Das „100‘5“-Benefizschwimmen im „Ü-Bad“

 

Schwimmen für den guten Zweck.

 

Bewegung ohne Ende im Wasser des Ü-Bades verzeichneten nicht nur die vielen freiwilligen Helfer, die unter anderem für die Sicherheit und das Zählen der geschwommenen Bahnen sorgten.
Foto: Stadt

Fast hätte es ja keiner gemerkt, aber ein kleiner Geburtstagskuchen des Teams verriet dann doch, dass es neben dem „100‘5“-Benefizschwimmen im „Ü-Bad“ an der Dammstraße mehr als einen Grund gab, die Welle zu machen. Der leckere Kuchen war für Sabine Maass bestimmt, ihres Zeichens Schwimmmeisterin und Leiterin des „Ü-Bades“, die mit ihrem Team nicht nur die Kuchenstücke schnell verputzte, sondern auch alle Hände voll zu tun hatte.

„Ich habe so das Gefühl, dass es in diesem Jahr wieder besser läuft als im Vorjahr“, sagte Maass bei einer kleinen Verschnaufpause. Die hatten sie, die Organisatoren vom Radiosender „100‘5“, die Damen und Herren von der Schwimmabteilung des VfR Übach-Palenberg und des DLRG-Ortsverbandes sich aber auch redlich verdient. Schließlich gab es schon um sieben Uhr morgens den zeitgleichen Startschuss an den beiden schon traditionellen Veranstaltungsorten, eben jenem „Ü-Bad“ und der „Ulla-Klinger-Halle“ in Aachen. Und erst um 21 Uhr, wenn anderswo schon die ersten Schlafmützen angezogen wurden, ging der letzte Schwimmer in beiden Hallen ins Ziel.

Ganz und gar nicht schlafmützig, sondern mit voller Power war auch in diesem Jahr wieder der wohl bekannteste Landwirt der Region, „Hastenraths Will“ alias Christian Macharski, am Beckenrand und natürlich auch im Radio live dabei. Der legte auch im mit tropischen Temperaturen gesegneten Innenraum des Ü-Bades seine bekannt atmungsinaktive Landwirtkombi aus „Jummistiefeln“, Karohemd und Arbeitshose nicht ab. „Isch komm natürlisch jerne auch mal retten“, sagte er in seinem typischen Dialekt und stilecht mit Rettungsboje in bestem „Baywatch“-Stil ausgestattet.

Natürlich musste er nicht wirklich ran, denn dafür gab es ja die Profis vom Bad, dem Schwimmverein und natürlich dem DLRG. „Wir sind gerne dabei und helfen mit, wenn es um den guten Zweck geht“, sagte DLRG-Urgestein Hans-Jürgen Kastler, der mit seinem breiten Lächeln und einem flotten Spruch auf den Lippen wie immer für beste Laune sorgte.

Der gute Zweck war übrigens nicht nur die eintrittsfreie Bewegung im schönen Wasserangebot des „Ü-Bades“ und seines Aachener Pendants. Denn für jede der in beiden Schwimmhallen geleisteten Bahnen, gab es vom Radiosender und dem Partner „actimonda“ je 20 Cent für gleich zwei gute Zwecke. Zum einen ist das der Kinderschutzbund Aachen, und zum anderen die von Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch getragene Aktion „Unsere Kinder“, die sich schnelle und unbürokratische Hilfe für unverschuldet in Not geratene Kinder im Stadtgebiet auf die Fahnen geschrieben hat. Ausdauer war also gefragt, damit die im letzten Jahr zusammengekommenen mehr als 20.000 Euro in beiden Hallen noch mal getoppt werden konnten. Dank der Stärkung per immer frei verfügbarem Trinkwasser und dem Logo des Radiosenders entsprechenden grünen Äpfeln, standen schon um die Mittagszeit knapp 30.000 Bahnen insgesamt auf dem Zähler. Hastenraths Will hatte zwar per flinker Hand und mit komödiantischem Geschick noch mit einer Neun vor der Gesamtzahl flott etwas nachgeholfen, doch ganz so viele Bahnen zogen die freiwilligen Schwimmer am Ende nicht.

 


Comedian „Hastenraths Will“ alias Christian Macharski „tunte“ ein wenig das tatsächliche Zwischenergebnis des Benefizschwimmens.
Foto: Stadt

Es waren vielmehr 119.043 Bahnen, wobei die Gesamtzahl zwar entscheidend war für die hälftig aufgeteilte Gesamt-Spendensumme.

Aber da ist ja noch die seit der Premiere vor einigen Jahren stetig gewachsene, kleine Rivalität beim Benefizschwimmen: denn gefühlt ist es ja immer so ein wenig David gegen Goliath, wenn die Übach-Palenberger am Ende vorne lagen. Im letzten Jahr gelang es nicht, und in diesem Jahr ging es mit in Übach geschwommenen 48.709 Bahnen am Ende zugunsten der Ulla-Klinger-Halle aus. Das machte Sabine Maass am Ende aber nicht mehr so viel aus, denn viel wichtiger war für sie, dass so viele Menschen gestern ihren Geburtstag mit ihr feiern durften.