Tausende Bahnen alleine in unserer Stadt für das 100‘5 Benefizschwimmen

 

Mehr Bahnen als in Aachen standen am Ende auf der Anzeigetafel. Denn zu den insgesamt 107.452 Bahnen, die beim großen Benefizschwimmen des Radiosenders 100‘5 auch in unserem Ü-Bad geschwommen wurden, trugen Menschen aus unserer Stadt noch ein Quentchen mehr bei als beim gleichzeitig in der Aachener Ulla-Klinger-Halle gestarteten Event.

 

Bewegung ohne Ende im Wasser des Ü-Bades verzeichneten nicht nur die vielen freiwilligen Helfer, die unter anderem für die Sicherheit und das Zählen der geschwommenen Bahnen sorgten. Foto: Stadt

Auch Comedian Hastenraths Will hat sich echt nicht mehr eingekriegt. Denn angesichts der Menge von Aktiven, die sich für den guten Zweck in die blauen Fluten des Ü-Bades geworfen hat, blieb selbst dem eingefleischten Comedian die Spucke weg.

Denn beim Benefizschwimmen des Radiosenders „100‘5“ in Zusammenarbeit mit der actimonda-Krankenkasse hatte sich vor allem in den letzten Tagen vor dem Event die Zahl der Anmeldungen beinahe unüberschaubar erhöht. Auch dafür hatte Hastenraths Will vorgesorgt: Er hatte vorweg noch schnell ein paar dieser schicken, garantiert atmungsinaktiven blauen Überzieher über seine waldgrünen Gummistiefel gezogen, und war in bester Ausgeh-Landwirtsuniform am Beckenrand aufgetaucht. Dort suchte er unverhohlen gleich nach Frauen, wie er Moderatorin Janina „Ninchen“ Kötz offenbarte. „Im Schwimmbad sucht man doch immer nach Frauen“, kommentierte er in seiner direkten Art vom Land.


 Mit den garantiert atmungsinaktiven blauen Überziehern, Förmchen, Kännchen und Schwimmflügel wagte sich auch Comedian Hastenraths Will ans Wasser.
Foto: Stadt

Doch Hastenraths Will war nicht der Einzige, der sich an diesem Nachmittag überein stets ausgelastetes Schwimmbecken freute. „Wir sind etwa mit 900 Anmeldungen dabei“, sagte Manfred Ehmig, seines Zeichens Vorsitzender der Schwimmabteilung des VfR Übach-Palenberg und Schulleiter unserer Willy-Brandt-Gesamtschule. Wieviele Bahnen das bringen würde, rechneten die flotten Jungs und Mädels von „100‘5“ natürlich schon am Eingang aus, aber auch die stündlich aktualisierte Anzeigetafel mit der Zahl der geschwommenen Bahnen, war der gigantische Erfolg des Ganzen sehr gut absehbar.


Okay, Hastenraths Will hat hier bei den Zahlen selbst ein wenig nachgeholfen, lag aber am Ende gar nicht so falsch.
Foto: Stadt

Dort standen aber nicht nur die Zahlen aus dem Ü-Bad, sondern auch aus der Aachener Ulla-Klinger-Halle, wo zeitgleich auch geschwommen wurde. Und da kamen schon in den ersten zwei Stunden weit über 7.200 Bahnen zusammen, eine Zahl, mit der die Organisatoren nicht gerechnet hatten.

Dass aber dennoch in und ums Becken alles bestens ablief, dafür sorgten die „Profis“ vom Ü-Bad, dem VfR und auch der DLRG, die gleich mit einer eigenen Mannschaft angerückt waren. Passiert ist nichts, was sicherlich auch ein Verdienst der wachen Augen der Rettungsschwimmer ist. Aber auch die Menschen, die freiwillig am Beckenrand die geschwommenen Bahnen dokumentierten, konnten natürlich gut erkennen, wer ruhig noch eine Bahn mehr für den guten Zweck leisten konnte. Ruhig war hier das Stichwort, denn auf die Schnelligkeit kam es nun wirklich nicht an, nur auf die Anzahl der Wiederholungen. Und so tummelten sich im Wasser neben offensichtlichen Profis, die gezielt Bahn um Bahn in einer eigenen Trainingsrunde absolvierten auch Leute, die eher ruhig durchs Wasser zogen und ihr Tempo niedrig hielten.


 Tempo machen oder es ruhig angehen: Wie geschwommen wurde, war egal, wichtig war am Ende die Zahl der Bahnen.
Foto: Stadt

Spaß machte es in jedem Fall, auch Moderatorin „Ninchen“ war um die Mittagszeit im Wasser mit dabei. „Ich schwimme eine Stunde“, versprach sie, und natürlich hatte sie danach noch genügend Puste, um auch später munter plaudernd durch das Bad zu ziehen. Spielrunden, ein Besuch von Sänger Norman Langen und auch unserem Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, der als erklärter Schwimmfreund und Schirmherr erst am späten Nachmittag Zeit fand, um selbst zum guten Ergebnis beizutragen, rundeten den ersten Spendenmarathon im Wasser, der einschlug wie eine Arschbombe, bestens ab.

1.500 Schwimmer waren in Übach-Palenberg und Aachen für den guten Zweck zwischen 7 und 21 Uhr im Wasser, wobei auch Gruppen antraten, die mit zu 50 Personen bestens für den guten Gedanken dahinter Gas gaben. So waren Vereine, Schulen und Clubs dabei, die ein paar Bahnen absolvierten. Pro geschwommener Bahn erhielt nämlich der Verein Herzkrankes Kind Aachen 20 Cent. Ein Grund mehr auch für die Moderatoren Julia Drexler und James Schindrowski den ganzen Tag richtig Gas zu geben.