Die spontane Idee war eine echte Werbung für das Ehrenamt

 

Dass der Ort genau richtig gewählt war, zeigte nicht nur der Zustrom an Besuchern beim ersten „Markt der Möglichkeiten“ für Ehrenamtler im Altenheim St. Josef in Übach-Palenberg. Denn hier wird nicht nur professionelle Betreuungsarbeit geleistet, hier kommen auch im alltäglichen Betrieb sehr viele Menschen zusammen, die sich im Ehrenamt dem größtenteils ehrenamtlichen Dienst am Nächsten und der Gemeinschaft verschrieben haben.

 
 
Dass der Markt recht spontan in den Terminkalender von St. Josef und dem Caritasverband der Region Heinsberg gewandert ist, war weder für Heimleiter Hans-Werner Quasten noch für Nicole Abels von der Caritas ein Problem. Denn mit der Übach-Palenberger Tafel, der Kolpingsfamilie, dem Selbsthilfe- und Freiwilligenzentrum im Kreis Heinsberg, den Gruppen „Senioren helfen“ und „Hand in Hand“, sowie der Caritas, der Hospizbewegung Camino und der Gruppe der Freiwilligen an St. Josef war für genügend „Input“ gesorgt.
 
„Wir sind heute bei der ersten Auflage naturgemäß noch nicht komplett“, kommentierte Nicole Abels das Angebot, „es wird aber noch wachsen, da bin ich mir sicher“. 60 Vereine wurden übrigens im Vorfeld angeschrieben, dass nicht alle kommen würden, hatten die Organisatoren erwartet, dass bei manchen das Ganze dann an irgendeiner Stelle steckenbleiben könnte, vielleicht auch. Dass aber dann die Resonanz schon bei dieser allerersten Veranstaltung so groß sein würde, sorgte für strahlende Gesichter. Und damit der hier propagierte Netzwerkgedanke auch dauerhaft sichtbar bleibt, gab es noch ein großes Wandpuzzle. Dort durften sich alle Aussteller verewigen und die Besonderheiten, die sie ausmachen, in eigenen Worten notieren.
 
Bei Camino war es das außerordentlich persönliche Angebot zur Trauerbegleitung, das in jedem Fall viele Gespräche beinhaltet. Bei der Kolpingsfamilie waren es auch die vielen Veranstaltungen, mit denen sich die Aktiven über das ganze Jahr hinweg präsentieren. Bei der Tafel war es die Sorge darum, dass auch in Zukunft genug übrigbleibt, um die doch mindestens konstante, wenn nicht wachsende Zahl der Kunden versorgen zu können. Was zu tun ist, wenn das Licht wegen eines defekten Leuchtmittels ausbleibt, zeigten die Vertreter von der Gruppe „Senioren helfen“. „Wir kommen auch für Kleinigkeiten raus, eine Rücksprache mit uns genügt“, warb Paul Josef Gerschel für die Tätigkeit der Gruppe aktiver Senioren, die sich um viele Angelegenheiten gerne freiwillig oder gegen einen kleinen Kostenbeitrag kümmern.
 
„An der Vielfalt die wir heute präsentieren dürfen, sieht man, wie groß Ehrenamt in Übach-Palenberg geschrieben wird“, schloss Nicole Abels zum Gezeigten. Und damit diejenigen, die sonst nur geben, statt zu nehmen, auch mal abschalten konnten von ihrem Engagement, gab es nach dem gut 90-minütigen „Markt der Möglichkeiten“ noch einen Dankeschön-Abend nur für die Ehrenamtler. Dass dabei der Smalltalk über die tägliche Arbeit im Sinne der Allgemeinheit auch mal ruhen durfte, lag noch am Bonbon. Der Stargast des Abends, Monika Hintsches, gab auf Einladung der Organisatoren ihren ganz besonderen Blick auf das Ehrenamt preis. Mit großem Augenzwinkern und viel Komik gelang es Monika Hintsches, die Freiwilligen im Nu auf ihre Seite zu ziehen und dem Thema Ehrenamt noch ein paar wirklich großartig komische Seiten abzugewinnen. Und auch das war genau richtig an diesem durchweg gelungenen Veranstaltungsabend in St. Josef.