CMG Schüler gegen Tihange

 

Die Schüler vom Carolus-Magnus-Gymnasium starten ihre Tihange-Initiative.

 
Aktionen gibt es am Carolus-Magnus-Gymnasium (CMG) eigentlich fast jede Woche. Denn die Schülerschaft scheint hier, unterstützt durch ein ausgesprochen engagiertes Lehrerteam, besonders kreativ zu sein in der Umsetzung ihrer Ideen.

„Ich bin völlig begeistert“, sagt Christoph Schlagenhof. Das darf er zwar in seiner Funktion als SV-Lehrer in letzter Zeit immer öfter sein, doch das jüngste Engagement lässt ihm das Herz im Leibe springen. „Ich finde es großartig, wenn Schüler aus der Jahrgangsstufe sechs sich dafür engagieren, ein Atomkraftwerk abzuschalten“, erzählt Schlagenhof weiter. Leonie Kreyes (11), Liv Deffur (12) und Carolin Elsen (11) sind nur drei der engagierten Schüler vom Carolus-Magnus-Gymnasium, die sich mit einem gemeinsamen Appell für die Abschaltung des belgischen Kernkraftwerkes in Tihange einsetzen.
 
„Ich bin Alemannia-Aachen-Fan“, erklärt Leonie Kreyes dazu, „und beim letzten Benefizspiel kam ich auf die Idee, das auch mal in der Schule zu machen“. In Liv und Carolin fand sie schnell Unterstützerinnen und die Schülervertretung (SV) war ebenfalls schnell vom Aktionsvirus gegen den weiteren Betrieb des gar nicht so weit von Übach-Palenberg entfernten AKW angesteckt. „Wir haben Stellwände entworfen, natürlich mit dem offiziellen Abschaltlogo und eine Infowand erstellt“, erzählt Carolin Elsen. Damit nicht genug, denn die Schülerinnen riefen dazu auf, sich mit einem der „Tihange abschalten“-Plakat mit dem präganten Atomwarnlogo ablichten zu lassen. „Mehr als 400 Leute haben wir schon fotografiert“, sagt Liv Deffur. Und während Leonie Kreyes den Autofokus ihrer Kamera auf die nächsten Schüleraugen scharfstellt, zeigen die beiden anderen Mädels stolz die Ausbeute. Denn nicht nur Fotos werden erstellt, den umfangreichen Protest gegen die als unsicher geltende belgische Atomanlage wollen die jungen Schülerinnen noch mit einer Postkartenaktion unterstreichen. „Jeder muss eine Karte ausfüllen, die kommen dann zum Brief, den wir an den zuständigen belgischen Minister senden werden“, erläutert Leonie. Fotos, die ausgefüllten Karten und der passende Protestbrief werden dann ein ganz schön dickes Paket, um den Protest der Schüler, Lehrer und Eltern des CMG auszudrücken.