Bereits zum zwölften Mal verzauberten die Mandolinenklänge im Schloss

 

Natürlich fehlte der charmante Hinweis von Hermann-Josef Dahlmanns nicht, die Mobiltelefone während des Konzertes auszuschalten. Nötig war das vielleicht nicht, denn auch das inzwischen zwölften Gastspiel des Mandolinenorchesters „Wandervogel“ aus Birgden war wieder ein zart gewebter Klanggenuss, der keine Störung verzieh.

 

Mit beeindruckenden, zart gesponnenen, doch weit verzweigten und perlenden Klanggebäuden wussten die Musiker des Mandolinenorchesters „Wandervogel“ aus Gangelt-Birgden auch bei ihrem zwölften Gastspiel im Schloss Zweibrüggen zu beeindrucken.
Foto: Stadt

Ausrichter wie Gäste waren sich einig, dass es eine bessere Umgebung nicht geben kann. Mit Blick auf den gut gefüllten Zuhörerraum in der Eingangshalle des Schlosses und auf die besuchte Balustrade, kam wieder der Wunsch nach einem Anbau an das historisch wertvolle Gebäude auf. Doch das muss Fiktion bleiben, so spielten die Orchestermitglieder wieder ein wunderschönes Konzert im passenden Ambiente.

 
Vorsitzender Ludwig Dohmen freute sich, auch bei der zwölften Auflage wieder auf eine ausverkaufte Kulisse im Schloss Zweibrüggen blicken zu können.
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Vorsitzender Ludwig Dohmen freute sich zuvor, wie selbstverständlich ein Teil des Kulturprogramms unserer Stadt geworden zu sein. Gleichzeitig oblag es ihm, einige Änderungen in der Aufstellung zu verkünden, die krankheitsbedingt oder auch aus anderen Gründen schon mal wechselt. Doch das Ergebnis war unter dem Strich wiederum beeindruckend. Mit den Anmerkungen von Hermann-Josef Dahlmanns, der gekonnt und mit kleinen Pointen durch das anspruchsvolle Programm von Zupfmusik führte, wurde der Genuss perfekt.

Schon die einführende Concert-Ouvertüre aus der Feder des niederländischen Zupfmusik-Pioniers Johan Kok bot Hochgenuss, der sich beispielsweise mit dem „Rosenballet“ von Menichetti oder der „Habanera“ aus der Oper „Carmen“ beinahe nicht mehr steigern ließ. Engagierte Solisten, der Blick für das Ganze, den die Musiker unter der bewährten Leitung von Christel Haak nie verloren und die Auswahl der Stücke sorgten für ebenso feine wie atemberaubende Klänge. Eingestreute Beispiele der „Kantelemusik“ der zu den „Wandervögeln“ zurückgekehrten finnischen Könner aus der Familie Kontio und auch das bekannte „Wolgalied“ aus der Operette „Zarewitsch“ zeigten eindrucksvoll, warum die Musik der „Wandervögel“ aus Birgden die Gäste meist sofort zu begeisterten Fans macht.

Und mit den passenden Gesangssolisten Sabine Clemens und Arnold Schmitz gab es noch das entscheidende Sahnehäubchen, das den Genuss perfekt machte. Für so viel Einsatz, Freude am idealen Klangbild in schönster Atmosphäre und dem Sinn fürs Feine gab es zu Recht viel Applaus eines restlos begeisterten Publikums.