Jahresrückblick 1942

 

Das Jahresgeschehen in Übach-Palenberg in Stichworten...


Januar/Februar 1942
                      Das Jahr 1942 als PDF                                                      

5.1.:
Der bisherige NSDAP-Kreisleiter Konrad Volm (MdR) aus Übach wurde in die besetzten Ostgebiete abkommandiert im Auftrag des dortigen Reichsministerium. 9.1.: Mit Filmen wie "Frauen sind bessere Diplomaten" vergaßen die Menschen, u.a. auch im Kino Palenberg, den bedrückenden Kriegsalltag. 9.1.: Aufführung der Operette "Meine Schwester und ich" von R. Benatzky im Feiersaal Carolus-Magnus in Palenberg. Eine KDF-Veranstaltung.


Abb. 1: Das Übacher Freibad im Jahre 1942. Das Wetter scheint hier symbolisch für die Kälte dieser Zeit zu stehen. Foto: Privat
Abb. 1: Das Übacher Freibad im Jahre 1942. Das Wetter scheint hier
symbolisch für die Kälte dieser Zeit zu stehen. Foto: Privat

18.1.: Konzert des Gemeindeorchesters Übach. 2.2.: Eine Schäferherde von 257 Tieren weidete in Übach. Der Schäfer hatte jedes "abgehende" Tier polizeilich zu melden. 11.2.: Aufführung des Lustspiels "Der Widerspenstigen Zähmung" von Shakespeare im Feiersaal Carolus-Magnus in Palenberg. Eine KDF-Veranstaltung (KDF = Kraft durch Freude). 14./15.2.: "Tag der Polizei" mit Haussammlungen durch Polizeibeamte. Sammelergebnis für Übach-Palenberg am "Tag der Polizei": 3.005,06 RM. 16.2.: Es wurde ein Hochwasserschutzdienst eingesetzt, zu dem 14 Personen rekrutiert wurden. 20.2.: Zu Notstandsarbeiten (Räumung der Hambückerstraße von der Roermonder Straße in Richtung Baesweiler) wurden 13 Personen herangezogen, damit die Straße nach starkem Schneefall wieder passierbar wurde. 22.2.: Gemeinsames Konzert des Gemeindeorchesters Übach-Palenberg mit dem ÜGV 1848.
   
