Die Bedeutung der Straßennamen

Straßenname (Stadtteil / Benennungsjahr der Straße)

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1) Aachener Straße (Palenberg / vor 1935)
Straße, die in Richtung Aachen führt.   

2) Ackerstraße (Frelenberg / vor 1935)
Straßenname wurde von der ABS festgelegt. Möglicherweise Straße am (an einem) Acker.   

3) Adolfstraße (Übach / vor 1935)
Weg zur Grube Adolf in Merkstein, (früher auch Stinge Gang).

4) Ägidiusstraße (Frelenberg / 1975)
Benannt nach dem Hl. Ägidius, Hl. Ägidius geb. um 640 in Athen, gestorben wahrscheinlich 720 im heutigen Saint-Gilles, ursprünglich ein griechischer Kaufmann und später Abt der Abtei Saint-Gilles in Südfrankreich.   

5) Ahornstraße (Frelenberg / vor 1935)  
Benannt nach der Ahorn, aber auch deshalb, weil dort zur Straßenbegrünung früher Ahornbäume benutzt wurden.   

6) Akazienweg
(Boscheln / 1996)   
Siedlung der heimischen Gehölze in Boscheln: Akazien.   

7) Albert-Schweitzer-Straße
(Rimburg / 2000)   
Benannt nach Albert Schweitzer, geb. 14.1.1875 in Kaysersberg, gestorben 4.9.1965 in Lambaréné (Afrika). Evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Arzt. Zu seinen Lebzeiten auch "Urwalddoktor" genannt.   

8) Alte Aachener Straße
(Palenberg / 1989)   
Straße, die früher in Richtung Aachen führte und die nach der Sanierung der Bergarbeitersiedlung Palenberg mit dem Zusatz "Alte" versehen wurde, weil zwischen "neuer" Aachener und "alter" Aachener Straße keine direkte Verbindung mehr besteht, (früher Aachener Straße).

9) Alte Poststraße
(Palenberg / 1989)
Straße, die vor der Sanierung Palenberg Bestandteil der Poststraße war. Im Rahmen der neuen Verkehrsführung wurde diese Straße von der "normalen" Poststraße baulich "abgekoppelt. Jedoch hat die Alte Poststraße und die Poststraße eine gemeinsame Nummerierung, (früher Poststraße).

10) Am Bucksberg
(Übach / 1942)   
Benannt nach der dortigen Flurbezeichnung "am Bucksberg", in einer Karte auch "am Botzberg" genannt. Der Stamm des ersten Wortes soll auf "bot" hinweisen (öffentlich angebotene Gemeindewiesen), (früher Buxbergweg).

11) Am Connefeld (Übach / 1983)   
Wohnhof in unmittelbarer Nähe der Conneallee, Namensbezug zum ebenfalls dort gelegenen Connefeld.   

12) Am Eichenhang (Marienberg / 1956)   
Benannt nach der dort gelegenen Flur und/oder nach einem Hang mit Eichen.   

13) Am Erbbusch (Marienberg / 1956)
Straße, die zum Erbbusch (Flurbezeichnung) führt mit den zwei in den 50er Jahren dort gelegenen Kiesgruben. Der "Erbbusch" dürfte auch eine Erbholzgerechtigkeit (Wald zur Holzgewinnung) gewesen sein.   

14) Am Ginsterbusch (Marienberg / 1956)
Benannt nach der dort gelegenen Flur und/oder nach einem früher dort gelegenen Ginsterbusch.   

15) Am Nützenberg
(Übach / vor 1900)
Straße, die an der dortigen Flur "Nützenberg" oder "Am Nützenbergfeld" erinnert, (früher An d´r Nötzeberg).

16) Am Rimburger Acker
(Palenberg / 2000)
Benannt nach der Flurbezeichnung "Rimburger Acker" in diesem Bereich und der Nähe zum Rimburger Hof (Gut des Schlosses Rimburg).   

17) Am Römerhof
(Palenberg / 1978)
Hier wurden Siedlungsreste eines Hofes aus der Römerzeit gefunden. Da man nur minimale Reste fand, gab es keine großen Ausgrabungen.   

18) Am Schlosswald (Palenberg / 2003)
Straße, die in unmittelbarer Nähe zum Schlosswald, dem zum Schloss Rimburg gehörenden Wald, liegt.   

19) Am Sonnenhof (Übach / 1957)
Name hat keine besondere Bedeutung, eher eine "Phantasiebezeichnung" auf Grund der "Sonnenlage".   

20) Am Steinberg (Übach / 1983)
Straße in unmittelbarer Nähe der Halde der Grube Carolus Magnus, quasi dem Steinberg.   

21) Am Tomberg (Übach / 1968)
Benannt nach dem dortigen Flurnamen "Dr. Tomberg", einer kleinen Anhöhe am Fuße des Übachlaufs.   

22) Am Wasserturm (Übach / 2000)
Straße, die am Wasserturm verläuft, gleichnamig mit dem Gewerbegebiet "Am Wasserturm".   

23) Amselweg (Holthausen / 1960)
Benannt nach dem heimischen Vogel "Amsel", aber auch, weil gerade in diesem Bereich viele Amseln heimisch waren.   

24) An der alten Schule (Boscheln / 2011)
Benannt nach der ersten (alten) Schule in Alt-Boscheln, die dort bestanden hat. Gleichzeitig findet man diese Bezeichnung auch in der dortigen Flurkarte.   

25) An der Linde (Übach / 1982)
Erinnert an die Linden des ehemaligen Alt-Übacher Lindenplatzes, da der Rathausplatz vor dem Rathausbau noch Lindenplatz hieß. Aus dem Grunde wurde auch 1984 dort eine Linde gepflanzt.   

26) Anemonenweg (Boscheln / 1965)
Blumensiedlung in Boscheln, Blume: Annemone.   

27) Annabergstraße (Frelenberg / 1954)
Benannt nach der Stadt Annaberg, die zur Benennungszeit "hinter dem Eisernen Vorhang" lag. Korrespondiert auch mit anderen Straßennamen mit "Ost-Bezug", (früher Kirchengracht).

28) Annastraße (Boscheln / 1924)
Der Weg zur Grube Anna in Alsdorf, aber auch benannt nach der Hl. Anna, der Großmutter Jesu, (früher Alsdorfer Weg).

29) Anton-Bruckner-Straße (Übach / 1958)
Benannt nach dem österreichischen Komponist Anton Bruckner, geb. 4.9.1824, gestorben 11.10.1896, Sinfonien, Kirchenmusik, Improvisationen.   

30) Arndtweg (Übach / 1982)
Benannt nach Ernst-Moritz Arndt, geb. 26.12.1769 auf Rügen, gestorben 29.1.1860 in Bonn, Deutscher Schriftsteller und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung.   

31) Asternweg (Boscheln / 1965)
Blumensiedlung in Boscheln, Blume: Aster.   

32) Auenweg
(Frelenberg / 1954)
Vor der Bebauung bescherte dieser Bereich einen Blick in die Auen. Straßenverlauf war vorher Bestandteil der Breiler Gracht und wurde nach Bebauung eigenständig benannt.   

33) Auf dem Bopp
(Frelenberg / 1970)
Benannt nach der dort gelegenen Flur: Auf´m Bopp.   

34) Auf der Höhe
(Marienberg / 1956)
Die höchste in Marienberg gelegene Straße (am westlichen Ende auf Scherpenseel zu) erhielt die Bezeichnung "Auf der Höhe".   

35) Auf der Houff
(Palenberg / 1928)
Schlei, Schlucht, hat mit Haufen nichts zu tun. Schlucht von der Maastrichter Str, aus.   

36) Baesweilerweg
(Übach / vor 1935)
Straße, die nach Baesweiler führt. Liegt auch in der Nähe der Flur "Am Baesweiler Wege".   

37) Bahnhofstraße
(Palenberg / 1948)
Straße, die zum Bahnhof führt bzw. am Bahnhof ist. Bahnhofstraße hieß bis 1948 Frankenstraße, (früher auch Frankenstraße und Hindenburgstraße).

38) Bahnstraße
(Palenberg / vor 1920)
Straße, die an der Bahnlinie, die zur Grube Carolus-Magnus führt, liegt, (früher Bachstraße).

39) Barbarastraße (Palenberg / 1928)   
Benannt nach Barbara von Nikomedien, eine christliche Jungfrau, Märtyrin und Heilige des 3. Jahrhunderts, deren Existenz aber historisch nicht gesichert ist. Sie gilt als die Schutzpatronin der Bergleute.   

40) Beethovenstraße
(Übach / 1975)
Benannt nach Ludwig van Beethoven, deutscher Komponist, geb. am 17.12.1770 in Bonn, gestorben am 26.3.1827 in Wien, Komponist der Wiener Klassik.   

41) Beggendorfer Straße
(Übach / vor 1935)   
Weg nach Beggendorf. Bis in die 50er Jahre hörte hier Übach tatsächlich auf und ein Weg führte von dort nach Beggendorf.   

42) Begonienweg
(Boscheln / 1965)
Blumensiedlung in Boscheln, Blume: Begonie.    

43) Behringweg (Scherpenseel / 1957)
Benannt nach Emil Adolf Behring, geb.15.3.1854 in Hansdorf (Kreis Rosenberg), gestorben am 31.3.1917 in Marburg, Deutscher Bakteriologe, Serologe. Erster Nobelpreisträger für Medizin.   

44) Bendstraße (Marienberg / 1926)
Benannt nach den früheren Wiesen "Benden", wobei die Wortform "Bend" gewählt wurde.   

45) Bergstraße (Marienberg / 1928)
Straße, die von der Schley zum Berg (Marienberger Berg) hinaufführt, d.h. Straße zum Berg hinauf.   

46) Bersitter Hof (Palenberg / 1984)
Benannt nach dem früheren kleinen Weiler Bersitten bzw. dem dort auch gelegenen Bersitter Hof (Ersterwähnung im 16. Jhd.). Siehe Bersitterstraße.   

