Benefizkonzert der Freunde der Kammermusik erbrachte 2.005 Euro Soforthilfe

 

„20 Jahre sind eine lange Zeit, in der wir viel aktiv gearbeitet haben“, sagte Dr. Bernd Bierbaum. Viele Projekte seien in dieser Zeit umgesetzt worden, doch die Hilfe endet nie, wie auch das aktuelle Projekt zum Bau eines Ausbildungszentrums für Kinder mit einer geistigen Behinderung zeigt.

 

Unser Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, sein persönlicher Referent Thomas de Jong, Hanns-Paul Jouck und Simon Peschen (v.l.) von den „Freunden der Kammermusik“ übergaben im Beisein von „Kammermusik“-Geschäftsführer Hans Krupp (r.) den Spendenscheck über 2.005 Euro an Dr. Bernd Bierbaum vom Verein „Wir für Ruanda“.
Foto: Stadt

„Man bespuckt sie, man schlägt sie, man veräppelt sie, sie werden gemieden und aus den eigenen Familien ausgeschlossen“: So beschreibt Dr. Bierbaum den Alltag dieser Kinder in Ruanda. Dazu trage auch eine Einstellung gegenüber Kindern mit einer Behinderung bei, die in den hiesigen Breiten seit sicher 100 Jahren schon abgelegt sei.

Um diese fundamentale Arbeit in dem afrikanischen Land zu unterstützen, traten nun 15 klassikbegeisterte junge Menschen aus unserer Region bei gleich zwei begeisternden Konzertterminen in unserem Schloss Zweibrüggen an. 2.005 Euro standen letztlich auf dem großen Spendenscheck, den der Vorsitzende des Vereins „Freunde der Kammermusik“, auf dessen Initiative das Konzertwochenende stattfand, an „Wir für Ruanda“ übergeben konnte. „Seit 1980 haben wir in rund 150 Benefizkonzerten immer wieder andere Institutionen gefördert“, führte Jouck aus. Ein paar Mal war auch schon „Wir für Ruanda“ dabei und durch die gelungene Mischung von hervorragenden Konzerten und dem guten Ziel wurde schon einiges an Geld gesammelt.

Besonders freute Jouck allerdings, dass bei diesem Mal auch die jungen Menschen hinter den Kulissen führende Aufgaben übernahmen. So auch Simon Peschen, der sich über die Aufgabe freute, mit seinem ehrenamtlichen Einsatz den jungen Menschen auf dem anderen Kontinent helfen zu können.

Nicht vergessen wurde in diesem Zusammenhang das weiterhin laufende Projekt „Barrierefreier Zugang zum Schloss Zweibrüggen“. Die „Freunde der Kammermusik haben derzeit schon gut die Hälfte der benötigten Mittel gesammelt“, wie Geschäftsführer Hans Krupp mitteilte. Dennoch werde noch jeder Euro gebraucht, um diesen Zugang möglichst noch vor Beginn der kommenden Konzertreihe im Herbst zu bauen. 40.000 Euro kostet der Zugang über einen außen im Treppenbereich installierten Lift. Die Hälfte kommt inklusive der Planungsleistung von unserer Stadt, für die andere Hälfte sind die „Freunde der Kammermusik“ verantwortlich. Mithelfen soll dabei auch eine Versteigerungsaktion des ebenfalls im Schloss aktiven „Künstlerforums Schloss Zweibrüggen“, bei der unser Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch Auktionator sein wird.