Willy-Brandt-Gesamtschule lud zur Berufsbörse ein und rund 50 Aussteller kamen

 

Was mache ich nach der Schule? Lieber studieren oder doch eine handwerkliche Ausbildung? Das sind Fragen, mit denen sich Schüler spätestens in der neunten Klasse konfrontiert sehen.

 

Anfassen, ausprobieren, selbst etwas tun: auch das war Teil der informativen Berufsbörse der Willy-Brandt-Gesamtschule Übach-Palenberg.
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An der Willy-Brandt-Gesamtschule in Übach-Palenberg wird noch ein wenig früher angesetzt. Hier wird die alljährliche Berufsbörse im großen Pädagogischen Zentrum (PZ) für alle Schüler der Stufen acht bis zehn verpflichtend gemacht, bis zur Jahrgangsstufe 13 wird eingeladen.

Der gute Besuch auch noch in den Stunden nach dem offiziellen „Startschuss“ zeigte, dass die Verpflichtung hier mit echtem Interesse einherging, denn meist waren die Informationsstände dicht umlagert. Mit einem „Laufzettel“ in der Hand mussten die Schüler verschiedene Stationen besuchen, sich vor Ort informieren. Und die Auswahl fiel bei der neuesten Auflage am Freitagnachmittag dank der umfangreichen Vorarbeiten der Schule gar nicht so einfach.

Denn rund 50 Betriebe und Institutionen der Region stellten sich vor. „It’s Your Life!“ war die Börse überschrieben und machte damit den jungen Menschen deutlich, dass sie zumeist die Wahl haben, für welchen Beruf sie sich entscheiden. „Wir freuen uns, dass wir mit so vielen Kooperationspartnern im Boot ein so großes Angebot bieten können“, sagte Schulleiter Manfred Ehmig am Rande der Veranstaltung.

Schüler wie auch interessierte Eltern erhielten zielgenaue Auskünfte zu schulischen Voraussetzungen, geforderten Fähigkeiten und Fertigkeiten, dem Berufsalltag, und auch Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten. Natürlich gab es dabei vor allem bei den ortsansässigen Betrieben wie der Firma Saurer.Schlafhorst, SLV, Neuman & Esser oder Verfahrenstechnik Derichs auch was zum Anfassen und selbst machen. Auch Löten war an anderen Ständen möglich, dazu kamen Spiele, die auf geforderte Qualitäten wie Geschick, Ausdauer und Tempo abzielten. Wieder andere Institutionen wie Bundeswehr oder Polizei waren mit erfahrenen Kräften vor Ort, die aus der Praxis berichten konnten.

Doch der „Markt der Möglichkeiten“ wie die Berufsbörse von der Schulleitung gern genannt wird, bot noch vieles mehr. Von der Ärztekammer Nordrhein über die Agentur für Arbeit, Alten- und Pflegeheime, die Theaterschule Aachen, die Gangelter Einrichtungen, Krankenkassen, Software- oder Verpackungsspezialisten, Maschinenbauer, Techniker, Banker bis zur Zentralen Studienberatung der RWTH Aachen, der Universität Maastricht und der Katholischen Fachhochschule, die über eine breite Palette von Studienmöglichkeiten informierten, reichte das Angebot an Informationen. Die Schüler waren begeistert und nahmen das große Angebot wie schon beim ersten Mal im Jahr 1997 an. Und sie wurden damit gleichzeitig ein Teil des umfassenden Berufswahlkonzeptes der Schule. „Wir wollen damit für die jungen Menschen einen wichtigen Beitrag leisten, um ihnen im Vorfeld einer wichtigen persönlichen Entscheidung Perspektiven und Chancen aufzuzeigen“, schloss Schulleiter Manfred Ehmig dazu.

 

Staatliche Arbeitgeber waren dieses Mal nicht zur Prävention, sondern vor allem zur Aufklärung über berufliche Möglichkeiten vor Ort.
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