Beeindruckende Werbung für die „Faszination Musik“ bei der Privat-Musikkapelle Scherpenseel

 

Die „Faszination Musik“ mit der Privat-Musikkapelle Scherpenseel wird zu einem dauerhaften Aushängeschild in unserer Stadt. So war es auch bei der jüngsten Auflage im voll besetzten Pädagogischen Zentrum (PZ).

 

Faszinierende Klänge en masse bot das jüngste Konzert der Privat-Musikkapelle Scherpenseel (PMS) am Samstagabend im ausverkauften PZ in Übach-Palenberg.
Foto: Stadt

Es dürfte wohl spätestens bei der After-Show-Party gewesen sein, als Dirigent Günter Preuth sich mit den „Seinen“ genüsslich mal nicht um den passenden Ton, sondern um das wohlverdiente Kaltgetränk kümmern musste. Das hatten sich die Aktiven aber auch redlich verdient. Denn nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Bernhard Barwinski und einem von den Schwestern Clarissa und Svenja Engels überaus charmant moderierten Programm hatten die Musiker allen Grund, sich das kühle Nass schmecken zu lassen.

Zuvor zeigten sie aber in einem prall gefüllten Programm, was Musik so alles bewegen kann. Menschen zum Beispiel, denn die Wirkung der Klänge über die Jahrtausende hinweg war ein Punkt, den man der bunten musikalischen Zusammenstellung nicht absprechen konnte. Da tupften beispielsweise „Mozarts Greatest Hits“ in einer von Mashima gekonnt instrumentierten und von den PMS-Mitgliedern frech und ideal zugleich umgesetzten Version in die Gehörgänge der Gäste. Die hatten kaum Zeit, durchzuatmen, denn die klangliche Reise durch Jahrhunderte, Spiel- und Stilarten ging beinahe nahtlos weiter. Musical war ein Halt, der sich an den hervorragend zusammengestellten Nummern aus „Miss Saigon“ entlanghangelte, und die ganze Opulenz von den kleinsten, den ungewöhnlichsten Tönen bis zur vollen Klangbreite eines Orchesters vorstellte. Beinahe schüchtern traf zwischendurch die aus Köln stammende Gastsängerin Sarah Esser genau die richtigen Töne, als sie mit der aus dem gleichnamigen James-Bond-Streifen bekannten Nummer „Skyfall“ für bombastischen Breitwandsound im PZ sorgte.


Die aus Köln stammende Sängerin Sarah Esser brillierte mit ihren Gesangseinlagen, die perfekt auf das Orchester abgestimmt waren.
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Ob die begeisterten Zuhörer angesichts solcher Leistungen ihre Dauergänsehaut abschütteln konnten, bleibt unbekannt. Wohl aber legte die PMS mit ihrem engagierten und niemals nachlässigen Dirigenten Günter Preuth stets noch eine Schippe drauf. Ob ein Marsch wie bei „Feuert los!“ von Holzmann, die Originalkomposition „Arizona“ für Blasorchester, der „Florentiner Marsch“ oder ein swingendes Potpourri nach Roger Cicero: die Musiker mit dem Scherpenseel im Namen machten ihrem Ruf, den sie weit über die Stadtgrenzen hinaus getragen haben, alle Ehre. Mehr noch, denn dank der engagierten Gesangsbeiträge wie bei „You are the Sunshine of my Life“ von Stevie Wonder oder den traumhaften Saxophon-Klängen von Solist Heinz Lyko und einem ebenso ungewöhnlichen wie brillant vorgetragenen Solo für Es-Klarinette (Jasmin Ströbel) und Tuba (Markus Meuvissen) bei Derek Burgeois‘ Stück „Contrasts“ wussten die PMSler beste Werbung in eigener Sache zu machen.

 
Engagiert und niemals nachlässig war Dirigent Günter Preuth auch an diesem Konzertabend.
Foto: Stadt 

Denn zum einen war das Konzert gleichzeitig ein Benefizkonzert, dessen Einnahmen rein der überaus aktiven Nachwuchsarbeit der PMS zugutekommt. Zum anderen ließen die Gastgeber mit ihrem überragenden Musikgenuss schonmal die Stimmgabeln für die kommenden Ereignisse klingen.

Denn in diesem Jahr feiert die PMS ihr 110-jähriges Bestehen. Und wenn dann am großen Festwochenende am Samstag, 10. September, und Sonntag, 11. September, die Jubiläumsparty und das Wiesenfest natürlich mit viel Musik nach Scherpenseel locken, werden sich viele Gäste gerne dieses gelungenen Auftakts in ein Jahr voller faszinierender Musik erinnern.