Jahresrückblick 1936

 

Das Jahresgeschehen in Übach-Palenberg in Stichworten...


Januar/Februar 1936
                       Das Jahr 1936 als PDF

16.1.:
Der erste Anthrazit-Gastriebwagen der Reichsbahn fuhr in Frelenberg und Palenberg vorbei. Ziel dieses neuen Antriebs war es, vom ausländischen Kraftstoff unabhängig zu werden.

Abb. 1: Der Kaisersaal Mehlkop in Übach, vor allem in den 30er Jahren eine starke Anlaufstelle der örtlichen NSDAP, man könnte auch bald sagen, deren ''Vereinslokal''. Foto: Stadt
Abb. 1: Der Kaisersaal Mehlkop in Übach war vor allem in den 30er Jahren eine
starke Anlaufstelle der örtlichen NSDAP, man könnte auch bald sagen,
deren ''Vereinslokal''. Foto: Stadt

1.2.: Die neuen Reichsbahnanlagen in Palenberg mit neuem Bahnhof wurden in Betrieb genommen. 1.2.: Im Februar begannen die ersten Bestattungen auf dem neuen Gemeindefriedhof an der verlängerten Brünestraße (spätere Friedensstraße) in Boscheln. 1.2.: Der Lehrer Franz Leuchter wurde in den Ruhestand versetzt, Konrektor an der Übacher Schule. 8.2.: Der katholische Kaplan von Palenberg, Paul Spülbeck, wurde von der Gestapo wegen regimefeindlicher Äußerungen festgenommen. 16.2.: Familienfest des Übacher Kirchenchores im Saale Mehlkop. 18.2.: Auf Grund der Gründung der Großgemeinde Übach-Palenberg wurden einige Straßen umbenannt: Martinstraße = Knappenstraße, Sackgasse = Weidenstraße, Bergstraße = Heidberg, Südstraße = Schlageterstraße, Aachener Straße = Roermonder Straße, Mühlenfeldweg = Horst-Wessel-Straße, Mühlenstraße = Dammstraße, Verbindung Horst-Wessel-Straße und Mühlenfeldweg = Weinbergstraße, Talstraße Fre = Gürzelweg, Gartenstraße Fre = Schildstraße, Lindenstraße Fre = Saarstraße, Wiesenstraße Fre = Wolfstraße, Mühlenweg Fre = Wurmstraße, Aachener Straße bis Weg Zweibrüggen = Aachener Straße.

Abb. 2: Im Februar 1936 wurde der neue Bahnhof in Palenberg in Betrieb genommen. Hier ein Pressebild (WB) vom alten und neuen Bahnhof.
Abb. 2: Im Februar 1936 wurde der neue Bahnhof in Palenberg in Betrieb
genommen. Hier ein Pressebild (WB) vom alten und neuen Bahnhof.

März/April 1936
   
2.3.: In Übach-Palenberg - wie in vielen anderen Orten Deutschlands auch - fanden sechswöchige Luftschutzkurse für HJ-Pimpfe statt mit Verhaltensweisen bei Bombenangriffen und Unterrichtung in Erste Hilfe. In Frelenberg wurden am Ende 50 Pimpfe geprüft. 7.3.: Wiederbesetzung des Rheinlandes durch deutsche Truppen. Vorher fuhren tagelang Militärtransportzüge durch Übach-Palenberg in Richtung Aachen. Vor diesem Hintergrund wurde auch die Wiedereinführung der Wehrpflicht verständlicher. 15. - 20.3.: Polizeiaufklärungswoche mit Filmen und Informationsblättern, beteiligt waren auch die Feuerwehren.

