30 frisch gebackene Gesellen des Bäckerhandwerks losgesprochen

 

Bei ihnen kann man nun wirklich von frisch gebackenen Absolventen sprechen

 
Innungs-Obermeister Edwin Mönius (3.v.l.), Kreishandwerksmeister Wilfried Wiesenborn (l.), der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Johannes Willms (r.) und Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (2.v.r.) gratulierten den frisch losgesprochenen Absolventen des Bäckerhandwerks. Foto: Markus Bienwald
 
Die 30 neuen Gesellen und Fachverkäuferinnen des Bäckerhandwerks im Kreis Heinsberg, die nun im Carolus-Magnus-Centrum (CMC) ihre Gesellenbriefe erhielten. Neben der ausgezeichneten musikalischen Begleitung der Veranstaltung durch Gina Leven am Mikrophon und Timo Breda an der Gitarre, gab es natürlich auch noch viele sehr positive Wortbeiträge, die die jungen Menschen auf ihrem kommenden Berufsleben begleiten werden.
 
Innungs-Obermeister Edwin Mönius freute sich nicht nur darüber, dass das Handwerk an der langen Tradition der Lossprechungsfeier noch festhält. Er lobte auch den Einsatz und das Engagement nicht nur der nun ehemaligen Auszubildenden, sondern auch der Eltern und Lehrer, die für viel Unterstützung auch während der vielleicht nicht immer leichten drei Ausbildungsjahre sorgten. Doch die Prüfung zum Gesellen sollte nach Mönius nicht das Ende der Fahnenstange der beruflichen Bildung sein. „Baut Eure beruflichen Fähigkeiten und Kenntnisse weiter aus, nutzt die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten, die unser Handwerk bietet“, rief er den jungen Absolventen zu. Gute Mitarbeiter in Backstube und Verkauf würden auch in Zeiten gebraucht, in denen immer mehr Anbieter außerhalb des Handwerks sich um das tägliche Brot kümmern, schloss er. Kreishandwerksmeister Wilfried Wiesenborn wies in seinen Worten auf den kommenden Paradigmenwechsel im Handwerk hin. „Zurzeit sprechen wir noch von Lehrstellenknappheit, in der nächsten Zeit werden wir von Lehrlingsknappheit reden“, sagte er. Daher müsse das Handwerk – mit fünf Millionen Beschäftigten in Deutschland – eine bessere Lobby bekommen, um auch künftig die Lebensqualität zu ermöglichen, die heute selbstverständlich ist. „Der sich abzeichnende Fachkräftemangel ist zwar nicht gut für die Wirtschaft, eröffnet Ihnen aber persönlich gute Karrierechancen“, unterstrich er abschließend.
 
Den Beruf als das Rückgrat des Lebens zitierte nach Nietzsche auch Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch in seinem Grußwort. Die Ausbildung sah er aber nicht nur als tragende Säule des Lebens, sondern auch als ständige Herausforderung an. „Denn nur durch ein ständiges Lernen kann man auf ständige Veränderungen im Berufsleben passend reagieren“, meinte Jungnitsch.