Tausende Gäste feierten den zentralen Rosenmontagszug in Übach-Palenberg

 

Eins war jedem Jeck klar: der zentrale Rosenmontagszug in Übach-Palenberg ist nicht nur einer der längsten Züge in der Region. Er gehört mit Sicherheit auch zum Stimmungsvollsten, das im Karneval erlebt werden kann.

 
 
Schon beim Aufstellen am Palenberger Bahnhof war von Hektik keine Spur: vielmehr nahmen sich die mehr als 750 Zugteilnehmer mit ihrem 30 Gruppen und Wagen ihre Zeit, um sich auf den langen Weg nach Übach vorzubereiten. Da wurden die Wurfsäcke befüllt, die letzten Schnäpschen zum Aufwärmen getrunken und nochmal das karnevalistische Liedgut einstudiert. „Ich bin absolut zufrieden“, lächelte Zugleiter Wolfgang Dressel vom Festausschuss Übach-Palenberger Karnevalsvereine. „In diesem Jahr haben wir zwar weniger Gruppen, aber mehr Teilnehmer als im letzten Jahr“, schloss er, ehe er wieder einmal zum Einsatz musste. Koordination war schließlich alles an diesem Tag, denn bis der letzte Wagen das Areal auf dem Bahnhofsvorplatz verließ, gab es allerhand zu regeln und zu organisieren. Das war den Teilnehmern am Ende aber nicht so wichtig, denn bei ihnen kam die Feierlaune wirklich nicht zu kurz.
 
Und die Themen spiegelten dabei eine selten gesehene Bandbreite wider: da marschierten beispielsweise die liebenswerten „Minions“ vom Förderverein Kinder und Jugend Frelenberg mit, die mindestens genauso viel gute Laune verbreiteten wie die Originale aus dem Zeichentrickfilm. Da gab es auch eine Abordnung der Evangelischen Kirchengemeinde, die es sich im Lutherjahr nicht nehmen ließ, mit Thesen am Zug teilzunehmen. Manch einem war da der Tresen näher, am besten natürlich am eigenen Wagen, wie bei der perfekt ausgeklügelten Konstruktion der Pandabären aus Scherpenseel.
 
Toll kostümierte Gruppen gab es en masse: da freuten sich gleich neben den „Einsteins“ der Johanniter-Kita Übach die Hippies von der Kaiser-Karl-Stube. Da feierten die „Punks“ aus Marienberg friedlich mit den Krümelmonstern und natürlich freuten sich schon alle auf das Finale rund um den Übacher Rathausplatz. Doch zuvor war für alle war ein langer, teils bergiger Zugweg zu absolvieren, der vom Palenberger Bahnhof über die Carolus-Magnus-Allee und Maastrichter Straße zur Carolus-Magnus-Straße und schließlich zum Übacher Rathausplatz führte. Das jecke Epizentrum des Tages war aber ohne Zweifel der Rathausplatz und hier insbesondere der Biergarten, wo die Stimmung perfekt war und jedem Zaungast schnell klar war, warum der „höchste Feiertag im Rheinland“ nicht umsonst so genannt wird. Denn dort kam der Zug nach gut zwei Stunden an und tausende Jecke, die in teils bunten Kostümen am Straßenrand schon einige Zeit auf den besten Plätzen ausgeharrt hatten, freuten sich auf reichlich Kamelle. Mit der Musik, die nicht nur vom Band, sondern auch von den ausgezeichneten Live-Musikern der Privat-Musikkapelle Scherpenseel (PMS), der Broicher Artillerie und dem Trommler- und Pfeiferkorps Übach-Palenberg kam, war die Stimmung so schon perfekt, bevor es zum Weiterfeiern ging. Und dank den Eisbrechern von der PMS, die gleich an der Zugspitze die beste Laune der Welt verbreiteten, machte es von Anfang bis Ende richtig Spaß, auch wenn in diesem Jahr anlässlich des zwei Mal elfjährigen Bestehens des Festausschusses Übach-Palenberger Karnevalsvereine ausnahmsweise mal keine Tollitäten im Stadtgebiet auszumachen waren.
 
Bilder des Rosenmontagszuges: