Versammlung und Ehrungen beim VdK-Ortsverbandes Übach-Palenberg

 

Sozialverband VdK stellt sich gegen soziale Ungleichheiten und will sozialen Frieden.

 
 

Es war eine sehr emotionale Rede, die Vorsitzender Heinz-Dieter Massing am Samstag vor den anwesenden Mitgliedern des VdK-Ortsverbandes Übach-Palenberg hielt. Mit aktuell 719 Mitgliedern bleibt der eine starke Stimme gegen soziale Ungleichheiten, wie Massing unterstrich. „Ein leistungsfähiger Sozialstaat sollte soziale Ungleichheiten abbauen, soziale Sicherheit gewährleisten und Frieden garantieren, ferner eine stabile Demokratie und eine positive wirtschaftliche Entwicklung sichern“, sagte er. Doch zum Idealzustand fehle es nach Massings Worten nach Änderungen in den Sicherheitssystemen an sozialer Sicherheit bei gleichzeitig gestiegenen finanziellen Belastungen für die Menschen. Darum sei es wichtig, Streiter für soziale Gerechtigkeit wie den VdK in einer Kommune vor Ort zu haben. So setze sich der VdK beispielsweise dafür ein, dass Gesundheit bezahlbar bleiben müsse. Erreicht werden könne dies auch ohne einseitige Belastungen bei den Versicherungen. „Der Patient sollte im Mittelpunkt stehen, und eine hochwertige Versorgung auch durch den Hausarzt auf dem Land und in der Stadt, sollte obligatorisch sein“, fand Massing. Dass Millionen Arbeitslose aus der Arbeitslosenversicherung verschwänden und ebenso Millionen Menschen trotz fester Arbeitsverhältnisse Hartz IV beziehen, prangerte er an. Hier müsse der Niedriglohnsektor „entschlossen bekämpft“ werden. Und bei den Rentnern machte Massing immer mehr Menschen aus, die zum Sozialamt müssten. „Rente mit 67 ist eine Rentenkürzung durch die Hintertür, sie verschärft die Altersarmut und drängt Ältere vorzeitig aus dem Arbeitsleben, daher weg mit der Rente ab 67“, schloss er unter dem Beifall der rund 70 Anwesenden im Restaurant „Rimburger Acker“. Beifall erhielt er auch für seine Äußerung, dass eine Politik, die von den Armen nehme, und es den Reichen gebe, aufgehalten werden müsse. „Solidarität, Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit sollten für alle Menschen ein vorrangiges Ziel sein“, unterstrich Massing abschließend. Wie erfolgreich die Arbeit des VdK auch im gesellschaftlichen Sektor ist, unterstrich der Vortrag von Schriftführerin Renate Weinmann. „Wir können auf eine erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken“, resümierte sie zum letzten Jahr. Betreuungsarbeit, Ausflüge, das Grillfest und die vorweihnachtliche Veranstaltung waren dabei nur einzelne Highlights des Ortsverbandslebens. Tagesfahrten zum Freilichtmuseum Kommern, zum Blumencorso nach Bad Ems, zum Weinfest nach Dernau oder zum Weihnachtsmarkt nach Bonn krönen die Arbeit für die Gemeinschaft im VdK Übach-Palenberg. Dazu kamen Informationsveranstaltungen wie der vielbeachtete Vortrag vom Übach-Palenberger Arzt Dr. Heiner Buschmann zum Thema „Alzheimer“. Und auch in diesem Jahr steht einiges beim VdK an: Eine Halbtagesfahrt zum Hariksee, eine Tagesfahrt nach Soest, die Mehrtagesfahrt zum „Singenden Wirt“ in Elisabethzell oder der Besuch des Münsteraner Weihnachtsmarktes. „Für Ausflugsziele für das kommende Jahr nehmen unsere Vorstandsmitglieder auch gerne ihre Vorschläge an“, schloss Weinmann.

Lob für die Arbeit des VdK-Ortsverbandes Übach-Palenberg kam auch von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Mit seiner Hilfe wurden auch zahlreiche Ehrungen ausgesprochen. So erhielten für zehn Jahre in Abwesenheit Dietmar Gruhn, Hans Georg Hoffmann und Bärbel Widera das VdK-Treueabzeichen in Silber. Von den Mitgliedern, die seit einem Jahrzehnt dabei sind, waren Wolfgang Gudduschat, Marianne Hecker, Herbert Kouchen, Jürgen Müller und Beate Peters zur Versammlung erschienen. Vollständig anwesend waren die mit dem VdK-Treueabzeichen in Gold Geehrten, die seit 25 Jahren dabei sind, so wie Christian Hecker und Wolfgang Wild.