März/April 1942

3.3.: Hochwasser in Frelenberg, Geilenkirchener Straße. Feuerwehreinsatz von 20.00 Uhr bis 2.30 Uhr, ebenso einen Tag später auf dem Rathausplatz, die Carolus-Magnus-Straße und die Talstraße, verursacht vor allem durch Schneeschmelze. 9.3.: 38. Ratssitzung der Gemeinde Übach-Pale¬nberg im Sitzungssaal des neuen Rathauses: Gemeinderat Her-mann Jansen verstorben, dafür kommt Georg Höllinger aus Frelenberg. 2. Nachtrag 1941: Gesamt jetzt:-1.329.626,04 RM, außerordentlich jetzt: 138.285,-- RM, ab 15.2.42 Polizeimeister Adrian aus Alsdorf nach Übach versetzt. Abzweigung der Straße von der Rimburger Straße heißt jetzt "Am Bucksberg". Hochwasserschäden auf Grund der Schne¬eschmelze, Hochwasser auf dem Adolf-Hitler-Platz wird der Gewerkschaft Carolus Magnus zur Last gelegt, Hochwasserschadensansprüche der ABS in Frelenberg werden nicht anerkannt, Gemeinde soll sich dort an Verbesserung der Kanäle beteiligen. März: Die Gemeinde wurde verpflichtet, ab Schuljahr 1942/43 eine Hauptschule einzurichten. Zwei bis drei der Klassenbesten aus den Volksschulen sollten diese besuchen. 12.3.: In der Gemeinde lebten zu diesem Zeitpunkt 199 "fremdvölkische Arbeiter", davon 118 Kroaten und 43 Polen. 20.3.: Aufführung von "Junger Wein in alten Schläuchen" von Heinz Steguweit im Feiersaal Carolus-Magnus in Palenberg. Eine KDF-Veranstaltung. 21.3.: Betriebsvortrag der Gewerkschaft Carolus-Magnus im Feiersaal Carolus-Magnus: Dichterlesung von Heinrich Zerkaulen. 31.3.: Gliederung des Feuerschutzwesens: Löschbezirk Übach mit einer Motorenspitzengruppe unter Obertruppführer Matthias Delahaye, einer Hydrantengerätegruppe mit Truppführer Wilhelm Brouwer, Löschbezirk Palenberg mit einer Hydrantengerätegruppe unter Obertruppführer Leonhard Johnen, Löschbezirk Frelenberg und Zweibrüggen mit einer Hydrantengerätegruppe mit Truppführer Josef Mingers, Löschbezirk Scherpenseel mit einer Hydrantengerätegruppe unter Truppführer Josef Schlebusch, alles unter Oberleitung des Gemeindebrandmeisters, Oberzugführer Savoir aus Übach. 31.3.: Die Schülerzahlen in Übach-Palenberg: Volkschule Frelenberg: 33, Volksschule Palenberg: 58, Volksschule Scherpenseel: 217, Volksschule Übach: 441, Volksschule Boscheln: 770, Volksschule Marienberg: 263. Es unterrichteten 52 Lehrpersonen. 31.3.: In Übach-Palenberg wurden an Reichsverbilligungsscheine I zwischen April 1941 und März 1942 insgesamt 21.495 Scheine ausgegeben, Reichsverbilligungsscheine II = 11.198. 1.4.: In der Großgemeinde Übach-Palenberg arbeiteten 436 Grenzgänger (d.h. in ÜP arbeiten und in Holland wohnen). 6.4.:  Schelmenstück der Laienspielschar Palenberg mit dem Stück "Ach Majestät" in der Feierhalle Carolus-Magnus. 7.4.: Reichmarschall Göring hatte zur freiwilligen Hilfe in der Landwirtschaft aufgerufen. In Übach-Palenberg wurden von der NSDAP-Ortsgruppe Übach die Invaliden Josef Hagen, Matthias-Josef Pöschkens, Georg Harler, Wilhelm Oudenhoven, Fritz Esser und Heinrich Mingers gemeldet. 10.4.: Der für Übach-Palenberg mit zuständige Ortsverband der Technischen Nothilfe Geilenkirchen erhielt aus Haushaltsmitteln von Übach-Palenberg 218,67 RM Zuschuss. 12.4.: Knappenwunschkonzert im Carolus-Feiersaal im Verwaltungsgebäude zu Gunsten des Winterhilfswerkes. 19.4.: Kirchenmusikalische Andacht in Boscheln. Der Kirchenchor sang: "Der Erlöser" mit Streichquartett und Orgel. 20.4.: Die NSDAP-Ortsgruppen Übach und Palenberg führten im Kinosaal Mehlkop eine "Führer-Geburtstagsfeier" durch. 23.4.: Das 4 1/2-jährige Kind Christel K. ertrank in der Wurm (Nähe In der Schley). 26.4.: Aufführung des Lustspiels "Minna von Barnhelm" von G.E. Lessing im Feiersaal Carolus-Magnus in Palenberg. Eine KDF-Veranstaltung. 27.4.: 39. Ratssitzung der Gemeinde Übach-Palenberg im Sitzungssaal des neuen Rathauses: Haushalt 1942: 1.140.239,-- RM, Bürgersteuer 600 %.
   
Mai/Juni/Juli 1942

4.5.:
Der 7-jährige Wilhelm Muth spielte mit Streichhölzern und entzündete dabei die Scheune, Scherpenseel 189. 16.5.: Der Dachverband der Brieftaubenzüchter erreichte, dass das Brieftaubenhalteverbot in der 6 und 25-km-Grenzzone aufgehoben wurde. Allerdings müssten die Tiere jährlich bei den Behörden gemeldet werden. 24.5.: In der Nacht zum 25. Mai flohen 17 russische Kriegsgefangene aus dem Ostarbeitslager von Carolus Magnus. Einige werden wieder aufgegriffen.