Abb. 3: Postkarte vom Hotel Burghof in Übach, Mitte der 30er Jahre. Stadtarchiv
Abb. 3: Postkarte vom Hotel Burghof in Übach, Mitte der 30er Jahre. Stadtarchiv

15.3.: Osterschießen der St. Rochus-Schützen Boscheln mit dem Kleinkalibergewehr. 16 RM Reinerlös ging an das Kinderhilfswerk. 19.3.: Ratssitzung der Gemeinde Übach-Palenberg im alten Rathaus: drei Einbürgerungsanträge positiv beschieden, 2. Nachtragshaushalt für 1935: 39.880,-- RM, Haushaltssatzung für 1936: Ordentlicher Haushalt 914.794,47 RM, außerordentlicher Haushalt 32.000,-- RM, Verkauf von Baugrundstücken, Grundstücksauswahl für das neue Rathaus (4 Grundstücke in Palenberg, eines in Übach), mehrheitlich ist man für ein Grundstück am Adolf-Hitler-Platz, Informationen über den Stand der Gehag-Siedlung in Boscheln. 25.3.: Der Kreisschützenmeister informierte die Bruderschaften in Übach-Palenberg, dass die Erzbruderschaft der Schützen aufgelöst ist. Er empfahl allen Bruderschaften, sich umgehend im Deutschen Schützenverband anzumelden - was auch alle taten. 29.3.: Die beiden Luftschiffe "LZ 129" und "Graf Zeppelin" flogen über Übach-Palenberg. Sie machten damit auf einen Wahlsonntag aufmerksam. 29.3.: Reichstagswahlen auch in Übach-Palenberg. Die Zustimmung der Bevölkerung in Übach-Palenberg betrug 99 % für Hitler, Frelenberg sogar 99,2 %. 9 Wahlbezirke, 9.947 Stimmberechtigte, Wahlvorschlag der NSPAP: 9.824, Ungültig 93, 30 Stimmen Nein. 31.3.: In Übach-Palenberg waren 31 Wohlfahrtsempfänger registriert (Vorjahr 84). An Reichsverbilligungsscheine für Speisefette wurden zwischen Oktober 1935 und März 1936 insgesamt 20.734 Scheine ausgegeben. 1.4.: Erstmalig wurden einige Schulentlassene ins Landjahr geschickt, d.h. ein Jahr landwirtschaftlich arbeiten. Für Frelenberg z.B. waren das 1936 insgesamt 7 Knaben und 3 Mädchen.

Abb. 4: Der NSDAP-Kreisleiter und sein Dienstwagen. (Foto dem von Konrad Volm herausgegebenen Heimatkalender entnommen.)
Abb. 4: Der NSDAP-Kreisleiter und sein Dienstwagen. (Foto dem
von Konrad Volm herausgegebenen Heimatkalender entnommen.)

1.4.: Die Schülerzahlen in Übach-Palenberg: kath. Schule Frelenberg: 327, ev. Schule Frelenberg: 112, kath. Schule Palenberg: 521, ev. Schule Palenberg: 393, kath. Schule Scherpenseel: 403, kath. Schule Übach: 453, ev. Schule Übach 265 (incl. Schüler aus Boscheln), kath. Schule Boscheln: 563. 1.4.: Die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen in Übach-Palenberg betrug 31, der nichtanerkannten 44. April: Der VfR Palenberg wurde mit einem 5:0 über Körrenzig Gruppenmeister in der Kreisklasse. Der TuS Rheinland verlor am gleichen Tag 1:5 gegen Wegberg und wurde nur 8. in der Gruppe. 22.4.: Der Bürgermeister von Übach-Palenberg gab bekannt, dass Grundstückseigentümer verpflichtet sind, die Kräuter Pestwurz und Huflattich von ihren Grundstücken zu entfernen und zu vernichten.

Mai/Juni 1936

1.5.: Eine neue Treppe zur kath. Kirche in Frelenberg wurde fertiggestellt, nach dem ein Teil des Kirchaufganges abgerutscht war. 1.5.: Der ev. Hilfsprediger Emanuel Paskert begann seine Arbeit bei der ev. Kirchengemeinde in Übach-Palenberg.

