Seniorenverein Scherpenseel stiftete in einem Jahr acht Parkbänke für den Ort an der Heide

 

Fragt man in die Runde der Vorstandsmitglieder beim Seniorenverein Scherpenseel, wie viel sie in den Verein investieren, dann kreisen die Blicke unter den einzelnen Vertretern. „Viel Zeit“, sagt einer, „aber es macht auch riesig viel Spaß“, sagt ein anderer. Dass die Investitionen in den 2014 gegründeten Verein aber auch über das rein Zeitliche und Ideelle hinausgehen können, beweisen die Taten, mit denen der Verein in und um den Ort auftritt.

 

Peter Werden, Vorsitzender Heijo Kohnen, Hans Ohle, Günter Gävert und Manfred Derichs (v.l.) vom Seniorenverein Scherpenseel nutzen die vom Verein gestifteten Parkbänke nebst Abfallgehältern natürlich auch selbst.
Foto: Stadt

Ein zwar in der Grundidee nicht neues, aber in jüngster Zeit vollendetes Beispiel sind die Parkbänke samt Abfallbehältern, die nun auf Betreiben und mit der Geldsammlung über den Seniorenverein Scherpenseel mit professioneller Unterstützung aufgestellt worden sind. „Eine Bank wurde dabei sogar von einem Vereinsmitglied, das nicht genannt werden möchte, komplett finanziert“, freut sich Vorsitzender Heijo Kohnen.

Nicht nennen möchte der Vorstand auch die Gesamtsumme, die in die insgesamt acht Parkbänke entlang der meist grünen Ortsgrenzen des Heideortes und in den Straßen aufgestellt worden sind. Immerhin ist zu hören, dass es ein „mittlerer vierstelliger Betrag“ sein soll, der an Euros investiert wurde. Doch das ist nicht alles, was hier in ehrenamtlichem Einsatz erbracht wurde.

„Wir wissen natürlich auch, dass Vandalismus überall zuschlägt“, sagt Manfred Derichs. So haben die Mitglieder für jede einzelne Bank Patenschaften übernommen. „Die Bänke werden regelmäßig auf ihren Zustand überprüft, und wir achten insbesondere auch auf Sauberkeit“, betont Hans Ohle. Dass sich Vandalismus damit verhindern lässt, glauben die vier vom Seniorenverein Scherpenseel zwar nicht. Wohl aber hoffen sie, dass dadurch die teils traurigen Bilder von zerstörten und unbrauchbaren Bänken, die es andernorts gibt, in ihrem Heimatort nicht wiederholen.

Und auch kommende Aktionen haben die Herren schon fest im Blick, denn die Bänke, die per Plakette auf die edlen Spender hinweisen, sollen nicht die letzten Duftmarken sein, die der Verein im und um den Ort herum hinterlässt. Aber zumindest gibt es jetzt an der alten Kiesgrube, der Weber-Kies-Straße, der Gärtnerei Gottschalk, der Senke vor Siepenbusch, am Ortsende in Richtung Siepenbusch und am alten Feuerwehrhaus eine Sitzgelegenheit, vor der Katholischen Kirche St. Mariä Himmelfahrt sogar gleich zwei Bänke. Damit ist der Wunsch der Herren vom Vorstand, trotz knapper Kassen bei der Stadt Übach-Palenberg per bürgerschaftlichem Engagement etwas für die Allgemeinheit zu tun, in Erfüllung gegangen. Und mit dem Blick auf den guten Besuch, die mit inzwischen 97 Mitgliedern unaufhörlich positive Entwicklung des Vereins und das pralle Vereinsprogramm für das kommende Jahr, wird das Engagement nicht aufhören.

Wer die Paten der Bänke – Angelika und Heijo Kohnen, Resi und Hans Gerads, Edeltraud und Manfred Derichs, Jürgen Raub, Marianne und Peter Werden, Jose und Hans Ohle, sowie Christine und Günter Gävert gerne unterstützen möchte, kann sich gerne beim Vorsitzenden Heijo Kohnen unter der Rufnummer 02451/911494 melden.