Pfarrer Jens Sannig verabschiedete sich als Gemeindepfarrer aus unserer Stadt

 

„Mir geht es gut“, sagte Superintendent Jens Sannig bei seiner Verabschiedung als Gemeindepfarrer in unserer Stadt. Ein letztes Mal übernahm er den Gottesdienst, was natürlich nicht nur Pfarrerin Angelika Krakau freute.

 

Superintendent Jens Sannig (3.v.r.) nahm im Kreise des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Übach-Palenberg und im Beisein von Pfarrerin Angelika Krakau (2.v.l.) offiziell Abschied von seinem Dienst als Pfarrer in unserer Stadt.
Foto: Stadt

Das warme Pfingstwetter machte ihm ebenso wenig etwas aus wie den übrigen Gästen, die sich in der Christuskirche zu seinem Abschied versammelten. Natürlich bleibt Sannig den Menschen im Kirchenkreis Jülich als Superintendent erhalten. „Ich werde mich natürlich auch immer mal wieder in meiner alten Kirchengemeinde in Übach-Palenberg blicken lassen“, sagte er zu.

Nach zwei Jahrzehnten in der Stadt, fiel es ihm nicht leicht, seine Pflichten als Pfarrer hier nicht mehr wahrnehmen zu können. Doch seit seiner Wahl zum Superintendenten im Juni 2013 konnte er ohnehin nicht mehr Pfarrer seiner Heimatgemeinde sein.

Ab dem 1. September ist Sannigs nun ehemalige Stelle wieder vergeben. So wurde im Wahlgottesdienst am 22. Mai Pfarrer Christian Justen vom Presbyterium auf die unbesetzte Stelle gewählt. Nach Verstreichen der Einspruchsfrist ist damit Christian Justen neben Pfarrerin Angelika Krakau der zweite evangelische Geistliche in Übach-Palenberg.

Doch dieser sonnige Pfingstsonntag wird Jens Sannig sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben, schließlich nahmen viele Weggefährten der letzten 20 Jahre Abschied von seinem Dasein als Pfarrer vor Ort. Dazu gab es im an die Christuskirche grenzenden Familienzentrum „Meragel“ einen kleinen Empfang, den viele Menschen dazu nutzten, sich bei Sannig für seine geleistete Arbeit zu bedanken. „Wir sind die Gemeinde, die trotz wenig Geld fast alles hat“, war Sannigs Leitspruch in seiner aktiven Zeit als Pfarrer in Übach-Palenberg. So schaffte er es immer wieder, die Menschen für Projekte der Kirchengemeinde zu begeistern, und so mit viel bürger- und ehrenamtlichem Engagement Dinge auf die Beine zu stellen. Dazu gehört sicherlich auch das seinerzeit wegweisende „Bauwagen“-Projekt, dass die aufsuchende, mobile Jugendarbeit auf völlig neue Beine stellte. Aber auch verschiedene öffentlichkeitswirksame Aktionen wie Musicals und Konzerte und ein stets offenes Ohr zeichneten Sannig in seiner Arbeit vor Ort aus, wie aus den verschiedenen Grußworten an diesem Tag hervorging. Auch unser Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch würdigte die Verdienste von Jens Sannig.