Weihnachtskonzert des Kirchenchors Scherpenseel war ein brillanter Erfolg

 

Der dauerhafte Erfolg des Weihnachtskonzertes in Scherpenseel lässt sich schon ganz einfach daran ablesen, dass immer an diesem einen Sonntag im Advent die Parkplätze an der Heerlener Straße besonders knapp werden. Ein Grund dafür ist der überragende Erfolg, den die brillante Konzertserie auch in diesem Jahr kurz vor Weihnachten wieder verbuchen durfte.

 

Ein prächtiges Bild bot das Ensemble aus Musikern und Sängern beim jüngsten Weihnachtskonzert des Kirchenchores St. Rochus in Scherpenseel.
Foto: Stadt

Der Schlüssel zu diesem Erfolg liegt auch im Gesamtpaket begründet. Da gibt es zum einen die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors St. Rochus Scherpenseel, die mit ihrem Leiter Michael Sieprath der Fixpunkt der Musik zur Weihnacht sind.

Da gibt es zum anderen die weiteren Akteure wie:

  • Sopranistin Heidi Gottschalk,
  • Marius Köpf an der Orgel,
  • Theo Ortenstein in einer Doppelfunktion als Sänger und Erzähler,
  • und schließlich das Streichquartett mit
    • Martina Blömer (Erste Violine),
    • Rebecca Zachner (Zweite Violine),
    • Katharina Gasztecka (Viola) und
    • Antje Renner (Violoncello).

 
Theo Ortenstein pendelte munter zwischen seinen Rollen als Sänger und Erzähler hin und her.
Foto: Stadt

Kommt dann noch die gelungene Gesamtleitung mit Michael Sieprath und ein ausgesuchtes Programm hinzu, dann kann nichts mehr schiefgehen.

Hatten die Gäste eben noch die zum Einspielen live von der eigentlichen Orgelbühne der Kirche und einer Handvoll Mitgliedern der Privat-Musikkapelle Scherpenseel gehörten Weihnachtslieder im Kopf, änderte sich das Programm mit dem Einlaufen der Hauptakteure doch merklich. Sakrale Musik war das zentrale Thema dieses in monatelanger Arbeit vorbereiteten Konzertabends. So gab es beispielsweise Händels Hirtenmusik aus dem Oratorium „Messias“ oder „Nachtigall, wach auf“ von Mauersberger. Ein Genuss auch für die Mitglieder des Kirchenchores, die dann nicht mitsangen, war die Aria für Sopran und das Streichquartett im Anschluss. Sängerin Heidi Gottschalk schaffte es scheinbar mühelos, nicht nur die feinen stimmlichen Abstufungen im großen Kirchenraum zu modellieren. Sie fing die begeisterten Gäste vom ersten Moment an mit ihrer fokussierten, perfekt ausgebildeten Stimme ein.

Dass zum gelungenen Weihnachtskonzert aber nicht nur die „Heilige Nacht“ von Reichardt gehört, sondern auch immer noch ein, zwei Stücke zum Mitsingen, das vergaßen die Damen und Herren vom Scherpenseeler Kirchenchor auch nicht. So hatten sie mit „Macht hoch die Tür“ und „O du Fröhliche“ zwei echte Klassiker ins Programm gehoben, die dank im Programmblatt abgedruckten Text problemlos mitzusingen waren. Doch die größte Faszination ging bei diesem ausgesprochen gelungenen Abend mit sakraler und weihnachtlicher Musik ohne Zweifel von der Mischung aus Chor, Streichern und Sopran aus. „Den Hirten dort auf Bethlehems Feld“ war die Stimme von Heidi Gottschalk im gleichnamigen Titel ein echtes Gedicht, mit Stücken von Mozart, Golombek oder auch Bodenschatz machte der Kirchenchor ein Epos daraus.

 
Sopranistin Heidi Gottschalk krönte mit ihrem Sopran die exzellenten Leistungen des Konzertensembles in Scherpenseel.
Foto: Stadt

Und das integrierte Orgelkonzert für Orgel, Streicher und Basso continuo von Händel setzte noch ein weiteres Ausrufezeichen hinter die hervorragenden Leistungen. Fürs Tüpfelchen auf dem I war dann Theo Ortenstein zuständig, der mit seinen augenzwinkernden Weihnachtsgeschichten ein ums andere Mal zum Nachdenken wie zum Schmunzeln anregte. So hatte sich das Ensemble den tosenden Applaus am Ende völlig verdient, schließlich war es eine ideale Einstimmung auf das kommende Jahresende.