Das Wurmvergnügen machte die Frage nach dem Wetter überflüssig

 

Sonntags, 12 Uhr in Zweibrüggen: Stephan Frambach kann übers Wasser laufen. So scheint es zumindest, denn gemeinsam mit seinem Trupp vom Technischen Hilfswerk (THW) aus unserer Stadt hat er eine Rampe gebaut, die unweit unseres Denkmals Schloss Zweibrüggen ein gefahrloses Entern der Wurm möglich machte.

 

Wie das so geht mit dem richtigen Paddeln, zeigte Tuber-Profi Hans-Jörg Koch hier dem Premierenfahrer Mark Paulzen.

Foto: Stadt

 

Sonntags, 12 Uhr in Zweibrüggen: Stephan Frambach kann übers Wasser laufen. So scheint es zumindest, denn gemeinsam mit seinem Trupp vom Technischen Hilfswerk (THW) aus unserer Stadt hat er eine Rampe gebaut, die unweit unseres Denkmals Schloss Zweibrüggen ein gefahrloses Entern der Wurm möglich machte. Dass dabei die Plattform auf dem Wasser nur eine Handbreit über den doch schnellen Strömen lag, machte die Erstbegehung zum Erlebnis. „Das ist schon komisch“, sagte der erfahrene THW-Vertreter.

Die Plattform war ein wichtiger Teil des ersten Wurmvergnügens, das nun bei Aprilwetter immer Mal wieder die Menschen anzog und auch für Flaute am Flussbett sorgte. Dennoch freuten sich Martina Waliczek von unserem Kulturamt und unser Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch bei der Eröffnung des ersten Wurmwasserspaßes, denn schließlich sorgten die Sturzbäche von oben für die berühmte mehr als Handbreit Wasser unterm Kiel, die auch den Tubern gut tat.

Tuben? „Es handelt sich dabei um rote, ringförmige, einsitzige Gummireifen mit Boden, die aus dem gleichen Material wie Raftingboote bestehen“, klärte Profi-Tuber Hans-Jörg Koch auf. Die roten Ringe waren somit die Sportgeräte, ins Wasser ging es mit dem THW, am Rande, vor allen an den auch bei den leider wetterbedingt recht spärlich gesäten Zaungästen, passten Vertreter des DLRG auf, dass nichts schief geht.

„Und am Schluss fahren wir auch ne Runde“, war deren Chef Mike Fleuth sicher, der sich schon sichtlich auf die wilde Fahrt freute.Wer wollte, konnte die rund 800 Meter zwischen dem Start am Schloss Zweibrüggen und dem Ziel auf Höhe der Frelenberger Wurmbrücke in zwölf Minuten schaffen. Dann war allerdings nachhaltiger Paddel-Einsatz gefragt. Wer es gemütlicher anging, wie Mark Paulzen, der sich um Schlag zwölf bei strömendem Regen als erster in die Wurm warf, brauchte eine gute Viertelstunde.

„Das hat Spaß gemacht, gerne wieder“, meinte Paulzen zu seiner Premierenfahrt. Trockene Sachen zum Wechseln brauchte er natürlich auch, denn alle Teilnehmer, von denen manche es nicht bei einer Fahrt bewenden ließen, wurden nicht nur durch den berühmten Sommer 2014 eingefeuchtet, auch der Fluss und die Wellen und Stromschnellen taten das ihre zur durchnässten Tuber-Kleidung dazu.

Am Ende des Weges warteten übrigens noch die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr aus Frelenberg und die Jungs vom Technischen Betrieb der Stadt Übach-Palenberg auf die Ringreiter, um sie aus dem Wasser zu fischen und die insgesamt zwölf zur Verfügung stehenden Tubes wieder an den Start zurückzubringen.

Unweit des Startwagens stand im Schloss zudem eine Kinderhüpfburg des Sponsors Kreissparkasse Heinsberg bereit, um die Kinder unter zwölf Jahren zu bespaßen. Leckeres vom Grill mit der Jugendfeuerwehr der Stadt und von der Cafeteria mit dem Café Plum brachten übrigens die im Wasser so schnell verlorenen Pfunde schnell und köstlich wieder zurück. Ob das allerdings der Stabilität beim Gehen auf dem Wasser half, konnte letztlich nicht geklärt werden.

Wie das so geht mit dem richtigen Paddeln, zeigte Tuber-Profi Hans-Jörg Koch hier dem Premierenfahrer Mark Paulzen.

Foto: Stadt

 

 

Füße hoch und durch: Das war die beste Methode, um sich den auf dem Weg liegenden Stromschnellen zu nähern. Foto: Stadt

 

Stephan Frambach, Jens Ueberdick, Cedric Neuschwinger und Niklas Wacker vom örtlichen THW sorgten für einen wassergleichen und sicheren Einstieg in die Tubes. Foto: Stadt

 

Die ruhigeren Streckenabschnitte zwischen Zweibrüggen und Frelenberg ließen sich durchaus beschaulich gestalten. Foto: Stadt