Sternsinger-Empfang 2017

 

Die Sternsinger sind in der ehemaligen Zechengemeinde unterwegs.

 

Kaltes klares Wetter: das bedeutete auch für die Sternsinger in der ehemaligen Zechengemeinde, sich dick und warm einzupacken. Denn wie Marie Klaas und Jan Schmidt traten sie auch am Deikönigstag den teils langen Weg durch die Stadt an, um bei den Menschen zu klingeln, und ihnen den Segen zum neuen Jahr ans Haus zu bringen. Da kommen schon mal ein paar Kilometer zusammen, aber das macht ihnen nichts aus. Nur die Kreide macht Marie Klaas an diesem Morgen kurz vor dem offiziellen Empfang bei Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch ein wenig zu schaffen. Doch mit Routine und Geduld gelingt es ihr am Ende doch, das obligatorische „20*C+M+B+17“ an die Hauswand zu bringen. Das steht dann nach dem erfolgreichen Besuch der Sternsinger auf dem Türstock oder an der Wand. Das hat nichts mit den Königsnamen Caspar, Melchior und Balthasar zu tun, sondern symbolisiert schlicht das lateinische „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Natürlich achten die Sternsinger darauf, dass der Haussegen nicht schief hängt, wozu sicherlich auch die einstudierten Lieder wie „Stern über Bethlehem“ beitragen.

Wie hier Jan Schmidt mit dem Stern und Marie Klaas mit der Kreide an der Hauswand, sind derzeit die Sternsinger auch in Übach-Palenberg unterwegs. Foto: Stadt

Wichtig ist für die Sternsinger aber am Ende nicht nur das freiwillige Schaffen für das gute Ziel, sondern auch das Ergebnis. Möglichst volle Spendenbüchsen sollen es sein, und damit der Grundstock dafür gelegt werden konnte, half Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch bei seinem alljährlichen Empfang für die Sternsinger der Übach-Palenberger Pfarrgemeinde St. Petrus schon mal mit ein paar Zehn-Euro-Scheinen nach. Kakao und leckeres Gebäck gab es beim Verwaltungschef auch, und noch ein paar Worte darüber, dass der Respekt untereinander, vor fremdem Gut und vor der Allgemeinheit ein hohes Gut sei. „Ich hoffe, Ihr konntet Euch bei mir noch ein wenig aufwärmen“, sagte der Erste Bürger noch zum Abschied.

Stellvertretend für die alle Sternsinger im Stadtgebiet von Übach-Palenberg wurden einige von ihnen im Rathaus von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (M.) empfangen. Foto: Stadt

Der Geldbetrag in der Sammelbüchse wird in diesem Jahr schwerpunktmäßig gegen die schwerwiegenden Folgen des Klimawandels eingesetzt. Als Beispielland wurde in diesem Jahr steht übrigens Kenia ausgewählt. „Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit!“ fordert die Sternsinger-Aktion in diesem Jahr ein. Die Übach-Palenberger sind nur ein Teil von aktuell rund 330000 Mädchen und Jungen, die sich deutschlandweit rund um den Dreikönigstag in königlichen Gewändern auf den Weg machen, um den Segen zu bringen und Spenden zu sammeln. Hinter dem inzwischen 59. Dreikönigssingen steht das Kindermissionswerk, das seit 1998 „Die Sternsinger“ auch im Namen trägt, und weltweit mehr als 1500 Projekte unterstützt.
 

Im Rathaus testeten die jungen Sternsinger ihre Singstimmen. Foto: Stadt