Neujahrsempfang der Stadt Übach-Palenberg

 

Zum diesjährigen Neujahrsempfang zählte die Stadt mehr als 600 Gäste. Das ist eine sehr erfreuliche Zahl. Vielen Dank.

Fünf Seiten lang war die Rede von unserem Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch zum 33. Bürgerempfang der Stadt. Damit löste er sein Versprechen ein, den offiziellen Teil des gerne auch als Neujahrsempfang bezeichneten Treffens mit mehr als 600 Gästen aus Rat und Verwaltung der Stadt, Angehörigen von Polizei, Feuerwehr und Militär, sowie Vertreter von Anstalten öffentlichen Rechts, aus Wirtschaft und Kultur im weiten Rund des Pädagogischen Zentrums (PZ) nicht zu lang werden zu lassen.

Mehr als 500 Gäste kamen zum mittlerweile 32. Bürgerempfang der Stadt Übach-Palenberg
ins weite Rund des Pädagogischen Zentrums (PZ).
Foto: Stadt
 
Doch die Zahl fünf hatte für unseren Bürgermeister noch eine weitere Bedeutung an diesem Vormittag. „Bereits zum fünften Mal darf ich hier an dieser Stelle zu Ihnen sprechen und hoffe, dass wird nicht das letzte Mal sein“, meinte er augenzwinkernd. Dennoch hatte dies einen handfesten Hintergrund, schließlich verzichtete der Erste Bürger darauf, den Bürgermeister erst 2015 getrennt von den Kommunalwahlen wählen zu lassen, und tritt stattdessen zur Kommunalwahl am 25. Mai dieses Jahres an.
 
Seinen Sparwillen betonte er auch beim Blick zurück auf 2013 in dem, so Jungnitsch weiter, das oberste Ziel, die Finanzen der Stadt in den Griff zu bekommen, weiter strikt verfolgt wurde. „Mit einer fast genauen Punktlandung wurden die gesetzten Ziele auch erreicht, in Teilen sogar übertroffen,“ warb er für die Arbeit von Rat und Verwaltung, „ganz wichtig ist es allerdings, dass der eingeschlagene Weg konsequent weiter verfolgt wird.“ So mahnte der Bürgermeister, dass andernfalls wieder die Investitionssperre drohe, die kommunale Selbstverwaltung und ein selbständiges Arbeiten des Rates verhindere. Den Erfolg schrieb sich unser Bürgermeister allerdings nicht selbst auf die Fahnen, sondern schloss ausdrücklich die nachhaltig  umgebaute und verkleinerte Verwaltung und die Ratsmitglieder mit ein.
 
„Klare Signale aus Rat und Verwaltung haben die Unternehmerschaft in unserer Stadt dazu gebracht, ihrer Stadt nicht nur treu zu bleiben, sondern in diesen Standort sogar noch deutlich zu investieren“, führte er weiter aus. Neben einem weiter umgesetzten Nahversorgungskonzept, der Planung von Baugebieten oder einem unermüdlichen Einsatz des Technischen Betriebes, nannte der Chef im Rathaus aber noch Baustellen an, die von der Stadt alleine nicht ohne Weiteres bearbeitet werden können: „Das Thema Waschkaue ist noch offen, beim Thema Klangbrücke warten wir auch auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe und den Derivateprozess haben wir in erster Instanz zwar zu einhundert Prozent gewonnen, ein Berufungsverfahren steht aber an.“
 
Als erstes interessantes Projekt im Jahr 2014 nannte er die von der CDU schon seit den 1980er-Jahren propagierte Öffnung der Aachener Straße. Aber auch den Anschluss Scherpenseels an das Glasfasernetz, das kommende Einkaufszentrum am Wasserturm oder auch die Arbeiten an der Brotfabrik in Holthausen ließ er nicht unerwähnt. In Sachen Thornstraße in Übach signalisierte er baldigen Baubeginn und weitere Baugebiete in Marienberg und der Hovergracht in Übach folgen. „Die Ansiedlung einer weiteren größeren Unternehmung wird kommen“, meinte er noch abschließend, ohne allerdings konkrete Namen zu nennen. Als eine Herzensangelegenheit sah er die zukunftsfähige Fortentwicklung des Hallen- und Freibades an, „wie wir es für uns und für unsere nachfolgenden Generationen auf Dauer erhalten können.“
 
Und angesichts der kommenden Bürgermeisterwahl fügte er an: „Nun bin ich schon 1397 Tage Bürgermeister und es macht mir nach wie vor einen riesigen Spaß.“ Allerdings seien ihm und seinen Mitstreitern beim Amtsantritt vor allem hohe finanzielle Hürden in den Weg gestellt worden, die er vor allem den Vorgängern anlastete. „Probleme, offene und versteckte waren zu Hauf vorhanden. Keine Überraschung, die nicht durch eine andere noch getoppt werden konnte“, so umschrieb Jungnitsch den Beginn seiner Amtszeit. Durch einen Sparweg, der alternativlos sei, sei es dennoch gelungen, die Stadt finanziell wieder auf ein Fundament zu setzen, dass Zukunft habe, schloss er.
 
Neben Schar vieler fleißiger Helfer aus der Stadtverwaltung, vom Carolus-Magnus-Gymnasium (CMG), sowie toller Live-Musik von der Privat-Musikkapelle Scherpenseel und CD-Kostproben von Nachwuchssängerin Alina Sebastian, gab es aber noch mehr. So hatte sich Bürgermeister Raymond Vlecken aus der Partnergemeente Landgraaf/NL mit kurzen, aber schönen Worten einen Platz im Herzen der Gäste erstritten. Vlecken ging dabei auf die freundschaftlich-nachbarschaftliche Zusammenarbeit der Gemeinden ein, die in dem Wunsch gipfelte, bei der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft ein deutsch-niederländisches Finale erleben zu wollen. Grußworte aus der französischen Partnerstadt Rosny-sous-Bois gab es von Michele Jourdain und Thierry Begasse, die in diesem Jahr zur Delegation aus Frankreich gehörten.
 
Eingerahmt von Michele Jourdain (l.) und Thierry Begasse (r.)
von der Delegation aus der französischen Partnerstadt Rosny-sous-Bois,
stießen unser Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (2.v.l.)
und sein Landgraafer Amtskollege Raymond Vlecken auf das neue Jahr an.
Foto: Stadt
 
 
Für die musikalische Unterhaltung stand auch die Privat-Musikkapelle Scherpenseel
unter der bewährten Leitung von Günter Preuth bereit.
Foto: Stadt
 
 
Nachwuchssängerin Alina Sebastian gab eine Kostprobe ihres Könnens.
Foto: Stadt