Demografie Übach-Palenberg

 

Statistiken, Schaubilder, Analysen
zum demografischen Wandel


Übach-Palenberg:  …… jetzt müssen wir‘s anpacken


Abb. 1:  Grafik

Übach-Palenberg und der demografische Wandel

Das demografische Stadtentwicklungsprogramm
Der demografische Wandel mit niedriger Geburtenrate, zunehmender Alterung und kontinuierlichem Bevölkerungsrückgang wird weitgehend alle Lebensbereiche betreffen: Wirtschaft und Arbeitsmarkt, das Wohnen, die sozialen Systeme, Stadterneuerung und Stadtrückbau, (technische und soziale) Infrastrukturen, Bildung und Ausbildung, Mobilität, Haushalte und Finanzen.

Die Fragen nachhaltiger Stadtentwicklung stellen sich damit in neuer Qualität. Stadtentwicklung wird zunehmend als Stadtumbau zu verstehen und zu gestalten sein, der sowohl behutsame Rückbaumaßnahmen von Wohnungen, Einrichtungen, Netzen und Anlagen der sozialen und technischen Infrastruktur, als auch die qualifizierte Aufwertung des baulichen Bestandes und die sinnvolle Integration von Neubaumaßnahmen in bestehende Strukturen beinhalten wird. Das Gebot der Innenentwicklung wird einen neuen Stellenwert erhalten.

Um einen konsequenten Umgang mit den zu erwartenden Auswirkungen des demografischen Wandels sicherzustellen und den Prozess aktiv zu gestalten, wurde das Thema von der Stadt im Sommer 2010 aufgegriffen und die Entwicklung eines demografischen Stadtentwicklungsprogramms in Auftrag gegeben.

Das zu  erarbeitende demografische Stadtentwicklungsprogramm für unsere Stadt soll die Grundlage für die Definition von Maßnahmen zur Problemlösung sein. Ziel des Konzeptes ist es, die vorhandenen Planungen mit der erwarteten Bevölkerungsentwicklung in Einklang zu bringen. 
 
Auf der Grundlage einer sorgfältigen Inventarisierung der Stärken und Schwächen der Stadt werden nachfolgende zentrale Elemente eines Stadtentwicklungsprogramms und die Vorgehensweise festgelegt:

· Differenzierte Darstellung des Status quo der Bevölkerung
· Prognosen für ausgewählte Zeitpunkte in der Zukunft
· Formulierung einer Zielvorstellung für die Stadt
· Identifizierung von prioritären, lokalen Handlungsfeldern
· Benennung von konkreten Maßnahmen zur Zielumsetzung
· Festlegung von Verantwortlichkeiten und des Zeithorizontes
· Zuordnung erforderlicher finanzieller Ansätze   

Die Inventarisierung der Stärken und Schwächen der Stadt wird methodisch nach dem Magischen Fünfeck der kommunalen Stadtentwicklung in Arbeitsgruppen durch die Stadtverwaltung mit Unterstützung der Firma Pro3S Consulting - Personal- und demografische Stadtentwicklung -  durchgeführt und umfasst mit Schwerpunkt die Bereiche:

- Wirtschaftsstruktur
- Wohnung-Umwelt-Verkehr
- Kommunale Selbstverwaltung
- Soziale und kulturelle Infrastruktur
- Einwohnerstruktur

Das folgende Schaubild zeigt schematisch den Weg zum demografischen Stadt-entwicklungsprogramm und wie der Prozess der Bestandsaufnahme und Inventarisierung überführt wird in eine Zielvorstellung der Stadt, die sich in einer Leitbildformulierung äußert. Darauf aufbauend werden Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen in einem Handlungskonzept und –katalog definiert und auf der Zeitachse umgesetzt.

Erste Ergebnisse der Bestandsaufnahme zum Thema „Wohnen-Umwelt-Verkehr“ in Übach-Palenberg werden derzeit in der Stadtverwaltung konsolidiert.

Der Weg zum demografischen Stadtentwicklungsprogramm:

Grafiik
Abb.2:  Grafik

Bevölkerungsentwicklung - Fakten und Handlungsansätze

Der Stadt Übach-Palenberg…….
…….stellen sich damit in den kommenden Jahren im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel Fragen, die sich aus dem prognostizierten Rückgang der Gesamtbevölkerung ergeben. Weitere Fragen sind gekennzeichnet durch eine veränderte Stadtgesellschaft, die durch einen zunehmend älteren Anteil älterer Menschen, sinkende Anteile von Kindern und jungen Menschen und einem deutlichen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund geprägt sein wird.     

In Übach-Palenberg leben aktuell 24.776 Personen (Hauptwohnsitz zum 30.12.2010). Die größten Anteile an der Bevölkerung weisen die beiden Ortsteile Übach und Palenberg mit 27,3 % bzw. 19,8 % auf. Die weitere Bevölkerung Übach-Palenbergs stellt sich prozentual wie folgt dar:

Boscheln       18,4%
Frelenberg     13,2%
Holthausen      1,9%
Marienberg      7,7%
Rimburg          1,5%
Scherpenseel   7,7% 
Siebenbusch    0,5%
Windhausen    1,5%
Zweibrüggen    0,4%

Seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts ist die die Bevölkerungszahl der Stadt leicht rückläufig und hat sich aktuell unter 24800 eingependelt. In den kommenden Jahren, bis 2030 wird ein weiterer Rückgang auf etwa 24100 Personen erwartet. Dieser Bevölkerungsrückgang fällt in den einzelnen Altersklassen sehr unterschiedlich aus.

Während die Gruppen der Kinder und Jugendlichen, der 18-bis 44-Jährigen zwischen 8,5 % und 26 % deutlich kleiner werden, werden für die Bevölkerungsgruppe der 45- bis 80-Jährigen und insbesondere die Gruppe der über 80-Jährigen sehr starke Zuwächse erwartet

Grafik
Abb. 3: Graphik

Tabelle

Abb.: 4:  Grafik

In der Stadt sind heute schon 25% der Bewohner älter als 60 Jahre. Insbesondere die jüngeren Jahrgänge in den Altersgruppen 18-24 Jahre, 25-29 Jahre und 30-39 Jahre sind in der Stadt nicht stark vertreten. Dies wird dazu führen, dass sich der Altersschnitt der Stadt erhöhen und die Stadt zahlenmäßig schrumpfen wird.

Die Bevölkerungsstruktur wird sich deutlich verändern. Es werden mehr ältere und weniger junge Menschen in Übach-Palenberg leben. Insbesondere die jüngeren Altersgruppen werden stark zurückgehen.


Abb. 5 und 6:  Grafik

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Abb. 7:  Grafik


Einige weiteren Sachstände und Erkenntnisse aus der Wohnungsmarktbeobachtung der NRW.Bank zum Kommunalprofil 2010 unserer Stadt:


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Abb. 8:  Grafik

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Abb. 9:  Grafik

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Abb. 10:  Grafik

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Abb. 11:  Grafik

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