Glasscherben im Garten der Kita? Nein, es ist der Barfußpfad!

 

Es glitzert ein wenig im Garten des Familienzentrums „Arche Noah“ an der Übacher Adolfstraße. Dabei handelt es sich nicht um den in dieser Jahreszeit reichlichen Morgentau. Denn die blauen und klaren Glaskiesel sind Teil des neuen Barfußpfades im Garten der Kita, der nun auf Initiative des Fördervereins dort entstanden ist.

„So etwas wollten wir schon länger haben“, sagt Marlene Pöttgens als Leiterin der zum Verbund der pro-multis-Gruppe gehörigen Einrichtung. Dafür musste aber eine Finanzierung her, die von den Mitteln der Kita alleine nicht zu stemmen war. Hier sprang der Förderverein des Familienzentrums ein, der aber nicht nur für die Finanzierung des deutlich vierstelligen Projektes verantwortlich zeichnete. „Wir haben in Eigenleistungen mit der Unterstützung vieler Eltern, aber natürlich auch der Kinder unsere regelmäßigen Eltern-Kind-Aktionen genutzt, um den Pfad zu bauen“, sagt Andrea Krifft vom Förderverein.

Ein Samstag war dazu vonnöten, 24 Erwachsene, 21 Kinder und natürlich das vom Verein gestiftete Material. Dank der Planungen von Thomas Krifft, Vater und Ingenieur, wurden so nur die Materialkosten fällig. „Wir haben Rundpalisaden aus Recylingmaterial als Umrandung und für zwei Felder genutzt, dazu kamen Kopfholz, Tannenzapfen, Kork, Blähton, Kies und natürlich der Kristallkies“, weiß Andrea Krifft. Ein paar gestiftete Brötchen und Kaffeetassen später – genauer gesagt nach fünf Stunden – war der Barfußpfad dann fertig und die acht mal 80 Zentimeter messenden Felder konnten eingeweiht werden.

 
Eltern und Kinder arbeiteten zusammen und schnell an der Umsetzung des Barfußpfades, der ohne das Engagement des Fördervereins nicht möglich gewesen wäre.
Foto: Stadt

„Wir waren echt flott“, freut sich die Vertreterin des Fördervereins, was aber auch daran lag, dass manche der Felder gar nicht so tief ausgehoben werden mussten und vor allem auch, weil es so viel freiwillige Helfer gab. Und für die Kinder, ob sie nun mitgemacht haben oder nicht, war es natürlich ausgesprochen spannend, die verschiedenen Felder zu entdecken. „Die klaren Glaskiesel sind für die Kinder die Eiswürfel“, erzählt Marlene Pöttgens von den ersten Erfahrungen, die von den Kindern natürlich barfuß gesammelt wurden. Als unerwartet unangenehm stellten sich auch der Blähton und die Korken als Laufgrund heraus. „Ich bin überrascht, wie schwer es ist über den doch nicht so massiven Kork zu gehen“, sagt Andrea Krifft über ihre erste Kork-Lauferfahrung. Und Marlene Pöttgens findet den Blähton zwischen den Zehen weniger angenehm: „Ich kann verstehen, wenn die Kinder an dieser Stelle beim ersten Mal lieber über die Umrandung balancieren.“

Das passiert natürlich auch bei unserem Fototermin, aber die Kinder genießen es sehr, dass die Füße nackt und hinterher gar nicht mehr so schön sauber sind, wie die Eltern es sich immer gerne wünschen. Das kitzelt, macht Spaß und beim Lauf über den frischen Tau im Gras sind die Füße ja auch schon wieder fast ganz sauber.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Förderverein im herrlichen Garten des Familienzentrums Arche Noah in Übach einen Wunsch wahr werden lässt. So gab es bereits im Frühjahr 2013 einen selbst gebauten Weidengang. Und natürlich auch auf Initiative des Fördervereins wird am Donnerstag, 20. November, der neue Niedrigseilgarten, der nicht ohne die Hilfe von zahlreichen Sponsoren möglich gewesen wäre, offiziell eingeweiht. Auch hier rührten die engagierten Eltern des Vereins die Werbetrommel, um das professionelle Klettergerüst zu ermöglichen.