47) Bersitter Straße (Palenberg / 1919-1920)
Straße, an deren Stelle früher der Bersitter Hof lag, ein Gutshof mit großen Ländereien. Bersitten selber war ein kleines Dorf bei Palenberg (auf dem Gebiet der späteren Bergmannssiedlung) und wurde auch als Mutterort vieler Bergmannshäuser genannt, die mit Vornamen bezeichnet wurden. Siehe auch Adressbuch von 1927, in dem der Ort Bersitten mehr Einwohner hat als Palenberg. Bersitten kam aber in den 30er Jahren zu Palenberg.   

48) Bertramstraße (Palenberg / 1951)
Benannt nach einer Figur aus der (Kaiser)Karlsgeschichte, (früher auch Kapellenstraße).

49) Beystraße (Übach / 1959)
Benannt nach einem Schultheiss (Bürgermeister) der Bank Übach in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, Matthias Bey, gestorben am 30.1.1698.   

50) Birgder Hof (Übach / 1980)
Hof, benannt nach einem mittelalterlichen Übacher Rittersitz namens "Birgt", der in diesem Bereich gelegen hat.   

51) Birkenstraße (Boscheln / 1950)
Benannt nach der Birke, aber auch deshalb, weil dort zur Straßenbegrünung Birken benutzt wurden.   

52) Blumenstraße (Boscheln / 1965)
Hinweis auf die Blumensiedlung in Boscheln. Blume als Allgemeinhinweis.   

53) Bonhoefferstraße (Übach / 1979)   
Benannt nach Dietrich Bonhoeffer, geb. 4.2.1906 in Breslau, gestorben am 9.4.1945 im KZ Flossenburg. Ev. Theologe und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.   

54) Borsigstraße (Übach / 1990)
Benannt nach Arnold August Paul  Borsig, geb. am 23.6.1867 Berlin, gestorben am 1.4.1897 in Schlesien. Deutscher Großindustrieller, leitete zusammen mit seinen Brüdern die Borsig-Werke in Berlin.   

55) Boschstraße (Übach / 1983)   
Benannt nach Robert Bosch, geb. 23.9.1861 in Albeck bei Ulm, gestorben am 12.3.1942 in Stuttgart, deutscher Industrieller.    

56) Brabantstraße (Boscheln / 1936)
Keine genaue Erklärung mehr möglich. Ob die Straße nach der niederländischen Provinz oder nach einem Eigennamen benannt wurde, lässt sich nicht mehr feststellen.   

57) Breiller Gracht  (Frelenberg / vor 1935)
Straße, die in Richtung Schloss Breill führt, einer Schlossanlage mit einer Geschichte bis ins 13. Jhd.   

58) Bruchhausener Straße (Rimburg / 1965)
Straße, die in Richtung Bruchhausen (Niederlande) führt, (früher Maastrichter Weg).

59) Brünestraße (Boscheln / 1926)
Bestandteil der Via-Belgica, Straße von Bavai nach Köln, an anderen Orten auch ähnlich benannt (Chausee de Brunehaud). Wort kommt sprachlich von Brunni (Brustpanzer), (früher mal Hambückerstraße, vorher auch Brünnestraße geschrieben).

60) Brunnenstraße (Frelenberg / 1922)
Der Name erinnert an einen Brunnen in diesem Bereich, der die Anwohner einmal mit Wasser versorgte.   

61) Buchenstraße (Boscheln / 1950)   
Benannt nach der Buche, aber auch deshalb, weil dort zur Straßenbegrünung Buchen benutzt wurden.   

62) Burgstraße (Übach / vor 1925)   
Hinweis auf die Übacher Burg, die sich in unmittelbarer Nähe dieser Straße befand, (ganz früher Pützgracht (Alt-Übach).

63) Buschstraße (Frelenberg / 1970)
Straße, an deren Stelle sich vorher eine kleine Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern - ein Busch - befand.   

64) Calvinstraße (Scherpenseel / 2008)
Benannt nach Johannes Calvin, geb. 10.7.1509 in Noyon, gestorben 27.5.1564 in Genf, Theologe, aber auch Reformer (wie Martin-Luther).   

65) Carl-Alexander-Straße (Boscheln / 1950)
Benannt nach der Grube Carl-Alexander, die in unmittelbarer Nähe von Boscheln lag und die federführend beim Bau der Boschelner Bergmannssiedlung war. Die meisten Boschelner Bergleute arbeiteten ohnehin auf "Alex" (Volksmund für die Zeche Carl-Alexander).   

66) Carl-Benz-Straße (Holthausen / 1990)   
Benannt nach Carl Friedrich Benz, geb. am 25.11.1844 in Mühlburg (Karlsruhe), gestorben am 4.4.1929 in Ladenburg, deutscher Ingenieur und Automobilpionier, sein Unternehmen "Benz & Cie." fusionierte 1926 mit der "Daimler-Motoren-Gesellschaft" zur Daimler-Benz-AG.   

67) Carlshof (Palenberg / 1984) 
Benannt nach Karl dem Großen (Carolus), d.h. ein Wohnhof in unmittelbarer Nähe der Carlstraße.   

68) Carlsplatz ( Übach / 1987)
Benannt nach Karl dem Großen (Carolus), d.h. der Platz in dem die Carlstraße mündet.   

69) Carlstraße
(Palenberg vor 1920)   
Hinweis auf den Weg zur Zeche, Carolus bzw. auf Karl dem Großen. Früher wurde die Carlstraße auch Karlstraße geschrieben. Nicht zu verwechseln mit Bürgermeister Carl, der mit diesem Straßennamen nichts zu tun hat.   

70) Carolus-Magnus-Allee (Palenberg / 1928)  
Hinweis auf die Zeche Carolus-Magnus, gleichbedeutend auch auf Karl dem Großen.   
   
71) Carolus-Magnus-Straß
e (Übach vor 1925)   
Hinweis auf die Zeche Carolus-Magnus, gleichbedeutend auch auf Karl dem Großen, (ganz früher A jen Eng / Am Eng).

72) Clara-Schumann-Weg
(Übach/ 1999)   
Benannt nach Clara Josephine Schumann, geb. am 13.9.1819 in Leipzig, gestorben am 20.5.1896 in Frankfurt am Main. Deutsche Pianistin und Komponistin, (Ehefrau von Robert Schumann).   

73) Comeniusstraße (Übach / 1967)   
Benannt nach Johann Amos Cemenius, ev. Bischof, Philosoph und Pädagoge, geb. 28.3.1592 in Südostmähren, gestorben am 16.11.1670 in Amsterdam. Da die Straße einerseits an der Ev. Erlöserkirche liegt bzw. auch zur früheren Ev. Schule Palenberg führte, nahm man diesen Umstand als "evangelischen Bezug".   

74) Conneallee (Übach/ 1947)   
Allee, die zum Connefeld in Übach führt (alte Flurbezeichnung = E jen Conn).   

75) Cranachweg (Übach / 1976)   
Benannt nach Lucas Cranach der Ältere, geboren um 1475 in Kronach, gestorben am 16.10.1553 in Weimar, deutscher Maler und Grafiker der Renaissance.

76) Dahlienweg  Boscheln / 1966)   
Blumensiedlung in Boscheln, Blume: Dahlie.

77) Daimlerstraße (Übach/ 1978)  
Benannt nach Gottlieb Wilhelm Daimler (eigentlich Däumler), geb. am 17.3.1834 in Schorndorf, gestorben am 6.3.1900 in Cannstatt, deutscher Ingenieur, Konstrukteur und Industrieller. Er entwickelte den ersten Benzinmotor und das erste Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor.  

78) Dammstraße (Übach/ 1936)  
Der Name erinnert an den Mühlenteich des Übachs und dem dazugehörenden Damm, der auf der Trasse der heutigen Straße bis ins 20. Jahrhundert noch existierte. Die Versiegung des Übachs und die schwächer werdenden Übacher Quellen (Klingelpütz) sorgten für das Verschwinden von Mühle und Mühlenteich, (früher Mühlenstraße).

79) David-Hansemann-Straße (Holthausen / 1990)
Benannt nach David Justus Ludwig Hansemann, geb. am 12.7.1790 in Finkenwerder bei Hamburg, gestorben am 4.8.1864 in Schlangenbad. Lebte lange als Kaufmann, Bankier und Kommunalpolitiker in Aachen. 1848 war er als Finanzminister einer der führenden Politiker der preußischen Märzregierung.

80) Dionysiusstraße (Übach / 1951)
Benannt nach Dionysius von Paris, geboren in Italien, gestorben nach 250 in Lutecia Parisiorum, heute Paris in Frankreich. War Missionar in Gallien, erster Bischof von Paris und christlicher Märtyrer und Nothelfer. Zwei Pfarren in Übach-Palenberg (Übach und Frelenberg) tragen seinen Namen, (früher En dr Gang / Franzstraße).

81) Dürerstraße  (Boscheln / 1958)
Benannt nach Albrecht Dürer der Jüngere (auch Duerer) geboren am 21. Mai 1471 in Nürnberg, gestorben am 6. April 1528 ebenda. Deutscher Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker von europäischem Rang. Er war ein bedeutender Künstler zur Zeit des Humanismus und der Reformation.

82) Eburonenstraße (Rimburg / 1977)  
Benannt nach dem keltischen Volksstamm (linksrheinischer Germanenstamm), die im Jahr 53/51 vor Chr. von den Römern vernichtet wurden, (früher verlängerte Bahnhofstraße).

83) Eibenweg (Boscheln / 1996)   
Siedlung der heimischen Gehölze in Boscheln: Eiben.

84) Eichendorffstraße (Frelenberg / 1950)  
Benannt nach Joseph Freiherr von Eichendorff, geboren am 10.3.1788 in Schloss Lubowitz bei Ratibor/Oberschlesien, gestorben am 26.11.1857 in Neiße, schlesischer Lyriker und Schriftsteller in der Romantik.

