werden
  • Das Angebot an .Juqendspielplätzen" für ältere Jugendliche soll verbessert werden Eine Crossbahn wird gewünscht
  • Die Rockfabrik soll wieder geöffnet werden

 

Workshop C (Förderung der Familie, Moderator: Volkhard Dörr) bestand aus 22 Teilnehmern und hat folgende Ergebnisse erarbeitet:

  • Ein Begrüßungsgespräch für alle Neubürger soll eingeführt werden
  • Ferienangebote sollen in den kompletten Ferien kontinuierlich und verlässlich durchgeführt werden
  • Anträge zur Finanzierung von Angeboten (z.B. Ferienspiele) an die Stadt müssten im Vorfeld und schneller bearbeitet werden
  • Finanzielle Unterstützung muss schneller und umfassender geleistet werden, z.B. bei Schulutensilien, Klassenfahrten, Kultur etc.
  • Öffentlichkeitsarbeit muss ausgebaut werden, z.B. bei der Darstellung von Vereinen Es muss ein frühes Krisenmanagement/Prävention mit einer vielschichtigen Beratung in Krisensituationen für Familien geben, möglichst bevor Probleme entstehen
  • Alle für Familien relevanten Einrichtungen und Vereine sollen vernetzt werden Aufsuchende Arbeit sollte intensiviert werden, hierbei sollen Institutionen als Dienstleister fungieren
  • Schwellenängste müssen abgebaut werden
  • Angebote zu Beratung, Aktivitäten, Kultur und Sport müssen zentral an einer Stelle (z.B.Stadtverwaltung) abrufbar sein
  • Die vorhandenen Möglichkeiten müssen für Migranten transparenter gemacht werden, beispielsweise durch eine .Inteqratlonsaqentur"
  • Ehrenamtier müssen gestärkt werden, z.B. auch durch Schulungen
  • Den Familien müssen positive Erlebnisse bereitet werden
  • Es soll ein Vereinsatlas entworfen werden
  • Alle Generationen müssen Berücksichtigung finden
  • Es soll mehr Veranstaltungen für einen gesamten Familienverbund geben Familienfreundlichkeit gibt es nicht zum Nulltarif
  • Eine Vernetzung der Unterstützung muss erfolgen: Beratung und Unterstützung bei Haushaltung, Geldeinteilung, Geldorganisation, Sammlung und Weitergabe von Bekleidung, Spielzeug, Schulmaterial (neu und gebraucht), Selbsthilfe + Anleitung dazu, Unterstützung bei Anträgen, Ämtergängen, Aussprechen + Zuhören, trösten und raten, Gespräche, Kinderbetreuung, Weiterleitung untereinander, Hausaufgabenhilfe
  • Kurse für Familien und Erlebnispädagogik sollen angeboten werden Es soll eine Begrüßung für Migranten geben
    Ein Familienatlas soll gegründet werden

Die Ergebnisse aus den Workshops wurden anschließend von den Moderatoren im Plenum vorgestellt. Es wurde festgestellt, dass die Zeit in den Workshops zu knapp war. Deshalb sind weitere Treffen in den Arbeitsgruppen geplant.

Herr Dörr forderte alle Anwesenden dazu auf, nunmehr die Gründungsvereinbarung zu unterschreiben. Dieser Aufforderung folgten 40 Teilnehmer:

1)   Gerhard Gudduschat, CDU-Fraktion
2)   Eva Maria Piez, SPD-Fraktion
3)   Ralf Kouchen
4)   Roswitha Bischhaus- Trotnow, UWG-Fraktion
5)   Petra Meyer, UWG-Fraktion
6)   Norma Kuhlmey, SPD und ASF
7)   Ulla Sevenich-Mattar, Awo-Kreisverband Heinsberg
8)   Iise Kempis, Awo-Kita Boscheln
9)   Alfred Förster
10) Birgit Lieber, christI. Kiga-Verein
11) Schollmeyer, Christiane, Integrative Kita Awo Scherpenseel
12) Vera Sarasa, UWG-Fraktion
13) Corinna Wein hold, UWG-Fraktion
14) Norbert Frensch,
15) Hans-Jürgen Oehlschläger, Kreisjugendamt
16) Margret Rutte, kath.Kirche St.Dionysius Übach
17) Waltraud Drolshagen, Mehrgenerationenhaus
18) Stefanie Peters, Fa. Neuman&Esser
19) Elfriede Kliber, TuS 09 RW Frelenberg
20) Heinz-Günter Jünger, IHK Aachen 
21) Jens Sannig, Evangelische Kirchengemeinde Übach-Palenberg
22) Monika Freialdenhoven, Diakonisches Werk
23) Norbert Goretzka, Jugendhaus Altes Kloster Marienberg
24) Sylke Kreyes, Awo- Beratungsstelle
25) Hans-Werner Quasten, Altenheim StJosef
26) Herbert Konrads, CDU
27) Heinz Paulsen,
28) Heiner Weißborn, SPD-Fraktion
29) Monika Klüppel
30) Peter Wiebusch
31) Rolf Windeck
32) Alexander Zenker, städ1.Streetworker
33) Heinz-Peter Mines
34) Silke Seifert, AWO-Kiga Übach
35) Anita Zepp, ASB Wassenberg
36) Martina Stolz, Kita S1. Theresia Palen berg
37) Angelika Wever, Kita S1. Maria Heimsuchung Marienberg
38) Helmut Hoch
39) Marion Dalmisch, Jugendzentrum
40) Hans-Josef Krawanja, AWO Freienberg
41) Neuapostolische Kirche Gemeinde Boscheln