Abb. 5: Die neue Boschelner Siedlung des Reichsheimstätten-Werkes wurde am 2. Mai 1936 durch den Reichsarbeitsminister Dr. Robert Ley offiziell den Siedlern übergeben. Foto: Boscheln-Buch
Abb. 5: Die neue Boschelner Siedlung des Reichsheimstätten-Werkes
wurde am 2. Mai 1936 durch den Reichsarbeitsminister Dr. Robert
Ley offiziell den Siedlern übergeben. Foto: Boscheln-Buch

4.5.: Ratssitzung der Gemeinde Übach-Palenberg im alten Rathaus: Nachtragssatzung zum außerordentlichen Haushalt für 1936 von 47.000,-- RM für Schulerweiterungsbau Frelenberg, und 32.000,-- RM Entwässerung Gehag-Siedlung; Friedhofsgebührensatzung, Aufnahme Darlehn Schulerweiterungsbau Frelenberg, Rathausneubau: Wiese der Geschwister Kochs in Aussicht genommen; Bergrat Scherer sagt Entfernung der Sperrmauer an der Carolus-Magnus-Straße zu, an deren Stelle Grünanlage. 13.5.: Strenge Kontrollen an der Landesgrenze in Marienberg und Scherpenseel, dadurch geringerer Grenzverkehr. 24.5.: Der Bürgermeister gab den Gemeinderäten davon Kenntnis, dass infolge des Zuganges von Kindern auch die Schule Brünestraße der Erweiterung bedürfe. 24.5.: Ratssitzung der Gemeinde Übach-Palenberg im alten Rathaus: Beigeordnete Wynands (1.) und Küppers (2.) bestätigt; Grundstücksverhandlungen zum Rathausneubau: Geschwister Kochs sollen 3,-- RM/qm erhalten. Erweiterungsbau an der Volksschule Boscheln soll 55.000,-- RM kosten; Schaffung einer 7. Schulstelle an der ev. Schule in Palenberg, zwei neue Schulstellen in Boscheln. Bildung von Rücklagefonds; Grundstück für Erweiterung der Horst-Wessel-Straße gekauft. 24.5.: Königsvogelschuss der St. Sebastianus Schützen Übach. König wurde Josef Lesmeister. 31.5.: Marienlichter-Prozession in Boscheln, jeweils am letzten Sonntag im Mai.

Abb. 6: Die Belegschaft des Rathauses in Übach im Jahre 1936. Foto: Stadt
Abb. 6: Die Belegschaft des Rathauses in Übach im Jahre 1936. Foto: Stadt

11.6.: Fronleichnamsprozessionen bei den kath. Pfarren bzw. Rektoraten in Übach-Palenberg. 11.6.: Königsvogelschuss in Frelenberg der St.-Dionysius-Bruderschaft. König wurde Adam Niersbach. 21.6.: Das erste Kind aus der neuen Gehag-Siedlung wurde in Boscheln getauft. 26.6.: Der neugegründete Schützenverein "Marienthal" (Leibesübungen, Schießsport im Geiste des Nationalsozialismus) reichte seine Satzung ein und wurde anerkannt. Vereinsführer wurde Stefan Suplicki. 30.6.: Ratssitzung der Gemeinde Übach-Palenberg im alten Rathaus: Gemeinde zahlt 50 RM pro Jahr und Schüler an Höhere Schule in Herzogenrath, Schulerweiterung Boscheln erläutert, Änderungen im Stellenplan, Grundstück für neues Rathaus: Anschluss an das Kaufhaus Bohnen & Plum in Richtung Dammstraße. Palenberger Vertreter wollten das Rathaus in Palenberg stehen sehen: Beschluss: Bürgermeister entscheidet den Platz und verhandelt über die Grundstücke. 30.6.: Die Schülerzahlen in Übach-Palenberg zur Jahresmitte: kath. Volksschule Übach: 453, kath. Volksschule Boscheln: 563, ev. Volksschule Übach (incl. Boschelner): 265, kath. Volksschule Palenberg. 521, ev. Volksschule Palenberg: 393, kath. Volksschule Frelenberg: 327, ev. Volksschule Frelenberg: 112, kath. Volksschule Scherpenseel: 402, Gesamtzahl: 2.765. 30.6.: Im Laufe des Jahres 1936 wurden in der neuen Gehag-Siedlung in Boscheln 1800 lfm Straße und 765 m lfd. Meter Kanal ausgebaut. 30.6.: In diesem Jahr wechselte der Dirigent des ÜGV 1848 von Paul Pfeifer aus Horbach auf Eduard Maria Jessnitz aus Aachen. 30.6.: Straßenausbauten im Jahre 1936: Ausbau der Heckstraße (Fahrbahn, Bordsteine und Rinnen), in Scherpenseel wurde auf 315 Metern Länge die Straße von Scherpenseel nach Marienberg (Fahrbahn, Bordsteine, Rinne) ausgebaut, die Hindenburgstraße (zum Bahnhof) erhielt eine Schotterdecke, die Horst-Wessel-Straße und die Talstraße eine Teerdecke, Ausbau der verlängerten Kirchstraße (Verbindung zwischen Aachener und Hindenburgstraße) durch die Gewerkschaft Carolus Magnus.