85) Einhardstraße  (Marienberg/ 1954)   
Benannt nach Einhard, geb. um 770 im Maingau, gestorben am 14.3.840 im Kloster Seligenstadt, einem fränkischen Gelehrten und Leiter der Hofschule Karls des Großen. Man nannte ihn auch seinen Geschichtsschreiber/Biographen.

86) Elisabethstraße  (Marienberg / 1972)   
Benannt nach dem bedeutenden und häufig vorkommenden Frauenvornamen des 19. bzw. 20. Jahrhunderts: Elisabeth.

87) Elsa-Brändström-Straße (Palenberg / 2000)  
Benannt nach Elsa Brändström, geb. am 26.3.1888 in Sankt Petersburg, gestorben am 4.3.1948 in Cambridge(Massachusetts, schwedische Philanthropin, bekannt als "Engel Sibiriens" in den russischen Gefangenlagern des Ersten Weltkriegs.

88) Em Koddes (Übach/ 1983)   
Von dem heutigen Platz "Em Koddes" führte in Alt-Übach ein Weg "En d´r Koddes". Vermutlich ein Weg zu den Schweinewiesen (kodde).    Weg vom heutigen Koddes hieß auch Kuhgang

89) Endstraße (Palenberg / 1927)   
Straße am Ende der Bergmannssiedlung Palenberg.

90) Erikaweg (Boscheln/ 1966)   
Blumensiedlung in Boscheln, Blume: Erika.

91) Erlenweg (Boscheln / 1996)   
Siedlung der heimischen Gehölze in Boscheln: Erlen.

92) Ernst-Wiechert-Straße (Übach/ 1952)   
Benannt nach Ernst Wiechert, deutscher Schriftsteller und Dichter, geb. 18.5.1887, gestorben 24.8.1950, u.a. auch gegen das NS-Regime.

93) Eulenweg (Frelenberg / 2000)  
Benannt nach der Eule, einem heimischen Raubvogel.   

94) F.W. Raiffeisen-Straße (Holthausen / 1990)
Benannt nach Friedrich Wilhelm Raiffeisen, geboren am 30.3.1818 in Hamm(Sieg), gestorben am 11.3.1888 in Neuwied, deutscher Sozial- und Wirtschaftsreformer sowie Kommunalbeamter.   

95) Falkenstraße (Frelenberg / 1951)
Benannt nach dem Falken, einem heimischen Greifvogel.   

96) Fasanenweg (Frelenberg / 2000)
Benannt nach dem Fasan, einem heimischen Vogel in Feld und Flur.   

97) Fastradahof
(Palenberg / 1984)
Wohnhof in unmittelbarer Nähe der Fastradastraße, d.h. gleichfalls benannt nach Fastrada, der vierten Frau Karls des Großen.   

98) Fastradastraße (Palenberg / vor 1952)
Benannt nach Fastrada, geb. um 765, gestorben am 10.8.794 in Frankfurt/Mai. Die vierte Ehefrau Karls des Großen.   

99) Feldstraße (Frelenberg / 1922)
Straße am äußeren Siedlungsrand, direkt am Feld gelegen.   

100) Feuerbachweg (Übach / 1976)
Benannt nach Anselm Feuerbach, geboren am 12.9.1829 in Speyer, gestorben am 4.1.1880 in Venedig. Bedeutender deutscher Maler in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts.   

101) Feuerdornweg
(Boscheln / 1996)
Siedlung der heimischen Gehölze in Boscheln: Feuerdorn.   

102) Fichteweg
(Übach / 1982)
Benannt nach Johann Gottlieb Fichte, geboren am 19. Mai 1762 in Rammenau bei Bischofswerda, gestorben am 29. Januar 1814 in Berlin. Deutscher Erzieher und Philosoph.
  
103) Fidelisstraße (Boscheln / 1958)
Benannt nach Fidelis Rey aus Baesweiler (Stifter des Grundstückes für die Boschelner Pfarrkirche) im Grunde aber auch nach dem heiligen Fidelis von Sigmaringen, geb. am 1. Oktober 1578 in Sigmaringen, gestorben am 24. April 1622 in Seewis in Graubünden, einem katholischen Ordenspriester, promovierten Juristen und Märtyrer. Die Duplizität des Namens ergänzt sich hier orts- bzw. Pfarrpatronsbezogen.
   
104) Finkenstraße (Übach / 1951)
Erinnert an eine alte Pastoratswiese in diesem Bereich, in der es viele Finken gab.   

105) Fletstraße
(Scherpenseel / 1972)
Straße die zur in der Nähe befindlichen Flur "An der Flet" führt, (früher Waldstraße (vor 1972).

106) Fliederweg
(Boscheln / 1966)
Blumensiedlung in Boscheln, Blume: Flieder (Verbindungsweg von Begonienweg bis Nelkenweg).   

107) Floriansweg 
(Übach / 1982)
Benannt nach dem Hl. Florian, geb. in Cannabiaca, gestorben am 4. Mai 304 in Lauriacum, dem heutigen Lorch in Oberösterreich. Er war ein römischer Beamter, der zum christlichen Glauben übertrat und den Märtyrertod starb. Schutzpatron der Feuerwehr. Die direkte Nähe des Feuerwehrhauses gab dem Straßennamen den unmittelbaren Sinn.   

108) Frankenhof
(Palenberg / 1984)
Wohnhof in Palenberg, der - wie die Frankenstraße - an den frühgeschichtlichen Einfluss der Franken in unsere Region erinnert. Der direkte Bezug sind die Frankengräber an der St. Petruskapelle.   

109) Frankenstraße (Palenberg / 1948)
Benannt nach den Franken, einem der germanischen Großstämme, die erstmalig im 3. Jahrhundert erwähnt wurden. Die Frankengräber an der St. Petruskapelle, an der die Frankenstraße vorbeiführt, geben den eigentlichen Bezug zu diesem Namen, (früher Bahnhofstraße).

110) Franko-Neumetzler-Ring (Holthausen / 2008)
Eine auf privatem Grund der Firma SLV liegende Straße, die von der Firmenleitung nach deren Geschäftsführer benannt wurde, die aber offiziell nicht zu den kommunalen Straßen der Stadt gehört, jedoch in der Aufmachung dem uninformierten Besucher das Gefühl gibt, als wäre dies der Fall.   

111) Franzstraße
(Übach / 1951)
Benannt nach Franz Koerfer, technisches Vorstandsmitglied des EBV von 1875 bis zu seinem Tode im Jahre 1878, (früher Kirchgässchen).

112) Franz-von-Assisi-Straße
(Palenberg / 2000)
Benannt nach Franz von Assisi, geb. 1181/1182 in Assisi, gestorben am 3.10.1226 in Portiuncula-Kapelle. Heiliger, der streng nach dem Vorbild von Jesus lebte.   

113) Franz-von-Sales-Straße
(Marienberg / 1954)
Franz von Sales, geb. am  21. August 1567 auf Burg Sales, Thorens-Glières, verstorben am 28. Dezember 1622 in Lyon. Er war Fürstbischof von Genf mit Sitz in Annecy, Ordensgründer, Mystiker und Kirchenlehrer. Der eigentliche Bezug zum Straßennamen erklärt sich in der Tatsache, dass sich der Orden Franz-von-Sales im Jahre 1911 in Marienberg niederließ und hier seit dieser Zeit ein Kloster unterhält bzw. die Geistlichen dieses Ordens in Übach-Palenberg seelsorgerisch tätig sind.   

114) Freiheitstraße
(Übach / 1945)
Straßenname weist auf Freiheit als Wesen der neuen demokratischen Staatsform hin, die nach der Hitlerdiktatur Wirklichkeit wurde. Möglicherweise auch als direkter Kontrast zum vorherigen Namen (Joseph-Göbbels-Straße), (früher auch Oberstraße, Hauptstraße und Joseph-Göbbels-Straße).

115) Friedensstraße
(Boscheln / 1958)
Hinweis auf den Weg zum Friedhof, (früher auch Brünestraße).

116) Friedrich-Ebert-Straße
(Übach / 1986)
Benannt nach Friedrich Ebert, geb. am 4.2.1871 in Heidelberg, gestorben am 28.2.1925 in Berlin. Deutscher Politiker (SPD) und erster Reichspräsident der Weimarer Republik.   

117) Friedrichstraße
(Boscheln / 1936)
Benannt nach Friedrich Honigmann (1841 bis 1913), der mit seinem Bruder Carl die Steinkohlenzeche Nordstern in Merkstein leitete. Zahlreiche Boschelner Bergleute, die in dieser Zeit auf Carl-Alexander arbeiteten, waren vorher auf Nordstern beschäftigt gewesen.   

118) Fröbelstraße (Marienberg / 1958)
Benannt nach Friedrich Fröbel, geboren am 21. April 1782 in Oberweißbach, gestorben am 21. Juni 1852 in Marienthal, Deutscher Pädagoge (Schüler Pestalozzis), "Erfinder" der Bezeichnung Kindergarten.   

119) Gartenstraße
(Boscheln / 1929) Natur und Grün als Grundthema, wie diese und andere Straßen in der Bergarbeitersiedlung Boscheln zu dieser Zeit auch: Grünhof, Wiesenstraße, Lindenstraße, Gartenstraße, Hofstraße.   

120) Gaußstraße
(Scherpenseel / 1966)
Benannt nach Johann Carl Friedrich Gauss, geboren am 30.4.1777 in Braunschweig, gestorben am 23.2.1855 in Göttingen. Deutscher Mathematiker, Astronom, Geodät und Physiker.   

121) Geilenkirchener Straße
(Frelenberg / vor 1935)
Hinweis auf die Stadt Geilenkirchen, die Straße, die nach Geilenkirchen führt, (früher teilweise: die Eng).

122) Gerd-Schindler-Allee
(Marienberg / 2002)
Weg zum Naherholungsgebiet, die beidseitig von Gerd Schindler aus Boscheln bepflanzt wurde (Baumspendeaktion). Das Straßenschild ist ein Hinweis darauf, dass Gerd Schindler als großzügigster Baumspender im Rahmen der städtischen Baumpflanzaktionen in Erscheinung getreten ist. Straße gehört jedoch nicht zum offiziellen Straßenverzeichnis der Stadt und ist insofern nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmet.   

