16. Karnevalsempfang und ein junger Prinz, der gerne ins Rathaus will

 

Ein prachtvolles Bild mit über 80 Jecken aus Übach-Palenberg und Landgraaf/NL, die sich ganz offiziell dem Brauchtum Karneval verschrieben haben, zeigte auch der mittlerweile 16. Karnevalsempfang der Stadt im Schloss Zweibrüggen.
Foto: Stadt

Zwar trat unser Stadtprinz Domenic I. (Stiebing) beim Karnevalsempfang in unserem Schloss Zweibrüggen wieder alleine an, weil seine Prinzessin Anika I. (Melendo) noch arbeiten musste. Dennoch kündigte er schon eine Woche vor der „heißen Phase“ der fünften Jahreszeit an, dass beim anstehenden Rathaussturm unbedingt das Rathaus erobern will. „Wir werden kommen“, versprach er und ebenso schnell kam die Retourkutsche von unserem Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, der schon jetzt heftige Gegenwehr der Seinen versprach. Aber dieses kleine Wortgeplänkel war nur eine Randnotiz bei einem wirklich gelungenen 16. Karnevalsempfang unserer Stadt im Schloss Zweibrüggen.

Dazu hatten Martina Waliczek und Jutta Gündling von der Verwaltung mit ihrem Team von Helferinnen das Kaminzimmer des Schlosses jeck hergerichtet und auch an der Sorge ums leibliche Wohl fehlte nichts. Strüüsjer, Bützjer und noch viel mehr gab es an diesem Abend für die Motoren des heimischen Karnevals. Und natürlich hatte unser Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch auch seinen diesjährigen Stadtorden dabei.

Rund 80 Offizielle waren dem Ruf gefolgt, sich im Kaminzimmer das Lob des obersten Verwaltungschefs abzuholen. Und das war sehr groß. „Der Karneval verlängert nicht nur das Leben, sondern sorgt auch dafür, dass man in der fünften Jahreszeit schon mal für ein paar Stunden die Sorgen vergessen kann“, freute sich Wolfgang Jungnitsch. Vor allem bei den Sitzungen der Karnevalsgesellschaften aus dem gesamten Stadtgebiet seien die Nähe der Menschen zur „fünften Jahreszeit“, das Engagement und der Einsatz spürbar. Ein ausgiebiger Blick auf die bisher gelaufenen und eine Vorausschau auf die noch kommenden Veranstaltungen durch unseren Bürgermeister zeigte, wie aktiv die Karnevalisten in der Stadt das Vereins- und Freizeitleben gestalten. Neben einer stillen Minute für den im letzten Jahr verstorbenen Josef Plum, der als Motor des heimischen Karnevals und nicht wegzudenkender Teil der KG „Scherpe-Bösch-Wenk“ eine Lücke in den jecken Reihen hinterlässt, gab es natürlich noch weitere Grußworte.

So stimmte der Vorsitzende des Festausschusses Übach-Palenberger Karnevalsvereine, Wolfgang Dressel, schon jetzt auf den Rathaussturm und den starteten Straßenkarneval ein. Wolfgang Jungnitschs Amtskollege Raymond Vlecken aus Landgraaf/NL, Bürgermeister und zugleich höchster Vertreter der Karnevalisten im niederländischen Teil von Südlimburg, konterte im Beisein seiner Frau Wilma und der Landgraafer Stadtsprinses Sandra I. natürlich auch mit viel Augenzwinkern und freute sich auf ein gelungenes Sessionsfinale, dass auf beiden Seiten der Grenze gefeiert wird.

Zuletzt hatte auch der Präsident des Verbandes der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG), Reiner Spiertz, noch viele lobende Worte für den unermüdlichen Einsatz der Karnevalisten in der Region und in Übach-Palenberg mit dabei.