Abb. 7: Die Kinder sollten in der Schule auch einen direkten Bezug zur Selbstversorgung bekommen. Hier sind sie beim Anschauungs- unterricht im Schulgarten. Foto: Volksschule Frelenberg
Abb. 7: Die Kinder sollten in der Schule auch einen direkten Bezug zur
Selbstversorgung bekommen. Hier sind sie beim Anschauungs-
unterricht im Schulgarten. Foto: Volksschule Frelenberg

Juli/August 1936   

1.7.: Josef Schmitz wurde als 21-jähriger von Pfarrer Josef Pinner nach Übach geholt. Dirigent des Kirchenchores und Organist. Juli: Schützenkirmes in Windhausen. Schützenkönig wurde Josef Beckers. Juli: Albert Wynands aus Übach und Wilhelm Küppers aus Palenberg wurden zu ehrenamtlichen Beigeordneten ernannt.

Abb. 8: Die Übacher Hitler-Jugend bei einem gemeinsamen Marsch durch Übach. Foto: Privat
Abb. 8: Die Übacher Hitler-Jugend bei einem gemeinsamen Marsch
durch Übach. Foto: Privat

August: Auch in Übach-Palenberg verfolgte man mit großem Interesse die Olympiade in Berlin, die bis zum 16.8.36 stattfand. Auch hier wuchs dadurch der "lokale Patriotismus". 22. - 24.8.: Stiftungsfest der St. Rochus-Schützen Boscheln auf der Festwiese mit Kirmes, Festzug, Zapfenstreich der Übacher Hitlerjugend und Musik der Herbacher Musikkapelle. Beim Königsvogelschuss siegte Johann Delahaye. 29.8.: Bürgermeister Carl wies darauf hin, dass die sonntäglichen Sammlungen während der Gottesdienste den staatlichen Sammlungen keinen Abbruch tun und sie beibehalten werden können.

Abb. 9: Die Frelenberger Kapelle der Hitlerjugend, die bei den verschiedenen Anlässen in Aktion trat. Kapellmeister war Hans Sachs. Foto: Privat
Abb. 9: Die Frelenberger Kapelle der Hitlerjugend, die bei den verschiedenen
Anlässen in Aktion trat. Kapellmeister war Hans Sachs. Foto: Privat

September/Oktober 1936   


9.9.: Ordination von Emanuel Paskert, Pastor der ev. Kirchengemeinde. 13.9.: Im Lokal Hermanns in Scherpenseel fand eine  Mitgliederversammlung der NSNAP (niederländische Nationalsozialisten) mit 30 bis 35 Teilnehmern statt. Der Landesleiter van den Heuvel war anwesend. Die Öffentlichkeit war vorher verboten worden. 17.9.: In Frelenberg begann der Erweiterungsbau des Volksschulgebäudes um vier Klassen. September: Im Sommer wurden 1136 Rinder überprüft und 331 abgedasselt (Entfernung der Dasselfliege als Krankheitsüberträger der Maul- und Klauenseuche).