123) Gerhart-Hauptmann-Weg
(Palenberg / 1951)
Benannt nach Gerhart-Hauptmann, schlesischer Dramatiker und Schriftsteller, geb. 15.11.1862, gestorben 6.6.1946, erhielt 1912 den Nobelpreis für Literatur. Diese Straße wurde vornehmlich für Flüchtlinge aus dem deutschen Osten (z.B. Schlesier) gebaut, die nach dem Krieg nach Übach-Palenberg kamen, deshalb auch Benennung nach einer schlesischen Persönlichkeit.   

124) Gertrudstraße
(Marienberg / 1972)
Benannt nach dem bedeutenden und häufig vorkommenden Frauenvornamen des 19. bzw. 20. Jahrhunderts: Gertrud.

125) Glückaufstraße
(Palenberg / 1969)
Benannt nach dem Bergmannsgruß "Glück-Auf" als Hinweis auf die Bergarbeitersiedlung Palenberg.   

126) Goethestraße
(Boscheln / 1936)
Benannt nach Johann Wolfgang von Goethe, geboren am 28. August 1749 in Frankfurt am Main, gestorben an 22. März 1832 in Weimar, geadelt 1782, wohl der berühmteste deutsche Dichter.   

127) Grabenstraße
(Frelenberg / 1959)
Hinweis auf frühere Gräben an dieser Stelle, um von dort das Wasser in Richtung Mühle/Wurm zu leiten, (früher auch Mühlenweg und An der Heck).

128) Grenzweg
(Marienberg / vor 1945   
Straße, die zur Landesgrenze (Niederlande) führt.   

129) Grotenrather Straße
(Scherpenseel / vor 1950)
Straße, die in Richtung Grotenrath geht, (früher Grotenrather Weg).

130) Grüner Weg
(Holthausen / 1960)
Benannt nach der dortigen Flurbezeichnung "Am grünen Wege".   
 
131) Grünstraße (Palenberg / 1927)
Keine genaue Erklärung mehr möglich. Ob eine Person namens Grün oder der Blick ins Grüne gemeint ist, konnte nicht mehr festgestellt werden.   

132) Gürzelweg
(Frelenberg / 1936)
Weg zum Gürtzelbusch bzw. das an dieser Stelle (wo heutige Siedlung Schildstraße, Brunnenstraße etc liegt das Waldgebiet Gürtzelbusch lag, (früher Talstraße).

133) Gut Blaustein
(Blaustein / vor 1900)
Gleichnamiges Gut, das auf eine neuzeitliche Gründung zurückgeht. Anfang des 20. Jahrhunderts ein Pachtgut der Gewerkschaft Carl-Alexander.   

134) Gut Drinhausen
(Übach / vor 1800)
Altes Gut, das in alten Übacher Zeiten zur Abtei Thorn gehörte. Es wurde durch die Franzosen säkularisiert. Drinhausen bedeutet "Bei den Drien Husen", d.h. bei den drei Häusern. Urkundlich erstmalig 1172 erwähnt im Rahmen eines Vertrages zwischen Gottfried von Heinsberg und der Abtei Thorn.   

135) Gutenbergstraße
(Scherpenseel / 1984)
Benannt nach Johannes Gutenberg, geboren um 1400 in Mainz, gestorben am 3.2.1468 Ebenda. Erfinder des Buchdrucks.   

136) Hanapfelstraße
(Windhausen / 1954)
Straße in unmittelbarer Nähe der Flur Hanapfel.   

137) Händelstraße
(Übach / 1975)
Benannt nach Georg Friedrich Händel, geboren am 5.3.1685 Halle a. d. Saale, gestorben am 14.4.1759 in London. Deutsch-britischer Komponist in der Epoche des Barocks.   

138) Hangweg
(Palenberg / 1966)
Weg, der in Richtung Hang (zum Hang des Heidbergs) führt.   

139) Hans-Böckler-Straße
(Boscheln / 1964)
Benannt nach Hans Böckler, geb. am 26.2.1875 in Trautskirchen bei Neustadt ab der Aisch, gestorben am 16.2.1951 in Düsseldorf. Deutscher Politiker und erster 1. Vorsitzender des DGB. Bekannt ist er heute hauptsächlich durch die nach ihm benannte Hans-Böckler-Stiftung.   

140) Hasenbuschstraße
(Windhausen / 1954)
Straße am Hasenbusch in Windhausen (Flurbezeichnung).   

141) Hasselter Hof
(Übach / 1985)
Hof, benannt nach einem in Mittelalter in der Bank Übach gelegenen Hof.   

142) Heckstraße
(Frelenberg / vor 1935)
An der Stelle befanden sich große Anpflanzungen, die durch eine Hecke begrenzt waren, (früher auch An der Heck).

143) Hedwigstraße
(Marienberg / 1972)
Benannt nach dem bedeutenden und häufig vorkommenden Frauenvornamen des 19. bzw. 20. Jahrhunderts: Hedwig.

144) Heerlener Straße
(Scherpenseel / 1953)
Straße, die in Richtung Heerlen (NL) geht, (früher bis 1953 Hauptstraße).

145) Heidberg
(Palenberg / 1936)
Bezeichnung korrepondiert mit dem dort gelegenen Heidberg. Früher war dort auch eine Heide, wovon der Heidberg den Namen ableitet, (früher auch  Bergstraße, d.h. das Stück das bergan Richtung Sonnenhof führt).

146) Heidberghof
(Palenberg / 1970)
Bauernhof, der nach dem nahegelegenen Heidberg benannt ist, Hof am Heidberg.   

147) Heidfeldstraße
(Siepenbusch / 1960)
Straße, die zum Windhausener Heidfeld (Flurbezeichnung) führt.   

148) Heinrichstraße
(Boscheln / 1983)
Benannt nach einem Vornamen, der in der Benennungsphase dieser Straße (möglicherweise) willkürlich gewählt wurde.   

149) Heinsberger Straße
(Frelenberg / 1970)
Straße, die in Richtung Heinsberg geht, (vor 1970 auch Kuhgang).

150) Helenenhof
(Übach / 1968)
Auf Wunsch der dort lebenden Familie Rademacher wurde dieser Hof Helenenhof benannt (Vorname der damaligen Großmutter), (früher auch  Neu-Drinhausen).

151) Hellebott
(Übach / vor 1945)
Benannt nach der Flurbezeichnung Hellebott (Hinweis auf die letzte Nagelschmiede). Flurbezeichnung dort auch Hillebott.    

152) Herbacher Wald (Übach / vor 1950)
Weg am Fuße des Herbacher Waldes in Richtung Herbach.   

153) Herderstraße
(Übach / 1959)
Benannt nach Johann Gottfried von Herder, geb. am 25.8.1744 in Mohrungen/Ostpreußen, gestorben am 18.12.1803 in Weimar. Deutscher Dichter, Übersetzer, Theologe  und Geschichts- und Kultur- Philosoph der Weimarer Klassik.    

154) Hildegardstraße
(Marienberg / 1954)
Benannt nach dem bedeutenden und häufig vorkommenden Frauenvornamen des 19. bzw. 20. Jahrhunderts: Hildegard. Möglich wäre auch in Anlehnung von Hildegardis (Ehefrau Karls des Großen).   

155) Höfweg
(Scherpenseel / vor 1945)
 Straße, die hinter den Bauernhöfen der Heerlener Straße verläuft, d.h. der Weg hinter den Höfen. Hof und Höf meint in dem Falle das gleiche, (früher Höfe oder auch Hofweg).

156) Holbeinweg (Übach / 1976)   
Benannt nach Carl Eduard Holbein, geboren 1807 in Berlin, gestorben am 19. Februar 1875 ebenda. Deutscher Maler und Illustrator.   

157) Holthausener Straße
(Holthausen / 1960)
Benannt nach dem Weiler Holthausen (Häuser im Gehölz), erste Erwähnung 1271.   

158) Holunderplatz
(Boscheln / 1996)
Siedlung der heimischen Gehölze in Boscheln: Holunder.   

159) Hovergracht
(Übach / vor 1900)
Gracht, die zu den Hover Feldern (zwischen Übach und Frelenberg gelegen) führt. Hier gibt es das östliche und das westliche Hover Feld.   

160) Hoverhof
(Übach / vor 1935)
Hof, der zwischen den Hover Feldern (östliches und westliches) liegt. Hoverhof = Hof der Hover, Besitz der Ritterfamilievon Hubach, kam 1140 in Besitz der Äbtissin Thorn. Siehe auch Hover Gracht.   

161) Hubertusstraße
(Marienberg / 1950)
Keine genaue Erklärung mehr möglich. Ob nur der Name Hubertus gemeint ist, oder eine bestimmte Person Namens Hubertus, lässt sich nicht mehr feststellen.   

162) Hügelstraße
(Marienberg / 1928)
Straße, die am dortigen Hügel entlang läuft.   

163) Im Beggendorfer Hof
(Übach / 1996)
Wohnhof in unmittelbarer Nähe zur Beggendorfer Straße.   

164) Im Feld
(Scherpenseel / 1965)
Verbindungsstraße von Scherpenseel nach Windhausen, die "Im Feld" verläuft.   

165) Im Kauert
(Übach / 1996)
Benannt nach der dortigen Flurbezeichnung "Cayart" oder "Cayartsfeld" - ein alter Waldname für die dort gelegenen Wiesen. Schon vor über 100 Jahren war dort ein Weg "Em Kauet"/"Im Kauert" auf der Karte verzeichnet, (früher Im Kauert als Wirtschaftsweg).

166) Im Kiel (Übach / 1966)
Benannt nach der dort gelegenen Flur "Im Kiel", früher "auf´m Kehl". Dort floss eine Quelle in einer Bodenfalte zum Übach hin.    

167) Im Mühlenhof
(Palenberg /1989)
Wohnhof in unmittelbarer Nähe des Mühlenweges, die Bezeichnung "Mühlen" hat also den selben Hintergrund.   