Abb. 2: Bilder aus dem Krieg, dass es den Leuten gutging, waren in den 40er Jahren besonders wichtig für die Angehörigen. Hier der Frelenberger Heinrich Haselier während seiner Wehrmachtzeit 1942. Foto: Haselier
Abb. 2: Hier der Frelenberger Heinrich Haselier während seiner
Wehrmachtzeit 1942.Lebenszeichen von Angehörigen waren immer
beruhigend, wenn es den Soldaten gut ging  Foto: Haselier

Juni:
Fronleichnamsprozessionen wegen Fliegerangriffe verboten. In einigen Ortsteilen war nur ein Gang um die Kirche möglich. 12.6.: Der Übach trat infolge eines Gewitters am Abend hinter der Carolus-Magnus-Straße über die Ufer und überflutete die dortigen Gärten mit Wasser und Schlamm. 15.6.: Unter Leitung der jeweiligen Ortsbauernführer begann die Kartoffelkäfersuchaktion 1942. An 6 Sammelplätzen sammelten sich die Suchtrupps. Suchtermine waren wieder dienstagsnachmittags in den Sommermonaten. 22.6.: Die Personen, die an der Kartoffelkäfersuchaktion unentschuldigt gefehlt haben, erhielten eine gebührenpflichtige Verwarnung. Im Wiederholungsfalle wurde eine Anzeige angedroht. Juni: In Übach-Palenberg war noch Schleichhandel von holländischen Bergleuten an der Tagesordnung, die überteuert hier Waren verkauften, die in Deutschland nicht oder nur gegen Bezugsschein zu haben sind (z.B. Tee, Kaffee, Fette, Textilien, Kakao oder Seefisch). 30.6.: Die Schülerzahlen in Übach-Palenberg zur Jahresmitte: Volksschule Übach: 461, Volksschule Boscheln: 721, Volksschule Palenberg: 582, Volksschule Frelenberg: 357, Volksschule Marienberg: 238, Volksschule Scherpenseel: 216, Gesamtzahl: 2575. 30.6.: Im Jahre 1942 waren in elf landwirtschaftlichen Betrieben in Übach-Palenberg Zivilarbeiter aus dem Generalgouvernement Polen eingesetzt.
Abb. 3: Ein ''Feindflugblatt'', das im Jahre 1942 über Übach-Palenberg abgeworfen worden war. Stadtarchiv
Abb. 3: Ein ''Feindflugblatt'', das im Jahre 1942 über Übach-Palenberg
abgeworfen worden war. Stadtarchiv
   
August/September/Oktober 1942
   
13.8.: Der Bürgermeister teilte dem Landrat mit, dass ausländische Zivilarbeiter restlos in Lagern untergebracht sind, landwirtschaftlich Beschäftigte wohnten bei den jeweiligen Bauern. 8.9.: Zur Landwirtschaft: Ernte 1942 gestiegen, 8 bis 9 Dz je Morgen, Heugewinnung gut, keine Schädlinge, Obsternte je nach Frucht gut oder schlecht, 1785 Schweine, 272 Schafe, Kriegsgefangene gleichen die fehlenden Arbeitskräfte nur mangelhaft aus. 24.9.: Durch Leichtsinn entstand ein Brand im Verkaufsraum des Hillko, Roermonder Str. 25.

Abb. 4: Blick auf die Geilenkirchener Straße in Frelenberg im Jahre 1942. Foto: Privat
Abb. 4: Blick auf die Geilenkirchener Straße in Frelenberg
im Jahre 1942. Foto: Privat

30.9.: In der abgelaufenen Badesaison wurden 48.871 Einlasskarten für das Freibad verkauft, trotz Krieg. 1.10.: Festvorstellung "Clavigo", Trauerspiel in 5 Akten von J.W. Goethe im Kinosaal Palenberg. Veranstalter: Gemeinde Übach-Palenberg und KDF. 7.10.: Die Ortsbauernführer bekamen mitgeteilt, dass Polen auf ihren Kleidungstücken das "P" und Ostarbeiter ein "Ost" haben müssen. Polen dürfen sich in der Gemeinde frei bewegen, Ostarbeiter nur zum Zwecke, die Arbeitsstelle zu erreichen. Wer ungekennzeichnet unterwegs ist, riskierte ein bis zwei Tage Haft ohne Ernährung. 15.10.: Brand in der Bäckerei Fröschen, Talstraße 18. 30.10.: Mit Filmen wie "Die große Liebe" (mit Zarah Leander) sollte die Heimatfront mobilisiert werden. Auch im Kino Palenberg wurde dieser Film gezeigt.
   