Abb. 10: Das Frelenberger Schulgebäude im Jahre 1936 vor Beginn des Erweiterungsbaus. Foto: Schulchronik
Abb. 10: Das Frelenberger Schulgebäude im Jahre 1936 vor Beginn des
Erweiterungsbaus. Foto: Schulchronik

27.9.:
Königshuldigung von Johann Delahaye bei den St. Rochus-Schützen Boscheln im Saale Jansen. 1.10.: Die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen in Übach-Palenberg betrug 28, der nichtanerkannten 13. 4.10.: Erntedankfest mit Festzug durch den Ort und Kundgebung an der Boschelner Schule. Erntekönigin war Maria Delahaye. 8.10.: Ratssitzung der Gemeinde Übach-Palenberg im alten Rathaus: Rechnungsabschlüsse Haushalt 1935: Ordentlicher Haushalt: Einnahmen 927.699,26 RM, Ausgaben 879.378,11 RM, außerordentlicher Haushalt: Einnahmen 57.732,66 RM, Ausgaben 56.988,82 RM, Elektrizitätswerk: 61.659,32 RM Einnahmen, 55.964,19 RM Ausgaben, Wasserwerk: 50.901,73 RM Einnahmen, Ausgaben 47.751,20 RM Ausgaben. Nachtragshaushalt 1936: Ordentlicher Haushalt um 48.633,77 RM höher, 169.000,-- RM für Ausbau Gehag-Straßen, Volksschulerweiterung Frelenberg, Rathausneubau in Übach (Planung) und Schulerweiterung Boscheln; Bürgersteuer 1937 auf 650 % vom Reichssatz. Grundstückskauf Rathausneubau im einzelnen von: Theodor Bohnen, Gebrüder Philipps Übach, Franz Delahaye Übach, Gottfried Esser, Josef Fröschen Übach, Franz Wynands Schleiden, Rentmeister a.D. Wilhelm Engelen; Verkauf des Gemeindekassengebäudes in Palenberg.

Abb. 11: Büchersammlung der HJ-Pimpfe aus Übach, hier in der Rimburger Straße. Foto: Stadt
Abb. 11: Büchersammlung der HJ-Pimpfe aus Übach, hier in der
Rimburger Straße. Foto: Stadt

10.10.:
In Übach-Palenberg lebten 16.833 Einwohner (Übach 3.293, Boscheln 3.850, Holthausen 86, Gehöfte 47, Stegh 67 Palenberg 3.950, Frelenberg 1968, Zweibrüggen 218, Scherpenseel 1.420, Marienberg 1.617, Windhausen 248, Siepenbusch 69). Wohngebäude 2.664 und 4.158 Haushalte, ferner 437 Ausländer. 28.10. - 16.11.: Hl. Mission durch Patres von den hl. Herzen Johannes Ruth und Innozenz Euskirchen in Boscheln.

November/Dezember 1936   
   
7.11.: Das Lehrerkollegium der Frelenberger Schule wurde vom NSDAP-Zellenleiter Bläsius schriftlich ausdrücklich für die hervorragende Arbeit im Sinne des Nationalsozialismus gelobt. 8.11.: Feierliche Einführung des neuen Pfarr-Rektors in Palenberg, Theodor Wassenberg. 11.11.: Ratssitzung: Nach wie vor nur 2 ehrenamtliche Beigeordnete. Kreisleiter Volm weist in seinem Schreiben vom 19.2.1937 darauf hin, dass nach wie vor sein Wunsch zur Einstellung eines hauptamtlichen Beigeordneten Berücksichtigung finden müsste, so die finanzielle Grundlage bestünde. 12.11.: Richtfest am Schulerweiterungsbau (zwei neue Seitenflügel mit Schulräumen und Schuldienerwohnung.) in Frelenberg. 14.11.: Pfarr-Cäcilienfest des Übacher Kirchenchores und anschließende Generalversammlung.

