„Drei Dimensionen“ begeistern Kunstfreunde

 

Abmessungen sind eigentlich nur so etwas wie technische Daten, Zahlen und Fakten. Was diese eher emotionslosen Ziffern mit der Emotion, dem Empfinden und dem Erleben von Kunst zu tun haben können, zeigten Willi Arlt, Jochen Jung und Marlen Krings bei ihrer mit dem Titel „Drei Dimensionen“ überschriebenen Ausstellung im Schloss Zweibrüggen.

 

Unser Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (l.) und die Vorsitzende des Künstler-Forums Schloss Zweibrüggen, Hedi Klee (r.) begrüßten Jochen Jung (2.v.l.), Marlen Krings und Willi Arlt zur Ausstellung „Drei Dimensionen“ im wunderbaren Ambiente von Schloss Zweibrüggen.
Foto: Stadt

Die Vorsitzende des Künstler-Forums Schloss Zweibrüggen, Hedi Klee, nahm bei der Vernissage der Werke noch eine weitere Dimension in ihre eingangs gestellten Fragen hinein. „Ist es die in einem Größensystem festgelegte Dimension einer physikalischen Größe, oder die Anzahl der Freiheitsgrade in einem bestimmten mathematischen Raum im Allgemeinen?“, fragte sie die rund 60 Kunstfreunde. Dass sich mathematisch nicht messen lässt, was der Mensch beim Betrachten von Kunst fühlen kann, zeigten die drei Ausstellenden beim anschließenden Trialog, mit dem sie im Dialog untereinander aufzeigten, wo die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen ihrer Kunst liegen.

So hat sich der Geilenkirchener Willi Arlt ganz den Skulpturen verschrieben. Der Autodidakt in Sachen Kunst rückte in seinem Schaffen schnell von der Malerei zum Stahl ab, stellt in seinen Werken meist den Mensch auf eine reizvoll reduzierte Form dar. Reliefbilder und Literatur, die sich auch mal nach historischen Gestalten richten kann, gehören ebenso dazu. Jochen Jung aus Herzogenrath ist ausgebildeter Zeichner und Maler und spannt in seinen Bildern Beziehungen zu Mensch und Natur. Auch Bücher gehören zu seinem Repertoire. Das Schreiben als Bindeglied der drei Künstler begeistert auch Marlen Krings aus Waldfeucht, die sich in Aquarell und Acryl abstrakt oder teilabstrakt eine künstlerische Ausdrucksform gesucht hat. Bei ihren Bildern sind Dynamik und Entwicklung spürbar, lassen viel Raum für eigene Interpretationen ihrer Motivationen, die sie in Mensch und Natur findet.

Darüber plauderten die Drei aber nicht nur in ihrer Ausstellung, die im ganz besonderen Ambiente des gerne als Konzert- und Ausstellungsort genutzten Schlosses überall präsent ist. Dank der intensiven musikalischen Leistungen von Theo Krings am Klavier und Celina dos Santos mit ihrem wundervollen Gesang wurde auch die Vernissage zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk, dass den Kunstverstand der im Forum organisierten Menschen beeindruckend konzentrierte.