168) Im Südhof
(Boscheln / 1982)
Wohnhof in unmittelbarer Nähe des Südrings (Südring - Südhof)   

169) Im Winkel
(Marienberg / 1956)
Straße weist auf die eigene geographische Lage hin, d.h. dass sie "Im Winkel" (90 Grad) zu den vier zu ihr hinführenden Straßen liegt.   

170) In den Benden
(Palenberg / 1920 - 1921)
Hinweis, dass in diesem Bereich die Palenberger Benden (Wiesen) lagen, als diese vor dem Bau der Carolus-Zechenwohnungen noch existierten.   

171) In der Eich
(Frelenberg / 1950)
Benannt nach einer dort befindlichen Flurbezeichnung bzw. dass dort in "unbesiedelten Zeiten" ein (kleiner) Eichenwald stand.   

172) In der Gehölde
(Marienberg / 1951)
Straße nach dem dortigen Flugnamen "Gehölde" benannt.   

173) In der Heide
(Scherpenseel / 1957)
Straße, die unmittelbar in die Scherpenseeler Heide führt.   

174) In der Mulde
(Frelenberg / 1970)
Dieses Gebiet wurde im Volksmund "En de Mold", gekennzeichnet durch eine hügelige Topographie.   

175) In der Rott
(Zweibrüggen / vor 1900)
Bezeichnung um 1850 Rothweg, später "In der Roet", heute "In der Rott. Seit Jahrhunderten bestehender Weg von Frelenberg nach Zweibrüggen, (im 17. Jhd. Jonkersweg).

176) In der Schley
(Marienberg / 1928)
Flurbezeichnung in diesem Bereich in unmittelbarer Nähe der sich dort entlang schlängelnden Wurm, (früher auch Schleystraße).

177) In d'r Gang (Übach / 2002)
Benannt nach dem Alt-Übacher Weg (19. Jdh.) "En d´r Gang", der an dieser Stelle in Übach in Ost-westliche Richtung führte.   

178) Irisweg
(Boscheln / 1966)
Blumensiedlung in Boscheln, Blume: Iris.   

179) Jägerstraße
(Frelenberg / vor 1935)
Straßenname wurde seinerzeit von der ABS festgelegt. Der genaue Hintergrund entzieht sich hier.   

180) Johanniterstraße
(Palenberg / 2000)
Straße an dem der Johanniter-Kindergarten liegt, die aber auch auf die Johanniter-Unfallhilfe im Allgemeinen hinweist.   

181) Josef-Fürkötter-Straße
(Scherpenseel / 2011)
Benannt nach Josef Fürkötter, Bürgermeister der Großgemeinde Übach-Palenberg von 1961 bis 1964.   

182) Josefstraße
(Palenberg / 1922)
Straße benannt nach dem Hl. Josef (Vater Jesu), aber auch in Anlehnung an den St. Josefs-Bergarbeiterverein Palenberg.   

183) Josef-van-der-Velden-Straße
(Boscheln / 1958)
Benannt nach Johannes Joseph van der Velden. geb. am 7.8.1891 in Übach, gestorben am 19.5.1954 in Krefeld. Katholischer Theologe und Bischof von Aachen. Der Straßenname soll in erster Linie die Anerkennung ausdrücken, dass ein Sohn Übachs Bischof von Aachen wurde, (früher Lindchensweg, vorher "Van es Jelingche").

184) Jülicher Straße (Übach / vor 1935)
Straße, die nach Jülich führt, (früher Op Müllkens).

185) Kantstraße (Frelenberg / 1953)
Benannt nach Immanuel Kant  geb. am 22. April 1724 in Königsberg, gestorben am 12. Februar 1804 ebenda. Er war ein deutscher Philosoph der Aufklärung und berühmtester Sohn Königsbergs.   

186) Kapellenstraße
(Palenberg / 1951)
Straße in unmittelbarer Nähe der St. Petruskapelle (Karlskapelle).
  
187) Karolingerstraße (Palenberg / 1970)
Benannt nach  den Karolingern, einem Herrschergeschlecht der westgermanischen Franken, das ab 751 im Frankenreich die Königswürde innehatte. Sein berühmtester Vertreter war Karl der Große.   

188) Kastellhof
(Rimburg / 1994)
Wohnhof in unmittelbarer Nähe zur Kastellstraße. Kastell bezieht sich auf die räumliche Nähe zu Schloss Rimburg.   

189) Kastellstraße
(Rimburg / vor 1955)
Bezieht sich auf das Schloss ("Kastell") Rimburg, das sich in der Nähe befindet.   

190) Keplerstraße
(Scherpenseel / 1966)
Benannt nach Johannes Kepler, geboren am 27. Dezember 1571 in Weil der Stadt, gestorben am 15. November 1630 in Regensburg. Deutscher Naturphilosoph, Mathematiker, Astronom, Astrologe, Optiker und evangelischer Theologe.   

191) Kettelerstraße
(Übach / 1979)
Benannt nach Wilhelm Freiherr von Ketteler, geb. am 15. Juni 1906 auf Schloss Eringerfeld, ermordet am März 1938 in Wien. Deutscher Diplomat. Gegner des Nationalsozialismus und enger Mitarbeiter von Hitlers Vizekanzler und Botschafter in Wien, Franz von Papen. Von der Gestapo ermordet.   

192) Kieswinkelstraße
(Übach / 1971)
Benannt nach dem dortigen Flurnamen "En d´r Kieswinkel". Der Name erklärt sich auch über "Kees", "Kas" oder "Kaiswinkel" und führt demnach auf "Eiche" zurück. Darum werden Eichenbäume zur Prägung des Flurnamens beigetragen haben.   

193) Kirchberg
(Übach / vor 1935)
Straße, die zur Kirche in Übach führt, quasi den Berg hochgehen zur Kirche, (früher Wienandsberg).

194) Kirchfeld (Palenberg / 1920)
Straße, benannt nach der dort vorhandenen Flurbezeichnung "Kirchfeld", wahrscheinlich in Bezug auf die Kirche "St Petruskapelle". Nach der Sanierung von Palenberg wurde ein Teil des unteren Mühlenweges (ab Knick) 1990 Kirchfeld und der ursprüngliche Kirchfeld Mühlenweg.

195) Kirchplatz (Übach / vor 1900)
Platz, auf dem sich die Übacher Kirche befindet, (früher Kerkplei).

196) Kirchstraße (Palenberg / 1928)
Straße, an dem sich die kath. Pfarrkirche St. Theresia befindet.   

197) Klosterstraße
(Marienberg / vor 1935)
Straße, die zum Kloster Marienberg führt, zum Kloster der Oblaten des Hl. Franz von Sales.   

198) Knappenstraße
(Boscheln / 1936)
Straße, durch die die Knappen (Bergleute) zu Fuß in Richtung Grube Anna (Alsdorf) gingen, (früher Martinstraße).

199) Kokoschkastraße
(Übach / 1970)
Benannt nach Oskar Kokoschka, geb. am 1.3.1886 in Pöchlarn, gestorben am 22.2.1980 in Montreux/Schweiz. Österreichischer Maler, Grafiker und Schriftsteller.   

200) Kollwitzstraße
(Übach / 1970)
Benannt nach Käthe Kollwitz, geb. am 8.7.1867 in Königsberg, gestorben am 22.4.1945 in Moritzburg. Deutsche Künstlerin des 20.Jahunderts, berühmt durch ihre Zeichnungen des "realen Elends" der 20er Jahre.   

201) Kopernikusstraße (Übach / 1958)
Benannt nach Nicolaus Kopernikus, geb. am 19.2.1473 in Thorn, gestorben am 24.5.1543 in Frauenburg. Neben seiner beruflichen Tätigkeit aus Frauenburger Domherr beschäftigte er sich mit Astrologie und vertrat die These des heliozentrischen Weltbildes, d.h. dass sich die Erde um die Sonne dreht in einem Sonnensystem.   

202) Krähwinkel
(Palenberg / 1928)
Keine genaue Erklärung möglich. Vielleicht deshalb so bezeichnet, weil die Straße klein und am Rande lag.   

203) Kreuzgracht
(Scherpenseel / vor 1945)
Straße (Gracht), an deren Beginn ein alter Kreuzaltar steht und die auch bei (Kreuz)Prozessionen begangen wurde.   

204) Lange Hecke
(Frelenberg / 2006)
Benannt nach der Flur "Lange Hecke" in diesem Bereich.
  
205) Lederbuschstraße (Frelenberg / 1967)
Benannt nach dem dort gelegenen Flurnamen Lederbusch, (früher Plum´s Gracht).

206) Leostraße (Boscheln / 1936)
Benannt nach einem Papst Leo, der sich durch soziale Reformen den Bedürfnissen der Arbeiterschaft gewidmet hat (Sozialenzyklika).   

207) Lessingstraße
(Übach / 1959)
Benannt nach Gotthold Ephraim Lessing, geboren am 22.1.1729 in Kamenz, gestorben am 15.2.1781 in Braunschweig. Dichter der deutschen Aufklärung (Fabeln, Gedichte).  

208) Liebermannweg (Übach / 1976)
Benannt nach Max Liebermann, geb. am 20.7.1847 in Berlin, gestorben am 8.2.1935 in Berlin. Deutsch-jüdischer Maler und Grafiker.Vertreter des deutschen Impressionismus.    

209) Lindenplatz
(Boscheln / 1936)
Platz in der Gehag-Siedlung, an dem ursprünglich Linden gepflanzt waren. Konnte 1936 den Namen erhalten, weil der Lindenplatz in Übach zum Adolf-Hitler-Platz wurde.   

210) Lotharstraße (Palenberg / 1928)
Benannt nach König Lothar I. (Enkel von Karl dem Großen), geboren 795, Mitregent des Vaters Ludwig I. von 817 bis 855, gestorben am 29.9.855.   

211) Ludwigstraße
(Palenberg / 1928)
Benannt nach dem Sohn Karls des Großen, "Ludwig der Fromme", gestorbem am 20.6.840 auf einer Rheininsel.   