November/Dezember 1942

16.11.:
Die Polizei teilte der Zeche mit, dass Ostarbeiter mindestens ein mal wöchentlich Ausgang haben (in Gruppen) und dass ein bewährter Ostarbeiter die Aufsicht führt. Ferner erwog man ernsthaft, den Stacheldrahtzaun um das Lager zu entfernen. 18.11.: Auf der Roermonder Straße geriet ein Radfahrer zwischen zwei LKWs und wurde getötet. November: In diesem Monat fand das letzte Kriegskonzert des ÜGV 1848 in Übach statt. 22.11.: Cäcilienfest des Übacher Kirchenchores mit Hochamt in der Übacher Pfarrkirche. 25.11.: Der Landrat setzte folgende Personen bei der Überwachung der "fremdvölkischen Arbeitskräfte" ein: Hubert Altdorf, Heinrich Fröschen, Eduard Schreiner, Rudolf Schiedeck, Wilhelm Kohnen, Wilhelm Glod, Heinrich Hansen, Adolf Beer, Johann Zaunbrecher, Peter Windmüller, Heinrich Zilgens und Fritz Lösslein. 1.12.: Kirche in Boscheln in den Adventwochen neu gestrichen.

Abb. 5: Winterstimmung auf dem Adolf-Hitler-Platz (späterer Rathausplatz) im Jahre 1942.
Abb. 5: Winterstimmung auf dem Adolf-Hitler-Platz (späterer Rathausplatz)
im Jahre 1942.

4.12.: 40. Ratssitzung der Gemeinde Übach-Palenberg im Sitzungssaal des neuen Rathauses: Jahresrechnung 1940: Einnahme: 1.212.621,95 RM, Ausgabe: 1.093.035.098 RM, außerordentlich: Einnahme: 88.314,81 RM, Ausgabe: 69.617.05 RM, Niederschlagung von Gemeindesteuern, Nachtragshaushalt 1942: Gesamt jetzt 1.268.647,38 RM, außerordentlich: 85.583,38 RM, Müllwagen wurde geliefert, Gemeinschaftsverpflegung im Rathaus. 31.12.: Förderung auf der Zeche Carolus-Magnus für dieses Jahr: 738.650 to. 31.12.: 41. Ratssitzung der Gemeinde Übach-Palenberg im Sitzungssaal des neuen Rathauses: Unter Vorsitz des Ortsgruppenleiters Küppers tagte der Rat. Die freie Stelle des 1. Beigeordneten soll durch Albert Hägele besetzt werden. 31.12.: In der Großgemeinde Übach-Palenberg gab es folgende Lagerstandorte: Lager Carolus Magnus (Fremdarbeiter und Kriegsgefangene), Lager Altes Schulgebäude Frelenberg (Kriegsgefangene), Lager Kaisersaal Adolf-Hitler-Platz Übach (Kriegsgefangene), Lager Marienberg (Ginsterbusch) (Kriegsgefangene), RAD-Lager in Übach (Reichsarbeitsdienst). 31.12.: Der Kriegsbeitrag für die Gemeinde Übach-Palenberg belief sich im Jahre 1942 auf zirka 170.000,-- RM (genaue Zahl liegt nicht vor).

   
Folgende Personen, die im öffentlichen Leben standen, verstarben im Jahre 1942: 17.1.: Karl Bomm (Pfarrer in Übach von 1920 bis 1934, 63 Jahre). 30.3.: Paul Pfeifer (Chormeister des ÜGV von 1902 bis 1936 aus Aachen). 28.10.: Jean Maassen (NSDAP-Ratsmitglied aus Übach von 1935 - 1937, auch ehrenamtlicher Beigeordneter, 52 Jahre).
   
Gedenken an die in Übach-Palenberg wohnenden jüdischen Mitbürger, die zu Tode kamen und/oder ermordet wurden: 30.5.: Meyer Bronowski (in Übach wohnend, im Mai 1942 im KZ Belcezy zu Tode gekommen, 45 Jahre).
   
