"Wurmtal ohne Grenzen"

 

Sehenswertes an der Wurm zwischen
Übach-Palenberg und Kerkrade -
Touristische Möglichkeiten vor der Haustür

 
Ausschnitt aus dem Faltblatt, dass die Sehenswürdigkeiten an der Wurm bildlich darstellt. Foto: BKR
Abb.1: Ausschnitt aus dem Faltblatt, dass die Sehenswürdigkeiten
an der Wurm bildlich darstellt. Foto: BKR

Charta für das „Wurmtal ohne Grenzen“
»Wir sind stolz auf unseren gemeinsamen Natur- und Erholungsraum Wurmtal, unsere Industrie- und Bergbaugeschichte sowie unsere abwechslungsreiche Kultur- und Grenzgeschichte. In Verantwortung für nachfolgende Generationen und eine nachhaltige Entwicklung unseres Lebensraums wollen wir
• aus der gemeinsamen Geschichte für die Zukunft lernen,
• nationalstaatliche Grenzen überwinden und
• den Strukturwandel steuernd begleiten.
Dies sind die Maßgaben für die Verstetigung unserer bi-national-interkommunalen
Zusammenarbeit.«
Bürgermeister  Christoph von den Driesch (Stadt Herzogenrath)
Bürgermeister  Wolfgang Jungnitsch (Stadt Übach-Palenberg)
Burgemeester Bert Janssen (Gemeente Landgraaf)
Burgemeester Jos Som (Gemeente Kerkrade)
Bürgermeister Arno Nelles (Stadt Würselen)

Einführung
Seit vielen Jahren praktizieren die Wurmtal-Städte interkommunale Kooperation über nationalstaatliche Grenzen hinweg. Die gemeinsame Kultur-, Grenz- und Wirtschaftsgeschichte sowie viele private, betriebliche und administrative Kontakte schaffen eine breite Basis für ein zukunftsfähiges Miteinander.

Die Gestaltung eines gemeinschaftlichen attraktiven Naherholungsgebietes im Wurmtal ist dabei ein wichtiges Handlungsfeld. Es schafft für Bewohner und Besucher des Grenzraums erlebbare Qualitäten in der stadtnahen Landschaft und stärkt die Identifikation mit der Heimat.

Nach einer erfolgreichen Startphase wollen alle Anlieger-Kommunen die begonnene Zusammenarbeit fortführen. Sie haben weiterführende Projektideen und Maßnahmenvorschläge entwickelt, die in die Fortschreibung des Masterplans Grenzland Wurmtal einfließen. Dieser ist Orientierungsrahmen und Arbeitsgrundlage für die künftige Zusammenarbeit im Wurmtal bis zum Jahr 2020.

Bisherige Massnahmen
Neue Sichtweisen, Anlaufpunkte und Verknüpfungen
Die EuRegionale 2008 hat den Städten die Chance eröffnet, sich durch Inwertsetzung ihrer Freiräume, ihres kulturellen Erbes und der bergbaulichen Hinterlassenschaften in der Region zu profilieren und neue stadtlandschaftsräumliche Qualitäten zu schaffen. Der Schwerpunkt der bisherigen Aktivitäten lag in der Ergänzung und Modernisierung der Freizeit- und erholungsbezogenen Infrastruktur, der hochwertigen Präsentation von Baudenkmälern, in behutsamen gestalterischen Interventionen und bei neuen Informationsangeboten.

Eurode Park
Mit der Umgestaltung des Umfelds der Burg Rode, des alten Friedhofs sowie des Kreuzplatzes sind die Herzogenrather Bausteine des Eurode Parks umgesetzt. In den nächsten Jahren folgen Teilprojekte auf Kerkrader Stadtgebiet.

Die Eurode Plattform quert – ausgehend von der Abtei Rolduc – den Rolducer Wald über die Staatsgrenze und bietet Ausblicke auf Herzogenrath sowie die Haldenkulisse des Aachener Nordraums. Die Baalsbrugger Mühle wird zu einem Informationszentrum mit gastronomischen Angeboten ausgebaut.

Ein öffentlich zugänglicher, landschaftlich gestalteter 18-Loch-Golfplatz verbindet sportliche Angebote mit Möglichkeiten ruhiger Erholung.

Wegeausbau
An ausgewählten Stellen wird das vorhandene Wegenetz ergänzt und verdichtet. Zugleich werden einzelne Wegeabschnitte saniert. Der Neubau und die Instandsetzung von Brücken verbessern die erholungsgerechte Erschließung im Talraum. Verknüpfungen zu nahe gelegenen Naherholungsbereichen wie dem grenzüberschreitendem Heidenaturpark zwischen Onderbanken, Gangelt und Übach-Palenberg werden gestärkt.

Wurmrenaturierung
Die Wurm soll in einen naturnahen Zustand zurückgeführt werden. Die Renaturierungen bei Frelenberg, Zweibrüggen und Marienberg tragen zum vorbeugenden Hochwasserschutz sowie zur ökologischen Aufwertung bei.
Zugleich entstehen damit attraktive Naherholungsräume. Mit der Wurmpromenade in der Herzogenrather Innenstadt rückt das Gewässer wieder in den Mittelpunkt der Stadt.

Bergbau- und Kulturgeschichte zeigen
Seit Jahrhunderten von Siedlungstätigkeit und Bergbau geprägt, sind viele Hinterlassenschaften der gemeinsamen Vergangenheit wie Gruben und Zechen, aufgegebene Siedlungen oder Grenzmarkierungen in Vergessenheit geraten.

Neben der Freistellung, Wiedersichtbarmachung und Erschließung bergbaulicher und anderer kulturhistorischer Relikte trägt die Ergänzung des Informationssystems dazu bei, dass das gemeinsame Erbe der Region dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein verankert bleibt. Zugleich macht dies den Erholungsraum vielfältiger, attraktiver und eben: besonders.

Titelbild der Broschüre: Wurmtal ohne Grenzen. Foto: BKR
Abb. 2: Titelbild der Broschüre: Wurmtal ohne Grenzen. Foto: BKR

Das Herunterladen der Broschüre "Wurmtal ohne Grenzen" (als PDF-Dokument) bzw. des Übersichtsplanes der Wurm von Übach-Palenberg bis Kerkrade und Aachen (ebenfalls als PDF-Dokument) ist hier möglich.