212) Lückerhof
(Übach / vor 1935)
Benannt nach einem dort im 19. Jahrhundert gelegenen Hof mit diesem Namen.   

213) Luisenstraße
(Marienberg / 1972)
Benannt nach dem bedeutenden und häufig vorkommenden Frauenvornamen des 19. bzw. 20. Jahrhunderts: Luise.

214) Maastrichter Straße
(Palenberg / 1921)
Straße, die in Richtung Maastricht führt, (früher Palenberger Weg, im Volksmund Palenberger Pädsche).

215) Marienhof (Marienberg / 1996)
Wohnhof in direkter Nähe zur Marienstraße, somit auch der gleiche Benennungshintergrund wie diese Straße.   

216) Marienstraße
(Marienberg / 1953)
Straße, die mit dem Ortsnamen Marienberg korrespondiert, der der Hl. Maria, der Mutter Gottes, gewidmet ist, (früher Dorfstraße).

217) Marktplatz (Übach / vor 1900)
Platz, auf dem Markt gehalten wurde und wo sich in Alt-Übach das Rathaus befand, (früher Dr Maat).

218) Martin-Lürkens-Straße
(Scherpenseel / 2011)
Benannt nach Martin Lürkens aus Holthausen, Bürgermeister von Übach-Palenberg von 1952 bis 1961.   

219) Martin-Luther-Straße
(Boscheln / 1956)
Benannt nach Martin Luther, geb. am 10.11.1483 in Eisleben, gestorben am 18.2.1546 ebenda. Benediktiner Mönch und späterer Reformator, quasi der "Urheber" der Evangelischen Religion. Die Straße wurde auch nach Martin-Luther benannt, weil sich die Straße in unmittelbarer Nähe Ev. Volksschule in Boscheln (spätere GGS Boscheln) befindet.   

220) Martin-Speel-Straße
(Scherpenseel / 2011)
Benannt nach Martin Speel, 1888 - 1911 Bürgermeister von Scherpenseel.   

221) Martinstraße
(Boscheln / 1924)
Keine genaue Erklärung mehr möglich. Ob nur der Name Martin gemeint ist, oder eine bestimmte Person Namens Martin, lässt sich nicht mehr feststellen.   

222) Matfriedstraße (Palenberg /1969)
Benannt nach dem Grafen Matfried, der in der Urkunde zur Ersterwähnung Palenbergs im Jahre 967 die Vermittlerrolle beim Ländertausch zwischen König Lothar gegenüber einem Otbert übernimmt.   

223) Melchersstraße
(Übach / 1959)
Benannt nach Petrus Melchioris (Melchers) van der Steghe, geborem am 12.5.1621 in Stegh, Prior und Reform-Abt des Klosters Rolduc (Kerkrade).   

224) Menzelweg
(Übach / 1976)
Benannt nach Adolph Friedrich Erdmann von Menzel, geadelt 1898, geboren am 8. Dezember 1815 in Breslau, gestorben am 9. Februar 1905 in Berlin. Deutscher Maler, Zeichner und Illustrator.   

225) Merksteiner Straße
(Rimburg / 1972)
Straße, die nach Merkstein führt, ab 1972 zu Übach-Palenberg gehörend, (früher Aachener Straße).

226) Mittelstraße
(Boscheln / vor 1945)
Mittlere Straße in der Bergarbeitersiedlung Boscheln, (früher teilweise Robertstraße).

227) Molder Hof (Übach / 2011)
Benannt nach dem Flurnamen "Das Moldfeld".
  
228) Mommertzhäuschen (Boscheln / 2011)
Straße in der Nähe des Mommertzhäuschens, Gaststätte an der Roermonder Straße, die als Gaststätte eine Tradition bis ins 19. Jahrhundert hat. Wobei der Name Mommertzhäuschen erst nach dem Ersten Weltkrieg aufkam.   

229) Mozartstraße
(Übach / 1953)
Benannt nach Wolfgang Amadeus Mozart, geb. am 27. Januar 1756 in Salzburg,  gestorben am 5. Dezember 1791 in Wien. Berühmter österreichischer Komponist zur Zeit der Wiener Klassik.   

230) Mühlenfeldweg
(Übach / 1936)
Benannt nach der Flurbezeichnung Mühlenfeld, das von dem danach benannten Mühlenfeldweg und dem Verlauf der Weinbergstraße begrenzt wird, (früher - zur Nazi-Zeit - Horst-Wessel-Straße).

231) Mühlenweg (Palenberg / 1922)
Benannt nach einem früheren Weg an dieser Stelle, der von Palenberg zur Mühle Zweibrüggen, aber auch zur Weydenmühle (Aachener Straße) führte. 1990 wurde die bisherige Straße "Kirchfeld" auch zum Mühlenweg und der unterste Teil des Mühlenweges Kirchfeld.

232) Nelkenweg (Boscheln / 1966)
Blumensiedlung in Boscheln, Blume: Nelke.   

233) Nikolaus-Becker-Straße
(Boscheln / 1936)
Benannt nach Nikolaus Becker, geb. am 8.10.1809 in Bonn, gestorben am 28.8.1845 in Hünshoven (Geilenkirchen), bekannt als Dichter des „Rheinliedes“.   

234) Nobelstraße
(Scherpenseel / 1966)
Benannt nach Alfred Bernhard Nobel, geb. am 21.10.1833 in Stockholm, gestorben am 10.12.1896 in San Remo. Schwedischer Chemiker und Erfinder sowie Erfinder des Dynamits und Stifter bzw. Namensgeber des Nobelpreises.   

235) Noldestraße
(Übach / 1970)
Benannt nach Emil Nolde, geboren am 7.8.1867 in Nolde bei Burkal/Nordschleswig, gestorben am 13.4.1956 in Seebüll/ Nordfriesland. Deutscher Maler des Expressionismus.   

236) Nordhof
(Boscheln / 1983)
Wohnhof in unmittelbarer Nähe des Nordrings (Nordring - Nordhof).
  
237) Nordring (Boscheln / 1926)
Nördlicher Ring durch die Bergarbeitersiedlung Boscheln, (früher teilweise Lindenstraße, Hauptplatz, Grünhof und Hofstraße).

238) Oderstraße (Frelenberg / 1953)
Straße, nach dem Fluß Oder benannt.   

239) Ohmstraße
(Scherpenseel / 1966)
Benannt nach Georg Simon Ohm, geb. am 16.3.1789 in Erlangen, gestorben am 6.7.1854 in München, deutscher Physiker.
  
240) Op Rölkens (Übach / 2002)
Wohnhof in unmittelbarer Nähe der Rölkenstraße, der sich an dem dort befindlichen alten Flurnamen "Op Rölkens" orientiert.    

241) Orffweg (Übach / 1996)   
Benannt nach Carl Orff, geb. am 10.7.1895 in München, gestorben am 29.3.1982 Ebenda. Deutscher Komponist und Musikpädagoge.   

242) Otbertstraße
(Palenberg / 1950)
Benannt nach Otbert, der in der Urkunde zur Ersterwähnung Palenbergs im Jahre 967 Länder von ihm mit König Lothar tauscht, auf Vermittlung des Grafen Matfried.   

243) Ottegrafenstraße
(Übach / 1953)   
Benannt nach dem Geschlecht, das wahrscheinlich im 18. Jahrhundert als letzte die Übacher Burg besassen. Die Offegraven´s verkauften die Burg 1742. Danach wahrscheinlich Umbau oder Abriss.   

244) Otto-Hahn-Straße
(Holthausen / 1990)
Benannt nach Otto Hahn, geb. am 8.3.1879 in Frankfurt am Main, gestorben am 28.7.1968 in Göttingen. Deutscher Chemiker, Pionier der Radiochemie, Entdecker der Kernisomerie (Uran Z) und der Kenspaltung des Urans (Nobelpreis 1944).   

245) Otto-von-Hubach-Straße
(Übach / 1953)   
Benannt nach Otto von Hubach, der erste namentlich erwähnte Übacher Pastor aus dem Jahre 1172. Die Familie von Hubach hatte im 12. Jahrhundert den Äbtissinnen von Thorn die Übacher Kirche geschenkt.   

246) Pappelweg
(Boscheln / 1996)
Siedlung der heimischen Gehölze in Boscheln: Pappel.   

247) Paul-Keller-Straße
(Palenberg / 1952)
Benannt nach Paul Keller, schlesischer Schriftsteller, geb. 6.7.1873, gestorben 20.8.1932, auch Journalist und Lehrer. Diese Straße wurde vornehmlich für Flüchtlinge aus dem deutschen Osten (z.B. Schlesier) gebaut, die nach dem Krieg nach Übach-Palenberg kamen, deshalb auch Benennung nach einer schlesischen Persönlichkeit.   

248) Paul-Klee-Straße
(Übach / 1988)
Benannt nach Paul Klee, geb. am 18.12.1879 in Münchenbuchsee, gestorben am 29.6.1940 in Muralto. Maler und Grafiker (Expressionismus).   

249) Pestalozzistraße
(Palenberg / 2000)
Benannt nach Johann Heinrich Pestalozzi, geboren am 12.1.1746 in Zürich, gestorben am 17.2.1827 in Brugg. Schweizer Pädagoge, Philanthrop, Schul- und Sozialreformer, Philosoph und Politiker.   

250) Place de Rosny-Sous-Bois
(Palenberg / 1991)   
Benannt nach der französischen Partnerstadt von Übach-Palenberg, Rosny-sous-Bois.   

251) Planckstraße
(Scherpenseel / 1966)
Benannt nach Max Planck, geb. am 23.4.1858 in Kiel, gestorben am 4.10.1947 in Göttingen. Deutscher Physiker auf dem Gebiet der Theoretischen Physik.   

252) Poststraße
(Palenberg / vor 1935)
Straße, die zur Post führt. Im alten Palenberg befand sich einmal auf dieser Straße die Post.   

