Das Naturschutzgebiet
Teverener/Scherpenseeler Heide

 

Wo Naturschutz und Naherholung
Hand in Hand gehen

 
Die Teverener/Scherpenseeler Heide. Foto: Zwilling
Abb. 1: Die Teverener/Scherpenseeler Heide. Foto: Zwilling

Unmittelbar an der Grenze zu den Niederlanden gelegen, ist die "Teverener Heide" eines der größten und schönsten Naturschutzgebiete des Kreises Heinsberg. Seit 1995 umfaßt es eine Fläche von 450 Hektar, verteilt auf die Stadtgebiete Geilenkirchen und Übach-Palenberg sowie das Gemeindegebiet Gangelt. Herausragend für dieses Naturschutzgebiet sind besonders die Offenlandbiotope: Heideflächen, Moorkomplexe, Sandtrockenrasen und Feuchtwiesen. Darin leben seltene Tierarten, wie der vom Aussterben bedrohte Moorfrosch, die stark gefährdete Heidelerche und heidetypische Insektenarten, wie die Moosjungfer, die Libelle, oder die Heidekraut-Eule, eine seltene Schmetterlingsart.

An bemerkens- wie schützenswerten Pflanzen kommen in der "Teverener Heide" als charakteristische Arten Besen- und Glockenheide vor. Auch der Gagelstrauch, das Wollgras, der Lungenenzian und der Sonnentau, die bekannteste "fleischfressende" Pflanzenart Deutschlands, sind hier zu finden.

Wandern und Reiten Im Naturschutzgebiet "Teverener Heide" sind sieben Rundwanderwege für den Wanderer angelegt worden. Starten Sie von den Wanderparkplätzen und Sie erhalten von allen markierten Wegen abwechslungsreiche und umfassende Einblicke in diese Landschaft.

Die Wege sind vor Ort mit Symbolen markiert, eine schwarz punktierte Linie kennzeichnet die Reitwege.

Zu jeder Jahreszeit hat die Heide ihre Reize. Foto: Zwilling
Abb. 2: Zu jeder Jahreszeit hat die Heide ihre Reize. Foto: Zwilling

Noch eine kleine Bitte: Achten Sie als Wanderer auf die blauen Schilder mit aufgedrucktem Reitersymbol. Die so gekennzeichneten Wege sind ausschließlich den Reitern vorbehalten. Als Reiter nehmen Sie bitte Rücksicht auf die Natur und die Wanderer. Reiten Sie vor allem an Kreuzungen, bei denen Sie Wanderwege queren müssen, langsam. Verstehen Sie bitte auch manche Wanderer, die sich vor plötzlich auftauchenden Pferden erschrecken.

Weitere Informationen über das Naturschutzgebiet "Teverener Heide" erhalten Sie

  • von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Heinsberg, Tel: 02452/ 13-0
  • dem Forstamt Eschweiler, Tel. 02403/94500 mit dem Forstbetriebsbezirk Selfkant, Tel: 02451/959901
  • dem Heinsberger Tourist-Service, Tel: 02432/9606-0
  • und in einer Broschüre zur Teverener Heide im Buchhandel für 2,50 Euro.
Auch zahlreiche Gewässer sorgen für die natürliche Vielfalt in der Heide. Foto: Stadt
Abb. 3: Auch zahlreiche Gewässer sorgen für die natürliche Vielfalt in der Heide. Foto: Stadt

Das Naturschutzgebiet „Teverener Heide“:
Informationen über Schutzbestimmungen, Wandern und Reiten

  • Bewegen Sie sich auf den ausgewiesenen Wanderwegen. Für Reiter sind gesonderte Reitwege angelegt. Schon ein einziger Schritt abseits der Wege kann Kleintiere zertreten, Gelege von Vögeln zerstören, seltene Pflanzen vernichten.
  • Leinen Sie Ihre Hunde immer an. Freilaufende Hunde schrecken Wildtiere auf und stören das Brutgeschäft empfindlich.
  • Respektieren Sie die Eingatterung bestimmter Teile in der Heide.
  • Verboten ist es, wildlebenden Tieren nachzustellen (das Angeln gehört dazu!), sie mutwillig zu beunruhigen oder zu fangen.
  • Nester und Brutstätten zu beschädigen ist ebenso untersagt, wie etwas daraus zu entnehmen.
  • Uferzonen sind sehr störempfindlich, so dass es grundsätzlich untersagt ist, diese zu betreten oder in den Gewässern zu baden.
  • Durch Entnahme oder Beschädigung von Bäumen, Sträuchern oder anderen Pflanzen können ganze Lebensgemeinschaften erheblich gestört und in ihrem Bestand bedroht werden.
  • Wildfütterungen stören die natürlichen Lebensgewohnheiten der Tiere. Bitte verzichten Sie darauf.
  • Wegen der damit verbundenen Brandgefahr ist das Rauchen, Grillen oder Feuermachen grundsätzlich verboten.

Die Wege in der Heide sind für die Menschen, damit sie sich an der unberührten Natur erfreuen können. Sie sollen auf keinen Fall verlassen werden.

Man begegnet in der Teverener Heide auch urigen Landschaftsformen. Foto: Zwilling
Man begegnet in der Teverener Heide auch urigen Landschaftsformen. Foto: Stadt