Schüler des Carolus-Magnus-Gymnasiums erliefen 14000 Euro für den guten Zweck

 

„Ich bin erschlagen und begeistert“, sagte Dr. Wolfgang Spithaler bei der Spendenübergabe im Pädagogischen Zentrum (PZ).

 
Dr. Wolfgang Spithaler (r.) als Vertreter der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ freute sich über den satten Spendenscheck von 7.000 Euro, den die Schüler des Carolus-Magnus-Gymnasiums Übach-Palenberg stellvertretend durch die Schülervertretung mit Annika Huprich (2.v.r.) an der Spitze überreichte. Foto: Markus Bienwald
 
Der Vertreter von Ärzte ohne Grenzen zeigte sich von dem begeistert, was die jungen Menschen in den Wochen vom Carolus-Magnus-Gymnasium (CMG) vor den Sommerferien erliefen.
 
Denn mit ihrem bislang dritten Spendenlauf kam die gewaltige Summe von 14000 Euro zusammen. Die Hälfte des gesamten Erlöses kommt nun Ärzte ohne Grenzen zugute, weitere 5600 Euro fließen an den Förderkreis des CMG und 1400 Euro an die von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch getragene Stiftung „Unsere Kinder“.
 
Übergabe der Spende von 1.400 Euro für die Aktion "Unsere Kinder" an
Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (4 v. l.)
 
Alle drei Spendenempfänger sorgen sich immer wieder um unvermittelt und unverschuldet in Not geratene Menschen. Davon wusste auch der erfahrene Chirurg Dr. Spithaler zu berichten. Der ehemalige Ärztliche Direktor und Chef der Chirurgie des St. Augustinus-Krankenhauses Lendersdorf in Düren, ist bekennender Unruheständler und sagt von sich selbst, dass er noch fit genug ist, um anderen Menschen zu helfen. Natürlich hatte er auch umfangreiches Anschauungsmaterial für die Schüler im PZ mitgebracht.
 
So zeigte er teils sehr beklemmende Bilder von den Zuständen bei seinen letzten Einsätzen in Libyen und Nepal. „Wir sind absolut neutral und unparteiisch, auch, was religiöse und wirtschaftliche Verhältnisse betrifft“, unterstrich der Mediziner. So sah er die 1971 gegründete und 1999 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Organisation auch als das Sprachrohr für Menschen an, die sonst keine Lobby hätten.
 
Neben der medizinischen und psychologischen Hilfe würde auch auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht, unterstrich Dr. Spithaler. „Aber die selbstlose Hilfe ist nicht ungefährlich“, warnte er, „es kommt auch zu Entführungen oder Tötungen von Mitarbeitern wie beispielsweise in Somalia“. Dennoch schien er erfüllt von seiner Tätigkeit, zeigte an zahllosen Beispielen, wie auch in scheinbar auch hygienisch unlösbaren Situationen eine Operationseinheit aufgebaut werden kann. Auch weil die Kinder mit ihrem tollen Laufergebnis dazu beigetragen haben, freute er sich über deren Einsatz.
 
Insgesamt, so rechnete Schülersprecherin Annika Huprich vor, seien bei den drei letzten Benefizläufen der Schule insgesamt exakt 24320,34 Euro erlaufen worden. Eine stolze Summe, war sie sicher, „das sind 35,34 Euro pro Schüler“. Und auch dafür spendeten die Anwesenden im weiten Rund des PZ zu Recht viel Applaus.