Aus Übach-Palenberg kommende Opfer des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1942 (Gefallene Soldaten, in Kriegsgefangenschaft oder Lazaretten Verstorbene, Opfer von Sprengmitteln): 22.1.: Matthias Schäfer aus Übach (Adamowka/Russland, 26 Jahre), 22.1.: Artur Stammler aus Palenberg (Mostki/Russland, 28 Jahre), 23.1.: Christian Simons aus Boscheln (Roslawl/Russland, 32 Jahre),

Abb. 6: Einer für viele oder stellvertretend für die Gefallenen des Jahres 1942: Christian Simons aus Boscheln. Stadtarchiv
Abb. 6: Einer für viele oder stellvertretend für die Gefallenen des
Jahres 1942: Christian Simons aus Boscheln. Stadtarchiv

28.1..: Peter Cremer aus Übach (Raum Krjest-Welisch/80 km NW von Witebst/Russland, 32 Jahre), 6.2.: Wilhelm Zitzmann aus Übach (Bol Kalincz/Russland, 33 Jahre), 7.2.: Lambert Hubert Clemens aus Palenberg (Parfino/Rußland, 28 Jahre), 9.2.: Peter Zimmermann aus Übach (Orscha/Kriegslazarett/Russland, 27 Jahre), 17.2.: Heinrich Christian Ludwig Schmauch aus Palenberg (Berditschew/Ukraine, 34 Jahre), 18.2.: Oswald Anton Verstappen aus Übach (Wertnoje/Russland, 33 Jahre), 20.2.: Wilhelm Dehner aus Übach (Aleksino/Russland, 36 Jahre), 20.2.: Johann Josef Steins aus Scherpenseel (Pleskau, 28 Jahre), 21.2.: Arnold Jörißen aus Frelenberg (Tschernytschi bei Shisdra/Russland, 32 Jahre), 24.2.: Paul Erich Karl  Gieselmann aus Marienberg (Belomir/Russland, 25 Jahre), 24.2.: Friedrich Rudolf Meyer aus Boscheln (Smolensk/Kriegslazarett/Russland, 26 Jahre), 3.3.: August Strathen aus Frelenberg (Nisskaricha/Kriegslazarett/Russland, 21 Jahre), 9.3.: Wilhelm Josef Havers aus Scherpenseel (Bereski/Russland, 26 Jahre), 9.3.: Alfons Josef Jung aus Frelenberg (Kling bei Tschertolino/Russland, 20 Jahre), 14.3.: Gottfried Hubert Mehlkop aus Übach (Schala/Russland, 32 Jahre), 23.3.: Johann Rudolf Hansjosten aus Übach (Konduja/Russland, 19 Jahre), 2.4.: Felix Nikolaus Joseph Bergmann aus Palenberg (Kriegsgefangenschaft/UdSSR, 37 Jahre), 7.4.: Willi Claßen aus Boscheln (Luga/Rußland, 21 Jahre), 9.4.: Johann Meurer aus Boscheln (Lak-Babenka/Russland, 28 Jahre), 27.4.: Hubert Josef Vaßen aus Marienberg (Petrowskye/Russland, 31 Jahre), 17.5.: Anton August Host aus Palenberg (Schorobany, Höhe 198,0/Russland, 20 Jahre), 21.5.: Alexander Hanasa aus dem Kriegsgefangenenlager Palenberg (aus dem Zechengelände Carolus-Magnus), 18 Jahre). 22.5.: Johann Wilhelm Frings aus Marienberg (Ramuschewo/Rossland, 36 Jahre), 24.5.: Johann Pennartz aus Boscheln (Feodossino/Russland, 19 Jahre), 27.5.: Peter Josef Stormanns aus Marienberg (Mustolowo/Russland, 32 Jahre), 2.6.: Wilhelm Matthias Rademacher aus Boscheln (Finew-Lug/Russland, 20 Jahre), 12.6.: Johann Peter Mingers aus Frelenberg (Berca-West/Nordafrika, 27 Jahre), 19.6.: Alfons Johann Barthelme aus Marienberg (Ljibino Polz/Russland, 19 Jahre), 28.6.: Gustav Walter Vorthmann aus Übach (Alekseewka/Russland, 33 Jahre). 