33 Künstler bei der Jahresausstellung bringen Kunst auf alle Etagen des Schlosses

 

Es war voll bei der jüngsten Jahresausstellung, so richtig voll.

 
Natürlich sind die Veranstaltungen des Künstlerforums Schloss Zweibrüggen immer beliebt, doch die jüngste Jahresausstellung stellte alles in den Schatten. Da musste selbst der ausgesprochen höfliche Gastgeber und Vorsitzende des Künstlerforums Schloss Zweibrüggen, Prof. Dieter Crumbiegel, bei der Vernissage auf die Nennung aller Namen verzichten. Denn bei sage und schreibe 33 Ausstellern wäre sonst die übliche kurze Vorstellung der Ausstellenden zu einer ellenlangen Rede geworden. Prof. Crumbiegel verzichtete darauf, übte sich aber nicht im Verzicht darauf, die vom Künstlerforum anlässlich ihrer Jahresausstellung ausgewählten Künstler für ihre Vielfalt zu loben. „Die Jahresausstellung findet zum ersten Mal in dieser Form statt“, sagte er, „sie stellt sich auch in den Dienst der Kunstvermittlung“. Ziel war es, einen möglichst repräsentativen Querschnitt künstlerischer Aktivitäten über die Region Kreis Heinsberg und Aachen hinaus anzubieten. Ein erwünschter Nebeneffekt war sicherlich, das Schloss Zweibrüggen als ein Zentrum für bildende Kunst zu präsentieren, was schon mit der Auswahl der ausgestellten Objekte und Werke gelang. „So können wir den Kunstfreunden der Region eine Übersicht über ihre Künstler, ihre unterschiedlichen Intentionen und verschiedenen Zielsetzungen geben“, umschrieb es Crumbiegel. Dass dabei naturgemäß eine genreübergreifende Vielfalt von Techniken – von der Malerei über Zeichnung bis zu Grafik, Fotoarbeiten und Skulpturen – dabei war und die unterschiedlichen Überlegungen zu Ästhetik und der Gedankenwelt hinter der künstlerischen Arbeit zu sehen war, ist für Prof. Crumbiegel ein weiterer Pluspunkt der Ausstellung.
 
Eine unabhängige Jury mit der Künstlerin Brigitta Heidtmann, der Kunsthistorikerin Alexandra Simon-Tönges und ihrem Kollegen Dr. Josef Gülpers stellte dabei eine möglichst breite Auswahl etablierter Künstler sicher. „Natürlich führt das auch zu Enttäuschungen abgelehnter Künstler, auch unter den Mitgliedern des Forums, eine Hypothek, die ertragen werden muss“, erklärte Crumbiegel. Diese Hypothek lohnte sich aber, da war er sich mit dem Blick auf das hohe Ziel, eine umfassende Werkschau mit Künstlern der Region und darüber hinaus zu schaffen. Die vom Kurator Crumbiegel beabsichtigte „faszinierende Begegnung mit der Kunst unserer Zeit“ gelang auch dank des Sponsorings durch die Kulturstiftung der Kreissparkasse Heinsberg und die Volksbank Heinsberg.
 
 
Die Jahresausstellung des Künstlerforums Schloss Zweibrüggen zog sehr viel Interesse auf sich.
Foto: Stadt
 
Und bevor die Gäste sich schon der Menge und Vielfalt des Gebotenen gänzlich der Kunst hingaben, erfreute Geilenkirchens Bürgermeister a.D. Thomas Fiedler mit live vorgetragener südamerikanischer Gitarrenmusik das Ohr. Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, freute sich schon im eigens zur Ausstellung aufgelegten Katalog darüber, im „kulturellen Leuchtturm Schloss Zweibrüggen“ diese künstlerische Auswahl bieten zu können. „Dies bietet die schöne und spannende Gelegenheit zu Gesprächen und Diskussionen mit den Künstlern“, so Jungnitsch. Sein Lob galt aber nicht nur den Kunstschaffenden, sondern auch den Mitgliedern des Künstlerforums, denen es immer wieder gelänge, große Ereignisse wie die Jahresausstellung auf die Beine zu stellen.
 
 
Spannende Live-Musik gab es mit Geilenkirchens Bürgermeister a.D. Thomas Fiedler.
Foto: Stadt
 
Werke der folgenden Künstler waren zu sehen: Malerei: Hans-Dieter Ahlert, Joep Albertz, Thomas Bauer, Gail Williamson Cope, Prof. Dieter Crumbiegel, Henriette Echghi-Ghamsari, Erika Giegla, Irene Heinen, Jochen Jung, Erich Krian, Marlen Krings, Karin Mailandt-Ritterbecks, Carolin Nagel, Jana Rusch, Hans-Wolfgang Menges, Karin Thiel, Anna Maria Thinius, Ingo Veltum, Uschi Zantis und Andrea Zang; Malerei/Zeichnung: Wolfgang in der Wiesche, Veronika Kropidlowski und Hermann Josef Mispelbaum; Grafik: Hilde Dietz; Fotoarbeiten: Will Albertz, Barbara Göbel, Ellen Katterbach, Frank Langen, Etienne van Sloun und Gerda Zuleger-Mertens; Skulpturen: Willi Arlt, Wiltrud Laser-Mauder und Gertrud Schaefer.