Seniorenverein Scherpenseel stiftete Bänke für den Ort an der Heide

 

Scherpenseel liegt nicht nur am westlichen Rand von Deutschland und Übach-Palenberg, sondern auch mitten im Grünen. Nahe der Heide, da wo wandern erholsam und erfrischend sein kann, gibt es aber nicht nur nach Ansicht des Vorstands vom Seniorenverein Scherpenseel viel zu wenige Sitzgelegenheiten.

 

Vorsitzender Heijo Kohnen, Manfred Derichs, Hans Ohle und Günter Gävert vom Seniorenverein Scherpenseel nutzen die vom Verein gestifteten Parkbänke nebst Abfallgehältern natürlich auch selbst. Foto: Stadt

„Bei unseren Spaziergängen rund um Scherpenseel vermissten wir die Möglichkeit, uns mal kurz auf einer Bank ausruhen zu können“, sagt Vorsitzender Heijo Kohnen. Und auch, wenn die Dorfverschönerung fortschreitet, „Parkbänke sind einfach Mangelware“, ergänzt Geschäftsführer Günter Gävert. Da der rührige Vereinsvorstand aber nicht nur mullen und meckern will, hat der erst 2014 gegründete Verein zur Selbsthilfe gegriffen. Und auch ins Portemonnaie, denn ein gut vierstelliger Betrag wurde für insgesamt vier Bänke rund um das „Straßendorf“, das sich vor allem entlang der Heerlener Straße und Marienstraße entwickelt hat investiert. Wenn die Stadt schon kein Geld hat, dann helfen sich die Bürger eben selbst, ist ihr Credo. „Dazu haben wir noch die passenden Abfallbehälter gekauft, und das Ganze mit professioneller Unterstützung standsicher eingebaut. Doch die Investition in Ruhemöglichkeiten sind nur das eine für den Vorstand und die inzwischen mehr als 90 Mitglieder des Vereins. „Wir wissen natürlich auch, dass Vandalismus überall zuschlägt“, sagt Manfred Derichs. So haben die Mitglieder für jede einzelne Bank Patenschaften übernommen. „Die Bänke werden regelmäßig auf ihren Zustand überprüft, und wir achten insbesondere auch auf Sauberkeit“, betont Hans Ohle. Dass sich Vandalismus damit verhindern lässt, glauben die vier vom Seniorenverein Scherpenseel zwar nicht. Wohl aber hoffen sie, dass dadurch die teils traurigen Bilder von zerstörten und unbrauchbaren Bänken, die es andernorts gibt, in ihrem Heimatort nicht wiederholen. Und auch kommende Aktionen haben die Herren schon fest im Blick, denn die Bänke, die per Plakette auf die edlen Spender hinweisen, sollen nicht die letzten Duftmarken sein, die der Verein im und um den Ort herum hinterlässt.

Was sind schöne Plätze in Scherpenseel ohne Sitzgelegenheit?