14.7.: Michael Franken aus Palenberg (El Alamein/Nordafrika, 22 Jahre), 16.7.: Heinz Emil Johann Willi Vieregge aus Palenberg (Bugajewska/Russland, 22 Jahre), 4.8.: Karl Franz Engelen aus Übach (Armina/Russland, 34 Jahre), 8.8.: Karl Heinrich Lake aus Palenberg (Ssurowikino/Russland, 21 Jahre), 10.8.: Hubert Franz Vaßen aus Übach (Polunino/Russland, 18 Jahre), 15.8.: Heinrich Friedrich Behler aus Marienberg (Podberesje/Russland, 20 Jahre), 23.8.: Karl Alexander Esser aus Übach (Krapinona/Russland, 18 Jahre), 26.8.: Franz Peter Latten aus Zweibrüggen (Goskowa/Russland, 28 Jahre), 27.8.: Walter Georg Delitz aus Frelenberg (Possjolok 8/Russland, 19 Jahre), 4.9.: Heinrich Josef Schruff aus Marienberg (El Alamein/Nordafrika, 39 Jahre), 7.9.: Alexander Wilhelm Hansen aus Palenberg (Aleksino/Russland, 18 Jahre), 11.9.: Mathias Johann Jager aus Marienberg (Elista/Russland, 19 Jahre), 19.9.: Paul Ludwig Rutkowski aus Marienberg (Ssinjawino/Russland, 32 Jahre), 24.9.: Heinrich Erich Bludau aus Palenberg (Chalinkabach/Russland, 22 Jahre),5.9.: Willi Erich Arndt aus Boscheln (Besymianoje-psekups/Krasnodar/Russland, 28 Jahre), 4.10.: Heinz Reinhard Scherer aus Scherpenseel (Orlowka/Russland, 20 Jahre), 5.10.: Anton Johann Kirschbaum aus Frelenberg (Usty, 32 Jahre), 12.10.: Kiril Schimeldin aus dem Kriegsgefangenenlager Palenberg (auf dem Zechengelände Carolus Magnus, 35 Jahre), 13.10.: Johann Friedrich Illig aus Übach (Koslowo/Russland, 20 Jahre), 26.10.: Wilhelm Lapisch aus Marienberg (Mittelmeer, 22 Jahre), 27.10.: Henri Max Otto Heublein aus Boscheln (Pestschanka/Russland, 22 Jahre), 31.10.: Wassili Koslow aus dem Kriegsgefangenenlager Palenberg (auf dem Zechengelände Carolus Magnus, 34 Jahre). 2.11.: Josef Balthasar Vrings aus Siepenbusch (Sidi-abd-el-Rahmen/El-Alamein/Nordafrika, 21 Jahre), 22.11.: Leonhard Schaffrath aus Boscheln (Kalatsch/Don/Rußland, 28 Jahre), 27.11.: Arnold Hubert Dohmen aus Frelenberg (Michejewo/Russland, 19 Jahre), 8.12.: Josef Karl Ban aus Boscheln (Ploskaja/Russland, 22 Jahre), 11.12.: Pawel Sidorow aus dem Kriegsgefangenenlager Palenberg (auf dem Zechengelände Carolus Magnus,34 Jahre). 13.12.: Johann Anton Offergeld aus Scherpenseel (Fontschuki/Russland, 30 Jahre), 14.12.: Alexander Nepenin aus dem Kriegsgefangenenlager Palenberg (auf dem Zechengelände Carolus Magnus, 33 Jahre). 15.12.: Nikolai Owschinikow aus dem Kriegsgefangenenlager Palenberg (auf dem Zechengelände Carolus Magnus, 26 Jahre), 22.12.: Friedrich Hansen aus Palenberg (Neapel/Kriegslazarett/Italien, 21 Jahre), 25.12.: Hermann Heinen aus Scherpenseel (Dromitscheno/Russland, 19 Jahre).
 
Gedenkbuch der auf der Zeche Carolus Magnus tätigen bzw. in Übach-Palenberg wohnhaften tödlich verunglückten Bergleute 1942: 7.3.: Franz-Georg Naumann (Palenberg, 28 Jahre), 28.4.: Saidullak Muchamidsanoco (aus dem Kriegsgefangenenlager Palenberg, 25 Jahre), 11.6.: Marinus Fontaine (Hoensbroek, 20 Jahre), 9.8.: Johann Kümmel (Marienberg, 36 Jahre).

Allgemeine Daten:

Einwohner am 1.10.1942: 16.191

Gemeinde- und Verwaltungsspitze: Bürgermeister: Wilhelm Carl
                                                  1. Beigeordneter: Johann Maassen
                                                  2. Beigeordneter: Wilhelm Küppers
                                                  Gemeindebaumeister: Friedrich Günther

Haushalt 1942: Ordentlicher Haushalt: 1.217.460 RM
                    Außerordentlicher Haushalt: n.n.
                          Gesamtvolumen: 1.217.460 RM
 

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