Abb. 12: Bald nach Gründung der Großgemeinde Übach-Palenberg ging es an die Planung eines neuen Rathauses. Hier ein Modell des geplanten Gebäudes. Foto: Stadt
Abb. 12: Bald nach Gründung der Großgemeinde Übach-Palenberg ging es
an die Planung eines neuen Rathauses. Hier ein Modell des geplanten
Gebäudes. Foto: Stadt

November: Für die Zukunft wurden öffentliche Veranstaltungen und Familienabende von Kirchenchören verboten, weil diese nicht der Reichsmusikkammer angehören. 1.12.: Hermann Croe´ wurde Konrektor an der kath. Volksschule in Übach. 4.12.: Schiedsmänner für 3 Jahre: Scherpenseel: Gerhard Thönis, Gerhard Mingers und Gerhard Zaunbrecher, Palenberg: Gerhard Dreschers, Frelenberg: Karl Plum, Arnold Hall, Übach-Stegh: Josef Wynands, Übach: Hubert Wynands und Heinrich Kreins. 22.12.: Die Hauptverkehrsstraßen in Übach-Palenberg waren innerörtlich: Hambückerstraße, Jülicher Straße, Markt, Josef-Göbbels-Straße, Quäkerstraße, Burgstraße, Talstraße, Adolf-Hitler-Platz, Carolus-Magnus-Straße, Maastrichter Straße, Carolus-Magnus-Allee, Kirchstraße, Aachener Straße, Geilenkirchener Straße, Dorfstraße, Verbindungsweg Palenberg - Marienberg - Scherpenseel, die Provinziallandstraße in Boscheln eine außerörtliche Hauptverkehrsstraße. 31.12.: Im Jahre 1936 hatte die Gemeinde Übach-Palenberg 938.807,69 RM Einnahmen und 932.769,09 RM Ausgaben, Kassenbestand: 6.038,60 RM. Das Finanz-, Verwaltungs- und Betriebsvermögen betrug: 1.561.767,85 RM, Schulden: 977.635,34 RM, Pro-Kopf-Verschuldung: 55,49 RM. 31.12.: Tierbestand am Jahresende in Übach-Palenberg: Pferde: 317 und Rinder: 1.157. 31.12.: Förderung auf der Zeche Carolus Magnus für dieses Jahr: 965.089 to.
   

Folgende Personen, die im öffentlichen Leben standen, verstarben im Jahre 1936:
  keine bekannt 
 
Gedenkbuch der auf der Zeche Carolus Magnus tätigen bzw. in Übach-Palenberg wohnhaften tödlich verunglückten Bergleute 1936: 3.2.: Alois Ott (Marienberg, 27 Jahre), 25.6.: August Meyer (Marienberg, 30 Jahre), 6.10.: Peter von der Lippen (Marienberg, 39 Jahre), 18.12.: Engelbert Herresthal (Ritzerfeld, 30 Jahre).

Allgemeine Daten:

Einwohner am 1.10.1936: 16.833

Gemeinde- und Verwaltungsspitze: Bürgermeister: Wilhelm Carl
                                                  1. Beigeordneter: Albert Wynands (Kreisbauernführer)
                                                  2. Beigeordneter: Wilhelm Küppers
                                                  Gemeindebaumeister: Friedrich Günther

Haushalt 1936: Ordentlicher Haushalt: 932.769 RM
                    Außerordentlicher Haushalt: 100.813 RM
                          Gesamtvolumen: 1.033.582 RM