Frelenberger und ihre Helfer sorgen für ein freigeschnittenes Kriegerdenkmal und mehr

 

„So geht das nicht weiter“, hat sich Fred Fröschen schon öfter gesagt. Er ist zwar über 70, aber Manches will er nicht akzeptieren. „Da haben wir in Frelenberg eins der schönsten Kriegerdenkmäler weit und breit und dann wuchert es so zu“, macht er seinem Ärger Luft.

 

Fred und die Freiwilligen: Fred Fröschen (vorne, 3.v.r.) und seine Helfer schnitten nicht nur die Ansicht des Kriegerdenkmals in Frelenberg frei, sondern wollen künftig noch weiter tätig werden.
Foto: Stadt

Doch schimpfen hilft nix, meint er auch, und so scharte er kurzerhand eine Schar Freiwilliger um sich, um dem Wildwuchs von Efeu und anderem wild rankenden Grün ein Ende zu bereiten. „Das Denkmal war kaum noch zu erkennen, und die Büsche wuchsen schon beinahe bis auf den Gehweg“, beschreibt Fröschen die Lage vor dem Schnitt. Mittendrin ist er froh, dass sich die Löschgruppe Frelenberg der Freiwilligen Feuerwehr schon im Vorfeld dazu bereiterklärte, mit Mensch und Maschine hilfreich zur Seite zu stehen.

Und die Aktion, die übrigens im Vorgespräch mit Pfarrer Stephan Rüssel den ausdrücklichen Segen der Katholischen Pfarrgemeinde St. Petrus Übach-Palenberg bekommen hat, erwies sich als echter Kraftakt. So wurden gleich haufenweise Büsche geschnitten, der Kirchberg, der sicherlich nicht ganz unschuldig an der Namensgebung des Ortes war, und an dessen Fuß sich mitten im Ort das Kriegerdenkmal erstreckt, lässt nun wieder einen freien Blick auf die Struktur zu. Und all denen, die nun um das gefallene Grün trauern, gibt Fred Fröschen gleich auch noch eine Hoffnung. „Wir haben das vorher mit einem professionellen Gärtner besprochen und genau nach dessen Vorgaben gearbeitet“, beruhigt Fröschen.

So kann es weitergehen, dachten nicht nur die 20 Freiwilligen, die den sonnigen Herbsttag zum Grünschnitt der öffentlichen Art versammelten. Die Aktion erfreute auch die Anlieger an der Geilenkirchener Straße, so spendete eine Dame gleich ein ganzes Tablett Brötchen, andere brachten Kaffee und eine Dame ließ sogar den frisch gebackenen Geburtstagskuchen für die fleißigen Helfer anschneiden. Und auch Fred Fröschen sieht noch kein Ende in seinem freiwilligen Antrieb. Schon in Kürze will er an ungefähr gleicher Stelle, allerdings etwas weiter oben im Berg, wieder mit Helfern, Sägen und Astschere anrücken. „Dann schneiden wir das Denkmal frei“, sagt er und meint damit die bekannte „Weiße Kirche“, die historische Katholische Kirche in Frelenberg. Den Segen dafür hat er übrigens auch schon in der Tasche.