Susanne Goga las im „Papiertiger“ aus ihrem neuesten Buch „Der verbotene Fluss“

 

Voll war es im Saal des Restaurants „Et Mölke“, als Susanne Goga aus ihrem neusten Buch „Der verbotene Fluss“ las.

 

Auf Einladung der Buchhandlung „Papiertiger“ las die Mönchengladbacher Autorin Susanne Goga im Übacher Restaurant „Et Mölke“.
Foto: Stadt

Auf Einladung der Buchhandlung „Papiertiger“ schaffte es die 1967 in Mönchengladbach geborene Autorin spielend, die doch recht neue Umgebung des Restaurants schnell in Vergessenheit geraten zu lassen. Denn die eindrucksvollen Schilderungen um Romanheldin Charlotte, die als aus Berlin stammende Gouvernante eine Stellung im London der 1890er-Jahre annimmt, umfing die Gäste an diesem Abend gleich mit einem Flair, dass für das England des ausgehenden 19. Jahrhunderts so typisch war. Fein gezeichnete Figuren bewegten sich in Gogas Buch auch bei der Lesung durch ein toll nachgezeichnetes Bild der Weltstadt. Dabei spielte der innere Monolog der Hauptfigur eine eindrucksvolle Rolle, als es zum Beispiel um die Empfindung von Trauer und Angst ging.

Das von Charlotte betreute Mädchen Emily scheint seit dem Tod ihrer Mutter sehr verändert zu sein, doch niemand auf dem herrschaftlichen Anwesen gibt der neuen Gouvernante einen Hinweis auf das schreckliche Geheimnis, dass hinter dem Schweigen des Kindes steckt. Erst mit Hilfe des engagierten Journalisten Tom gelingt es der Deutschen, ein wenig Licht in das englische Schweigen zu bringen.

Dabei spannte Susanne Goga einen Bogen zwischen der persönlichen Geschichte Charlottes und dem Geheimnis, dem sie auf der Spur ist, zeichnete das Beschriebene spannend wie in einem klassischen Schwarzweiß-Film nach und sorgte dennoch mit der barocken Opulenz vieler zur Verfügung stehender Buchseiten für eine schöne Ausschmückung feiner Details. Dafür und auch für die tolle Atmosphäre bei der Lesung, gab es zu Recht viel Applaus eines begeisterten Publikums.