253) Püttstraße
(Siepenbusch / 1978)
Benannt nach einen dort gewesenen "Pütt" (vergl. auch Pütz je nach Sprachgebiet), Wasserquelle, die früher in diesem Bereich zu Tage trat.   

254) Quäkergracht
(Übach / vor 1900)
Eine der vier Hauptgrachten von Übach. Name leitet sich wahrscheinlich von einer an einem Hang dort entsprungenen Quelle ab, die besonders "Quec", d.h. lebendig war. Diese Quelle war ein "Queckpütz" (schnelle Quelle). Die Quäkergracht war ursprünglich nur ein kleiner steiler Durchgang vom Oberdorf zum Unterdorf.   

255) Rathausplatz
(Übach / 1946)
Der Platz, an dem sich das Rathaus befindet, (früher auch Lindenplatz und Adolf-Hitler-Platz).

256) Regewidisstraße (Übach / 1953)
Benannt nach Regewidis von Hubach, Stifterin der Übacher Kirche an die Abtei Thorn im 12. Jahrhundert. Es wird angenommen, dass sie die Schwester von Otto von Hubach (Pastor von Übach) war.   

257) Rembrandtstraße
(Boscheln / 1958)   
Benannt nach Rembrandt Harmenszoon van Rijn, geb. am 15.7.1606 in Leiden, gestorben am 4.10.1669 in Amsterdam. Einer der bekanntesten niederländischen Künstler des Barock.   

258) Rethelstraße
(Boscheln / 1958)
Benannt nach Alfred Rethel , geboren am 15.5.1816 bei Aachen, gestorben am 1.12.1859 in Düsseldorf. Deutscher Historienmaler der Spätromatik.   

259) Richard-Wagner-Straße
(Übach / vor 1935)   
Benannt nach Wilhelm Richard Wagner, geb. am 22.5.1813 in Leipzig, gestorben am 13.2.1883 in Venedig. Deutscher Komponist, Dramatiker, Philosoph, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseuer und Dirigent, (früher Dietrich-Eckartstraße).

260) Rimburger Allee
(Palenberg / 2003)   
Straße, die nach Rimburg führt.

261) Rimburger Mühle (Rimburg / vor 1800)   
Mühle an Schloss Rimburg, eben die Rimburger Mühle.   

262) Rimburger Straße
(Übach / vor 1935)   
Straße, die in Richtung Rimburg führt, , Straße wurde in den 70er Jahren zum Weinberger Feld weitergeführt, (früher Nähe Kirchplatz: E jen Goat, Unterer Teil: En d´r Brock).

263) Robert-Bunsen-Straße
(Holthausen / 1990)
Benannt nach Robert Wilhelm Eberhard Bunsen, geb. am 30.3.1811 in Göttingen, gestorben am 16.8.1899 in Heidelberg, deutscher Chemiker.    

264) Robert-Koch-Straße
(Übach / 1945)   
Benannt nach Robert Koch, geb. am 11.12.1843 in Clausthal, gestorben am 27.5.1910 in Baden-Baden, deutscher Mediziner und Mikrobiologe, (früher Horst-Wessel-Straße).

265) Röchlingstraße
(Boscheln / 1936)
Benannt nach dem Industriellen Carl Röchling (lebte von 1827 bis 1910 in Völklingen), Mitbegründer der Zeche Carl-Alexander. Viele Bergleute wohnten in der Boschelner Gehag-Siedlung zu dieser Zeit bzw. arbeiteten somit auf der genannten Zeche.   

266) Rochusstraße
(Boscheln / 1924)
Benannt nach Rochus von Montpellier, geboren um 1295, gestorben am 16. August 1327 bei Voghera. Heiliger der katholischen Kirche, der der Legende nach auf der Pilgerfahrt nach Rom vielen Pestkranken half. In Übach-Palenberg tragen u.a. zwei Schützenbruderschaften seinen Namen (Boscheln und Scherpenseel), (früher Dorfstraße).

267) Roermonder Straße
(Boscheln / 1921)
Straße, die in Richtung Roermond führt. Aachener Straße und Provinziallandstraße, erbaut 1795 als Steinweg für den Transport von Kohlen der Abtei Rolduc ins Geilenkirchener Land.

268) Rolandstraße
(Marienberg / 1928)
Keine genaue Erklärung mehr möglich. Ob nur der Name Roland gemeint ist, oder eine berstimmte Person Namens Roland, lässt sich nicht mehr feststellen.   

269) Rolf-Kornetka-Straße
(Scherpenseel / 2011)   
Benannt nach Bürgermeister Rolf Kornetka (1988 bis 1996 Bürgermeister) benannt.   

270) Rölkenstraße
(Übach / 1947)
Benannt nach der Flur "Op Rölkens" in diesem Bereich, allerdings nicht im "Originalton". Bis 1947 hieß diese Straße Südstraße, (früher   Südstraße und Schlageterstraße).

271) Römerstraße
(Boscheln / vor 1945)
Straße, die an die Römerstraße von Köln nach Bavai erinnert, die - zwar an anderer Stelle - jedoch relativ nahe von ihr durch Boscheln (Verlauf der heutigen Friedens- und Brünestraße) verläuft. Wurde auch  einmam "Am Transformator" genannt.

272) Röntgenstraße
(Scherpenseel / 1966)
Benannt nach Wilhelm Conrad Röntgen, geb. am 27.3.1845 in Lennep, gestorben am 10.2.1923 in München, deutscher Physiker und Entdecker der Röntgenstrahlen.   

273) Rosenweg
(Boscheln / 1999)
Blumensiedlung in Boscheln, Blume: Rose.   

274) Rotdornweg
(Boscheln / 1996)
Siedlung der heimischen Gehölze in Boscheln: Rotdorn.   

275) Rubensstraße (Übach / 1970)
Benannt nach Peter Paul Rubens, geb. am 28 oder 29.6.1577 in Siegen, gestorben am 30. Mai 1640 in Antwerpen, war einer der bekanntesten Maler des Barock und Diplomat der spanisch-habsburgischen Krone flämischer Herkunft, (früher auch Antoniusstraße (kleines Stück ab Thornstraße), der dort weiterführende Weg in Richtung Boscheln hieß "Fiete-Jang" (Feitens Gässchen)).

276) Rudolf-Diesel-Straße (Holthausen / 1990)
Benannt nach Rudolf Diesel, geb. 18.3.1858 in Paris, gestorben am 29.9.1913 auf einem Fährschiff im Ärmelkanal, deutscher Ingenieur und erfinder des Dieselmotors.   

277) Ruhrstraße
(Frelenberg / 1951)
Benannt nach dem Fluss Ruhr mit gleichzeitiger Assoziation zum Ruhrgebiet = Ruhrbergbau.   

278) Saarstraße
(Frelenberg / 1936)
Benannt nach dem Fluss Saar mit gleichzeitiger Assoziation zum Saargebiet = Saarbergbau, (vor 1935 Lindenstraße).

279) Sackstraße
(Windhausen / vor 1950)   
Straßenname weist auf die Lage der Straße hin "Sackgasse", in diesem Fall Sackstraße.   

280) Sandberg
(Marienberg / 1928)
Straße, die direkt zu einer dort befindlichen Kies(Sand)grube führte.   

281) Schafweide (Boscheln / 2010)   
Benannt nach einer Flurbezeichnung an dieser Stelle, aber auch nach einer bis in die 40er Jahre dort tatsächlich vorhandenen Schafweide in Alt-Boscheln.   

282) Scheleberg
(Scherpenseel / 1977)
Straße, die zur nahegelegenen Flur "Scheleberg" (bei Siepenbusch) führt.   

283) Schildstraße
(Frelenberg / 1936)
Straßenname wurde seinerzeit von der ABS festgelegt. Der genaue Hintergrund entzieht sich hier, (früher Gartenstraße).

284) Schillerstraße
(Übach / 1951)
Benannt nach Friedrich von Schiller, geboren am 10. November 1759 in Marbach am Neckar gestorben am 9. Mai 1805 in Weimar, 1802 geadelt, war ein berühmter deutscher Dichter, Philosoph und Historiker.   

285) Schlackweg
(Marienberg / 1968)
Weg, der direkt zur dort liegenden Flur "In der Schlack" führt.   

286) Schlehenplatz
(Boscheln / 1996)
Siedlung der heimischen Gehölze in Boscheln: Schlehen.
  
287) Schloß Rimburg (Rimburg / vor 1800)
Straßenname = Gebäudename. Schloss Rimburg als Straßenname für Schloss Rimburg.   

288) Schnitzlerstraße
(Übach / 1959)
Benannt nach Johann Joseph Schnitzler, Bürgermeister in Übach von 1815 - 1846. Er verwaltete auch die Bürgermeisterei Frelenberg von 1821 bis 1825 sowie die Bürgermeisterei Scherpenseel von 1825 bis 1846.   

289) Schroiffweg
(Palenberg / 1957)
Benannt nach der dort gelegenen Flur "Schroiff" (Nähe Heidberg und Übach).   

290) Schützenstraße
(Frelenberg / 1949)
Straßenname wurde seinerzeit von der ABS festgelegt. Der genaue Hintergrund entzieht sich hier.   

291) Schulstraße
(Marienberg / 1952)
Straße, die zur Schule in Marienberg führt (früher kath. Volksschule, spätere Grundschule), früher Schulweg).

292) Schwalbenstraße
(Holthausen / 1965)
Benannt nach dem heimischen Vogel "Schwalbe", Name korrespondiert auch mit "Amsel"weg.   

293) Sebastianusweg
(Übach / 1983)
Wohnhof, der an die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Übach erinnert, gleichzeitig an den Hl. Sebastianus als deren Namenspatron.   

294) Selfkantstraße
(Frelenberg / 1954)
Benannt nach dem Selfkant (Selfkantkreis Geilenkirchen-Heinsberg), der während des Benennungszeitraums dieser Straße unter niederländischer Verwaltung stand.   

295) Siemensstraße
(Scherpenseel / 1966)
Benannt nach Werner von Siemens, geb. am 13.12.1816 in Lenthe, gestorben am 6.12.1892 in Berlin. Deutscher Erfinder, Begründer der Elektrotechnik und Industrieller (Siemens-Werke).   

