Verleihung der Ehrennadel der Stadt Übach-Palenberg

 

Die Ehrennadel der Stadt Übach-Palenberg ging an Maria Kirschbaum.

 
Bescheiden lächelte Maria Kirschbaum, als sie nun aus den Händen von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch die Ehrennadel der Stadt Übach-Palenberg entgegennahm. Immer zum Bürgerempfang der Stadt am zweiten Samstag des neuen Jahres wird diese Auszeichnung an Menschen aus dem Stadtgebiet verliehen, die sich um das Ehrenamt verdient gemacht haben. Und das passt perfekt auf Maria Kirschbaum: denn die über 80-jährige Frelenbergerin hat mit Ruhestand im Ehrenamt nichts im Sinn. Vielmehr ist sie seit dreieinhalb Jahrzehnten ein Motor hinter dem Ortsverein Frelenberg der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Das lobte der Verwaltungschef ausdrücklich, der betonte, dass Ehrenamtler meist im Stillen, unspektakulär und selbstverständlich agieren.
 
Nicht nur ihr aktiver Einsatz als „gute Seele“ der AWO in Frelenberg, sondern insbesondere die Arbeit zum Wohle der Kinder liegt ihr am Herzen. „So organisieren Sie über viele Jahre hinweg zur Weihnachtszeit die Geschenkaktion für benachteiligte Kinder und Familien“, berichtete Laudator Jungnitsch. Lange Zeit war Maria Kirschbaum auch für die Vorbereitung der Kinder- und Jugendfreizeit verantwortlich und sorgt mit Krankenbesuchen auch bei Menschen, denen es nicht so gut geht, für gute Laune. „Dank Ihnen können die betroffenen Menschen für ein paar Stunden ihre Krankheit vergessen“, lobte der Bürgermeister. Doch obendrauf auf dieses ohnehin schon zeitintensive und umfassende Engagement im Ehrenamt legt die neue Ehrennadelträgerin noch eine besondere Aktion. Denn seit vielen Jahren organisiert sie den Donnerstagstreff, eine lockere Runde auch für Nichtmitglieder der AWO, bei der es immer frisch und selbstgebackene Kuchen und Torten aus dem Ofen von Maria Kirschbaum gibt. Trotz der umfassenden Tätigkeiten bleibt der rührigen Senioren aber noch genügend Zeit für den Fußballtalk mit ihren Enkeln, wobei sie ihre Fanheimat beim MSV Duisburg gefunden hat.
 
Unter großem Applaus der rund 400 Anwesenden im Pädagogischen Zentrum (PZ) an der Otto-von-Hubach-Straße gab es auch das ultimative Lob von Wolfgang Jungnitsch. „Ihr Einsatz ist nicht selbstverständlich und sehr beeindruckend“, sagte er, „Sie sind ein Vorbild für alle Bürger unserer Stadt und unserer Gesellschaft“.