Die „Kölsche Nacht“: eine mehr als nur würdige Geburtstagsparty für die Karnevalisten

 

Es war wohl die Geburtstagsparty des Jahres: die erste „Kölsche Nacht“ in Übach-Palenberg.

 
Dass Karnevalisten gerne mal feiern, ist ja nichts Neues, dass sie es aber auch bei ihren jecken Jubiläen schon einmal außerirdisch gut krachen lassen können, vielleicht schon. Der Festausschuss Übach-Palenberger Karnevalsvereine, der seit inzwischen zwei Mal elf Jahren in der früheren Zechengemeinde für richtig viel Gaudi auch in der „fünften Jahreszeit“ sorgt, hat es sich nicht nehmen lassen, mit der „Kölschen Nacht“ am Samstagabend vielleicht schon jetzt die Party des Jahres zu geben.
 

Abfeiern pur: das war bei der „Kölschen Nacht“ zum zwei Mal elfjährigen Bestehen des Festausschusses Übach-Palenberger Karnevalsvereine im riesigen Festzelt angesagt.
Foto: Stadt
 
„Zu unserem närrischen Jubiläum wollten wir natürlich mal richtig was losmachen“, so Wolfgang Dressel vom Vorstand des Festausschusses. Die Anlagen, um eine gute Party zu feiern, haben die „organisierten Jecken“ natürlich schon von jeher in ihren gut organisierten Karnevalsgesellschaften (KGs). So schmeißen sie mit ihren Sitzungen, aber auch bei den bunten Festzügen, oder aber auch beim alljährlichen Sturm auf das Rathaus immer großartige Feten. Für das Jubiläum durfte es aber eine ganze Nummer größer sein, und das darf man ruhig auch mit Blick auf die Dimensionen verstanden wissen. Denn im gigantischen Festzelt an der Borsigstraße, das an insgesamt fünf Oktoberfesttagen der Hort allerbester Stimmung und einer wirklich gigantischen Gaudi war, wartete nur darauf, auch vom Kölner Fachmusikpublikum bespielt zu werden. Das Wirtspaar Astrid und Albert Spiertz war natürlich gerne ganz vorne mit dabei, als es darum ging, das selbst für einen Veranstaltungsgewöhnten Festausschuss der Karnevalsvereine riesige Fest zu organisieren. Und da in Sachen Service, Getränke und Verpflegung schon ein Häkchen gesetzt werden durfte, legte der Festausschuss mit der Auswahl der Live-Bands des Abends nochmal einen drauf. „Ganz oder gar nicht“, kommentierte Josef Switalla vom Festausschussvorstand die Auswahl der Bands. Mit den auch überregional bestens bekannten „Räubern“, den „Boore“, „Kasalla“ und der Band „Domstürmer“ war das Line-Up schon auf dem Papier aller Ehren wert. „Die Ankündigung der Bands sorgte schon sehr früh dafür, dass wir ausverkauft waren“, so Wolfgang Dressel.
 
 
Zu den Bands des Abends gehörten ohne Zweifel die „Domstürmer“ mit ihrer gnadenlos guten Show.
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Im Umkehrschluss brachte das deutliche Entspannung auf die Gesichter der Offiziellen, die sich im Vorfeld bei einem Feier-Abend dieses Ausmaßes doch ein paar Sorgen machten. „Das wird klappen“, war sich aber Wirt Albert Spiertz schon früh sicher, und seine Vorhersage sollte sich bewahrheiten. So war es fast schon egal, welche der absoluten Top-Bands des Abends auf dem Podium an zentraler Stelle im Festzelt die Ehre gab: die Gäste feierten im proppevollen Partyzelt, was das Zeug hielt. Und da sich im Gegensatz zur Oktoberfest-Bestuhlung nun sehr viele Stehplätze offentaten, wurde auch richtig abgetanzt.
 
Beste Stimmung wie bei diesen Damen war keine Frage der Band, sondern des ganzen Abends.
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Mittendrin statt nur dabei waren natürlich viele KGs mit ihren Mitgliedern. In diesem Reigen fehlte auch das noch amtierende Stadtdreigestirn Jungfrau Wilfriede (Schulz), Prinz Marcel I. (Derichs) und Bauer Niclas (Meuwissen) von der KG „Frelenberger Esel“ nicht, die tüchtig mitmachten. Die Musik war dabei eine bunte Mischung aus den Klassikern des kölschen Karnevals und aktueller deutschsprachiger Pop- und Rockmusik, die den Abend so richtig rund machte. In jedem Fall waren die Veranstalter schon zu Beginn der Feier ganz vorne mit dabei, und zogen am Ende, als DJ Thomas Bögel zum Ende der live eingespielten Klänge nochmal an die Plattenteller durfte, eine sehr positive Bilanz. Und wer weiß, vielleicht muss das feierfreudige Volk aus Übach-Palenberg und Umgebung ja gar nicht bis zum drei Mal elften Jubiläum warten, damit es eine Neuauflage der traumhaften „Kölschen Nacht“ gibt.
 

Das noch amtierende Stadtdreigestirn von Übach-Palenberg, Jungfrau Wilfriede (Schulz), Prinz Marcel I. (Derichs) und Bauer Niclas (Meuwissen, v.l.) von der KG „Frelenberger Esel“ durfte natürlich auch nicht fehlen.
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