296) Siepenbuschstraße
(Siepenbusch / 1978)
Straße in Siepenbusch, der Siedlung am Wasserlauf (Siep). Die Siepe fließt weiter nach Frelenberg und tritt dort zu Tage.   

297) Stadionstraße
(Übach / vor 1950)
Straße, die zum Stadion Übachtal, früher auch Waldstadion genannt, führt.   

298) Stegh
(Stegh / vor 1900)
Weiler, benannt nach den Stegher Feldern (nördliches und östliches Stegher Feld. Stegh bedeutet Steig = Pfad, der an eine Anhöhe führt. Im Mittelalter ein ehemaliger Rittersitz.   

299) Südring
(Boscheln / 1926)
Südlicher Ring durch die Bergarbeitersiedlung Boscheln, (Früher Hofstraße und Lindenstraße).

300) Südstraße (Palenberg / 1927/1928)
Die südlichste Straße der Bergarbeitersiedlung Palenberg vor dem Weltkrieg.   
  
301) Talstraße (Übach / vor 1935)
Straße, die im Übach(er)tal verläuft, d.h. die - räumlich gesehene - in Unterdorf von Übach gelegene Straße - unten im Dorf, im Tal, (früher Siefstraße und Untere Straße).

302) Teichstraße (Frelenberg / 1950)
An der Stelle befand sich die sogenannte Laak (Teich), die durch Ab- und Regenwässer befüllt wurde. Ein Tonboden sorgte dafür, dass das Wasser stehen blieb. War Bestandteil der Straße "An der Heck" und wurde nach dem Krieg bebaut und als Teichstraße ausgegliedert.

303) Teverenstraße
(Frelenberg / 1959)
Straße, die in Richtung Teveren führt, (früher Teverener Weg).

304) Theklastraße (Boscheln / 1924)
Benannt nach der Hl. Thekla (Protomärtyrerin), aber auch weil der Weg nach Merkstein (Pfarre St. Thekla) führt.   

305) Theodor-Seipp-Straße
(Frelenberg / 1951)
Theodor Seipp (1883 - 1953) war ab 1922 Direktor der Gesellschaft „Reichsbeihilfe zur Errichtung von Bergmannswohnungen im Aachener Steinkohlenbezirk GmbH“ und der „Aachener Bergmanns-Siedlungsgesellschaft mbH“. Er war vor dem Zweiten Weltkrieg und auch danach für den Bau von Bergarbeiterwohnungen und umfangreiche Neubaumaßnahmen für Bergarbeiterfamilien verantwortlich. Sein Name steht für fachkundigen Wohnungsbau.   

306) Theresienhof
(Palenberg / 1984)
Wohnhof in unmittelbarer Nähe zur Theresienstr, benannt nach Therese von Lisieux, wie die Theresienstraße.   

307) Theresienstraße
(Palenberg / 1928)
Benannt nach Therese von Lisieux, geb. am 2.1.1873 in Alençon, gestorben am 30.9.1897 in Lisieux. Nonne im Orden der Unbeschuhten Karmeltinnen. Sie wurde 1925 von Pius XI. heiliggesprochen und 1997 von Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin erhoben.   

308) Thornstraße
(Übach / vor 1925)
Urbedeutung: Door (Tor), d.h. das "Door" (Tor) zu Übach. Wurde durch sprachliche Abänderung zu Thornstraße und weist damit auch auf die Zugehörigkeit zur Abtei Thorn hin. Insofern Doppelbedeutung ist das eine Doppelbedeutung (Tor und Thorn), wobei die Tor-Bedeutung die eigentliche ist, (früher Open Door)

309) Tulpenweg
(Boscheln / 1999)
Blumensiedlung in Boscheln, Blume: Tulpe.
  
310) Turmstraße (Frelenberg / vor 1935)
Benannt nach einem Wasserturm, der sich hinter der späteren Gaststätte "Turmklause" befand. Turm entstand durch die Zeche Carolus Magnus.   

311) Ulmenweg
(Boscheln / 1996)
Siedlung der heimischen Gehölze in Boscheln: Ulmen.
  
312) Urweg (Frelenberg / vor 1935)
Straßenname wurde seinerzeit von der ABS festgelegt. Der genaue Hintergrund entzieht sich hier.   

313) Valkerhofstadt
(Marienberg / vor 1935)
Benannt nach dem gleichnamigen Bauerngut Valkerhofstadt, d.h. ehemals zu Valkenburg gehörend. Auch in der Nähe des Hofstadter Gewanns gelegen.   

314) Veilchenweg
(Boscheln / 1999)
Blumensiedlung in Boscheln, Blume: Veilchen.
  
315) Viehweg (Scherpenseel / vor 1935)
Benannt nach dem Umstand, dass früher dort das Vieh zu den Weiden getrieben wurde.   

316) Virchowstraße
(Scherpenseel / 1966)
Benannt nach Rudolf Ludwig Karl Virchow, geb. am 13.10.1821 in Schivelbein, gestorben am 5.9.1902 in Berlin. Er war Arzt (Gründer der modernen Pathologie) und Politiker.   

317) Vlohtenstraße
(Übach / 1979)
Benannt nach dem dortigen Flurnamen "E jen Vluete" (Vlooten, Vlohten). Vlohten leitet sich im weiteren Sinne von fließen ab, weil in diesem Gebiet mehrere Quellen flossen.   

318) vom-Stein-Straße
(Scherpenseel / 1956)
Benannt nach Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein, geboren am 25. Oktober 1757 in Nassau, gestorben am 29. Juni 1831 in Cappenberg. Preußischer Beamter, Staatsmann und Reformer, (früher Marienberger Weg).

319) von-Liebig-Straße (Scherpenseel / 1956)
Benannt nach Justus Liebig seit 1845  Freiherr von Liebig, geb. am 12.5.1803 in Darmstadt, gestorben am 18.4.1873 in München. Deutscher Chemiker und Professor in Gießen und München.   

320) Waldstraße
(Rimburg / 1972)
Straße, die direkt zum Rimburger Wald hinführt. Vvor 1972 zu Merkstein gehörig.

321) Waubacher Weg (Marienberg / 1952)
Straße, die nach Waubach (Niederlande) führt, in direkter Nähe zur niederländischen Grenze.   

322) Weidenstraße
(Boscheln / 1936)
Straße benannt nach einem heimischen Gehölz: Weide, (früher Sackgasse).

323) Weinbergstraße (Übach / 1936)
Benannt nach dem Flurnamen Weinberger Feld. Name kommt ursprünglich von dem dort gelegenen Rittersitz Weienberg, der seine Blütezeit im16. und 17. Jhd. hatte.   

324) Weißenhaus
(Übach / vor 1800)
Gut aus dem 16. Jahrhundert, gelegen an der B 221. Eine genaue Namensherkunft ist nicht bekannt.   

325) Werkstraße
(Boscheln / 1965)
Benannt nach dem Umstand, dass diese Straße zu einem Werk (Fabrik) führte. Zur Benennungszeit war dies die Firma Woeste.   

326) Weserstraße
(Frelenberg / 1966)
Benannt nach dem Fluss Weser (Niedersachsen).   

327) Weststraße
(Frelenberg / vor 1945)
Straßenname wurde seinerzeit von der ABS festgelegt. Der genaue Hintergrund entzieht sich hier.   

328) Wiesenstraße
(Boscheln / 1929)
Natur und Grün als Grundthema, wie diese und andere Straßen in der Bergarbeitersiedlung Boscheln zu dieser Zeit auch: Grünhof, Wiesenstraße, Lindenstraße, Gartenstraße, Hofstraße.   

329) Windhausener Straße (Windhausen / 1954)
Straße, die nach Windhausen führt, obwohl sie schon Bestandteil von Windhausen ist.   

330) Wirichstraße
(Übach / 1953)
Straße, benannt nach einer Figur der Karlsgeschichte.  

331) Wittenberger Weg (Boscheln / 1995)
Hinweis auf Wittenberg, der Stadt, in der Martin-Luther die 95 Thesen an der Schlosskirche anbrachte. Wittenberg korrespondiert hier inhaltlich mit der benachbarten Martin-Luther-Straße.   

332) Wolfstraße (Frelenberg / 1936)
Straßenname wurde seinerzeit von der ABS festgelegt. Der genaue Hintergrund entzieht sich hier, (früher Wiesenstraße).

333) Wurmbenden (Windhausen / 2002)
Wohnhof, der im Bereich der früheren Wurmbenden (Wurmwiesen) in Bereich Windhausen/Zweibrüggen liegt.   

334) Wurmstraße
(Frelenberg / 1936)
Straße in unmittelbarer Nähe der Wurm in Frelenberg gelegen, (früher Mühlenweg).

335) Wurmtalbrücke (Palenberg / 1989)
Brücke, die die Wurm bzw. das Wurmtal überquert.   

336) Wurmtalstraße
(Frelenberg / 1973)
Straße, die in der Nähe der Wurm verläuft, quasi im Wurmtal.

337) Zeißstraße (Scherpenseel / 1966)
Benannt nach Carl Zeiss, geb. am 11.9.1816 in Weimar, gestorben am 3.12.1888 in Jena. Deutscher Mechaniker und Unternehmer. Gründer der Firma Carl Zeiss.   

338) Zillestraße
(Übach / 1970)
Benannt nach Heinrich Rudolf Zille, geb. am 10.1.1858 in Radeburg bei Dresden, gestorben am 9.8.1929 in Berlin. Deutscher Grafiker, Lithograf, Maler, Zeichner und Fotograf. Berühmt nach "Zille und sein Millieu".   

339) Zweibrüggen
(Zweibrüggen / vor 1800)
Gleichnamige Straße nach der dortigen Siedlung "Zweibrüggen" benannt. Bedeutung: Siedlung bei den zwei Brücken. Erste Erwähnung 1397.   
 

Ermittelt durch Jürgen Klosa (Stand: 30.11.2012)