Die Obdachlosenhilfe Übach-Palenberg lud zum Weihnachtsbasar ins Mehrgenerationenhaus ein

 

Wieder einmal überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen war Uschi Hartmann von der Obdachlosenhilfe Übach-Palenberg am Samstag. Eigentlich muss man sagen, dass das schon für die ganze Woche, vielleicht auch schon den Monat vor dem Weihnachtsbasar am Samstag im Mehrgenerationenhaus galt. „Wir haben schon im Vorfeld so viel Hilfe angeboten bekommen, dass ich wirklich glücklich darüber bin“, sagt sie.

 

 Ohne dieses Team wäre der Basar der Obdachlosenhilfe Übach-Palenberg am Samstag im Mehrgenerationenhaus am Bahnhof nicht möglich gewesen, wofür sich auch Vorsitzende Uschi Hartmann (vorne, 2.v.r.) bedankte.
Foto: Stadt

Da war zum Beispiel der Anruf eines Unternehmens, das normalerweise mit dem Bringen tiefgefrorener Ware von Haus zu Haus sein Geld verdient. „Die sagten mir, dass sie mir gerne 1.000 Portionen Eis spenden wollten, aber das wohl nicht klappt“, so Hartmann. Der Clou an der Sache war allerdings, dass es tatsächlich 950 Portionen Speiseeis waren, die kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. „Ich war natürlich glücklich, so hatten wir was zum Verkaufen, aber auch das Problem, wohin damit“, berichtet Hartmann. Die Nutzer des kombinierten Senioren- und Jugendzentrums am Palenberger Bahnhof wussten da aber kurzfristige Abhilfe zu schaffen, denn sie räumten kurzerhand die Kühlmöglichkeiten, um Platz zu schaffen.

Von Spenden eines lokalen Metzgers wusste Hartmann auch zu berichten, dazu kam die Hilfsbereitschaft des Teams, das sich wieder einmal ohne zu murren stundenlang in den Dienst des guten Zwecks stellte. „Ohne das Team ist die beste Vereinsleitung aufgeschmissen“, meinte die Vorsitzende dazu. Schließlich wurde der Basar, bei denen Selbstgemachtes, aber auch Gebrauchtes oder Leckeres zugunsten des Vereinszwecks verkauft wurde, auch noch durch die Stadt Übach-Palenberg, Radio ÜP und den im MGH ansässigen Verein Funtasie unterstützt.

Schirmherr und Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch kaufte sicherlich auch ein paar Tombolalose, und er überzeugte sich vom tollen Organisationsstand und dem Angebot beim Hilfsverein. Und als abends dann ein wenig Ruhe einkehrte, da schlossen Uschi Hartmann und ihre Mannschaft nach und nach die Räumlichkeiten, um den Menschen, die sonst nie auch nur ein wenig Privatsphäre haben, einmal eine Feier abseits von ihrem Leben auf der Straße zu ermöglichen. „Das muss dann einfach sein“, sagt Uschi Hartmann mit Nachdruck, denn die Obdachlosen brauchen nicht nur sächliche Hilfe und offene Ohren. Sie brauchen auch mal ein gemeinsames Essen in gemütlicher Runde. „Ohne die Blicke der Menschen, die sie auf der Straße täglich treffen“, schloss Hartmann. Und auch dafür war der Basar wie geschaffen, denn hier gab es nicht nur Informationen über die Arbeit des Vereins aus erster Hand, sondern auch ein Beispiel von Hilfe am Nächsten.