Kurzdarstellung "Grünmetropole"

Innerhalb der Euregio Maas-Rhein (EMR) wird die Grünmetropole als Region entwickelt, die sich von Beringen in Belgisch Limburg über Heerlen in Niederländisch Limburg bis Düren in Deutschland erstreckt. Die Grünmetropole ist Heimat für ca. 1,5 Mio. Einwohner auf einer Fläche von fast 200 km². Einen gemeinsamen, besonders prägenden Nenner dieser Region stellt der ehemalige Bergbau dar, der Jahrzentelang das Leben der Bewohner bestimmte und die Landschaft formte. Das Ziel des Projektes Grünmetropole ist, den Strukturwandel gemeinsam landübergreifend anzugehen und den Bürgern die neu geschaffenen Qualitäten zu vermitteln.

 

Entstehung

Das Projekt Grünmetropole entstand aus dem Wettbewerb der EuRegionale 2008 "Industielle Folgelandschaft". Die EuRegionale 2008 ist ein Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, mit dem Ziel, die Regionalentwicklung der Dreiländer-Region Aachen zu fördern. Aus dem Wettbewerb gingen französische  Landschaftsarchitekten Prof. Henri Bava (Karlsruhe/Paris) und sein Team (Erik Behrens, Prof. Alex Wall, Prof. Steven Craig) mit dem Zunkunftprojekt "Grünmetropole" als Sieger hervor.

Auf Basis des Masterplanes zur Grünmetropole wurde ein Antrag auf INTEERREG-Förderung bei der Europäischen Union gestellt. Seit 2005 wird das Projekt Grünmetropole innerhalb des INTERREG-Projektes, "Industrielle Folgelandschaft" von der EU gefördert. Insegsamt sind 25 Partner (Kommunen, Kreise und touristische Verbände) aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden hieran beteiligt.

 

Gemeinsame Bergbaugeschichte

Die Grünmetropole ist ein Konversionsprojekt in der ehemalige Bergbauregion. Trotz ähnlicher wirtschaftlicher Ausrichtung entwickelten sich die Räume im letzen Jahrhundert getrennt voneinander. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren drei Länder von den gleichen Auswirkungen des Niedergangs des Bergbaus betroffen. Der nachfolgende Strukturwandel wurde von den Nationen individuell empfunden und angegangen. Diese Neuorientierung der Region betrifft nicht allein den Arbeitssektor, sonder nimmt auch Einfluss auf das alltägliche Leben.

 

Projekt Grünmetropole

Das Projekt verfolge das Ziel, die Qualitäten der Grenzräume in einen neuen Zusammenhang zu stellen. Wir verfügen in der Grünmetropole über exzellente Beispiele eines Strukturwandels z.B. mit den in Bau befindlichen Projekten der EuRegionale 2008, Sehenswürdigkeiten und Freizeitinrichtungen sowie attraktiven Natutlandschaften.

In einem ersten Schritt verknüpft das Projekt Grünmetropole die drei Länder mittels zweier Routen, der "Grünroute" und der "Metropolroute", welche sowohl die Bürger, als auch die Besucher zum "Erfahren" der Region einladen. Damit werden Verbindungen sowie regionale Zusammenhänge des Strukturwandels und seiner Projekte sichtbar und erlebbar. Durch die Routen werden physisch Verbindungen zwischen den drei Ländern geschlossen. Mittelfristig soll hier die Grünmetropole als eine Region mit eigenständiger Identität entstehen, in der die unterschiedlichen Stärken, Kulturen und Sprachen genutzt werden.

 

Charta

Die Grünmetropole stärkt mit dem Konzept die Entwicklung einer überregionalen Strukturpolitik, indem durch die grenzüberschreitende Vernetzung auf admistrativer und politischer Ebene Themen wie Tourismus, Infrastruktur und Technologie (z.B. Geographische Informationssysteme) gefördert werden. Je früher und intesiver die trinationalen Akteure zu einer strategischen Abstimmung von Ideen, Planvorhaben und Beschlüssen auf politisch-behördlicher Ebene gelangen, desto eher kann diese Ambition festen Boden unter den Füßen finden. Hierzu werden die Partner eine Charta formulieren, die eine gemeinsame Basis mit definierten Inhalten, qualitativen Zielen und organisatorischen Strukturen für die zukunftsorientierte Zusammenarbeit schafft.

 

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Die Aachener Region liegt in einer peripheren Lage innerhalb der Bundesrepublik Deutschland im Grenzraum zu Belgien und den Niederlanden. Diese Lage ist sowohl für Belgisch Limburg als auch für Niederländisch Limburg identisch. Die Staatsgrenzen durchschneiden den gesamten Raum und verhindern die Entfaltungen von Entwicklunsräumen. Es ist zum Beispiel unverständlich, dass Einrichtungen wie Schwimmbäder, Einkaufszentren und Straßen nur wenige Kilometer auseinander liegen und durch die Grenze getrennt sind. Dort wo die Grenzen dank der Europapolitik physisch kaum noch bestehen, existiert sie leider immer noch in den Köpfen der Menschen. Durch die sichtbare Verbindung im Projekt Grünmetropole ergeben sich in der Länderübergreifenden Betrachtung Entwicklungsräume, die bei Abstimmung einer zukünftigen gemeinsamen Infrastruktur zusätzlich einen wirtschaftlichen Mehrwert schaffen.

 

Kontakt "Grünmetropole"

 Kreis Aachen Tel. +49-(0)241-5198-2670
 Uwe Zink Fax +49(0)241-5198-2356
 Zollernstraße 10 info@gruenmetropole.eu
 52070 Aachen http://www.gruenmetropole.eu/

 

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